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Filmkritik

Die Geisel

in der

Salzseewüste



Bewertung:    



Filmemacher Werner Herzog (74), dessen künstlerische Großerfolge (mit dem hassgeliebten Extremisten Kinski-Klaus) weit, weit zurückliegen, hatte sich nunmehr nach Bolivien abgesetzt, um dort eine für denkende Normalverbraucher nicht auf Anhieb nachvollziehbare und also unplausible Geiselnahme cineastisch einzufangen - der bemühte Plot geht etwa so:

Drei im UN-Auftrag tätige Umweltkatastrophen-Wissenschaftler werden von Vermummten auf 'nem menschenleeren Airport abgekidnappt. Ihr Entführungsziel ist eine Art Hacienda irgendwo weit draußen in der Pampa. Das entführte Trio wird getrennt - Gael García Bernal (Dr. Cavani), Volker Michalowski (Dr. Meier) auf die eine Seite und Veronica Ferres (Prof. Laura Sommerfeld) auf die andere. Die beiden Mitarbeiter ihrer Chefin kriegen Durchfall. Und die Chefin plaudert mit dem Obergeiselnehmer Michael Shannon (Mat Riley [einem verkappten Wissenschaftler mit Weltretterambition]) ausufernd über Dies & Das; es sind mehr kollegiale "Fachthemen", um die ihr pseudophilosophisches sowie pseudomoralisches Geschwätz in Folge kreist. Wegen des sog. Diablo Blanco, eines im bolivianischen Landesinneren sich ausbreitenden Salzsees, käme es in absehbarer Zeit zum Umweltgau; und Ferres als wie Shannon hätten hieran eine Quasimitschuld oder so. Ja und dass zwischen diesen Zwei'n durchaus auch Sexuelles schwabern könnte, muss - um all dem intellektuellen Unfug etwas Menschlich-Erdverbundenes abzugewinnen - stillschweigend vorausgesetzt sein; es führt letztlich aber nicht dazu, all diese blödsinnigen Ungereimtheiten, die uns das Herzog-Buch zumutet, glücklich zu kaschieren...

Jedenfalls: Der Obergeiselnehmer stellt die Lieblingsgeisel schlicht vor eine Probe - setzt sie mir nichts dir nichts in der Salzseewüste aus; und (hast du's nicht gesehen) werden ihr sogleich zwei kleine Jungen beigesellt, um die sie sich während der Probezeit halt kümmern oder sorgen soll; alles, was man zum Überleben braucht, ist ebenfalls vorhanden, prima, ja: "Ich bin ein Star, holt mich hier raus!"

Das Brüderpaar Danner Ignacio & Gabriel Marquez Arancibia spielt die zwei blinden Jungen = Hauptattraktion des seichten Films (neben den sehenswerten Kameraeinstellungen von Peter Zeitlinger).




Plötzlich Vater-Mutter-Kind: Veronica Ferres, Michael Shannon und das blinde Brüderpaar Danner Ignacio & Gabriel Marquez Arancibia in Salt and Fire | (C) Camino Filmverleih

Bobby King - 8. Dezember 2016
ID 9732
Weitere Infos siehe auch: http://www.saltandfire-film.de


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