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Deutsches Kino

Filmstart: 10. April 2014

Stiller Sommer (D 2013)

Drehbuch und Regie: Nana Neul


In halbwegs gut geschriebenen 3-Groschen-Romanen kann es schon mal vorkommen, dass eine Kunsthistorikerin plötzlich ihre Stimme verliert, sich daraufhin nach Südfrankreich in ihr sowie das Haus von ihrem Mann zurückzieht, es dann dort Hals über Kopf mit dem Geliebten ihrer eignen Tochter treibt und (kurz vor Buchschluss) dahingehend Aufklärung erfährt, dass es ihr eigner Mann im Stillen dann mit Männern hält und also bi ist und sie selbst über die zusätzliche sexuelle Sonderausrichtung von ihrer zweiten Hälfte all die lange Ehezeit vorher nichts wusste - so geschehen in der filmromanzenhaften Drehbuchvorlage von Nana Neul, die sich den Film unter dem Titel Stiller Sommer ausgedacht und außerdem Regie geführt hat.

Dieser Unterhaltungsstreifen zeichnet sich zum Einen durch die stimmig eingefangenen und schönen Landschaftsbilder Leah Strikers aus. Zum Anderen enthält er sehr gewitzte und pointierte Dialoge und sorgt so für eine durchgehaltene und luftig-leichte Kurzweil.

Aber die Geschichte (s.o.) ist dann eigentlich noch etwas komplizierter, hat beinahe psychokriminelle Auswüchse, denn: Claire, die Immobilienmaklerin (Sylvie Granotier) ist irgendwie den ganzen Film lang feindlich-abweisend gerichtet gegen Herbert (Ernst Stötzner), der dann - wie schon angedeutet - eine homosexuelle Liaison mit Claires Gemahl Maurice (Hans-Jochen Wagner) hatte. Als es irgendwann zu einem Streit zwischen den beiden Männern kam, verunfallte Maurice mit seinem Auto tödlich, und das tat halt Claire für sich so deuten, dass Maurice nicht mehr bei ihr, sondern bei Herbert bleiben wollte, und dann war die Butter zwischen Claire und Herbert für den Rest ihrer bisher gelebten Lebenszeit erst einmal braun; das Alles kommt jedoch erst zehn Minuten vor dem Filmabspann heraus...



Nacktes Vergnügen in der bis zum Schluss geheim gehaltnen Vorgeschichte zu dem Nana-Neul-Film Stiller Sommer - Foto (C) Zorro Film

Victoria Trauttmansdorff als Barbara und Dagmar Manzel als Kristine in Nana Neuls Film Stiller Sommer - Foto (C) Zorro Film

Marie Rosa Tietjen als Anna in Nana Neuls Film Stiller Sommer - Foto (C) Zorro Film



Auf alle Fälle freuten wir uns an dem stummen Mienenspiel von Dagmar Manzel (als Kristine), die die Hälfte dieses Filmes praktisch stimmlos vor sich hin agiert. Erst als sie dann mit dem fantastisch ausschauenden Arthur Igual (als Franck) rein außerehelich verkehrt, ist dieser (sexuelle) Freudenschock dermaßen groß, dass sie schlagartig wieder spricht...

Victoria Trauttmansdorff (als Barbara) lässt sowieso die fetzigsten und spritzigsten von allen Sprechblasen im Nana-Neul-Film los.

Filmtochter Anna wird entzückend dargestellt von Marie Rosa Tietjen.

Nach recht vielem interfamiliären Hin und Her findet das "alte Paar" letztlich wieder zusammen und geht Hand in Hand die Asphaltstraße lang.

Etwas für 50plus-Zuschauer.



Bewertung:    



Bobby King - 10. April 2014
ID 7745

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