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Filmromanze

Love Rosie – für immer vielleicht



Bewertung:    



Die Buchvorlage Für immer vielleicht – Where Rainbows End verkaufte sich alleine in Deutschland mehr als 1,2 Millionen Mal. Cecelia Ahern schrieb ihren zweiten Roman nur ein paar Monate nach ihrem Erstlingswerk P.S. Ich liebe dich. Dieses Buch war ein weltweiter Erfolg, die Verfilmung mit Hilary Swank und Gerard Butler mit Gesamteinnahmen von gut 150 Millionen Dollar ebenfalls. Dabei schrieb Ahern ihren ersten Roman mit 21 Jahren und ihren zweiten mit 22 Jahren. Letzterer galt aufgrund der Mail- und SMS-Sprache als schwierig zu verfilmen und muss gezwungenermaßen deutlich von der Buchvorlage abweichen, ohne allerdings die Grundstimmung zu verändern, was allen Beteiligten ein Anliegen war.

Rosie Dunne (Lily Collins) und Alex Stewart (Sam Claflin) sind seit ihrer Kindheit die besten Freunde. Sie wohnen in der Nähe, gingen zur selben Schule und verbringen den Großteil ihrer Freizeit miteinander. Freundschaften zwischen einer Frau und einem Mann sind häufig schwierig. Auch in diesem Fall. Denn beide lieben einander ohne es sich einzugestehen. Sie kommen einfach nicht zusammen. Alex kommt mit Bethany (Suki Waterhouse) zusammen, und Rosie wird von ihrem One-Night-Stand mit Greg (Christian Cooke) schwanger. Alex trennt sich von Bethany, zieht aber zum Studieren von England nach Boston, während Rosie ihm alles verschweigt. So erfährt er erst von Bethany, die Rosie zufällig traf, dass diese ein Kind hat. Können die beiden jemals zueinander finden?



Rosie (Lily Collins; rechts) und Alex (Sam Claflin) sind seit ihrer Kindheit beste Freunde. | © Constantin Film Verleih GmbH


Die Geschichte ist erstklassig umgesetzt. Love Rosie ist ohne Übertreibung eine der besten romantischen Komödien der letzten Jahre. Das liegt vor allem daran, dass vergleichsweise wenige Klischees bedient werden und die Charaktere liebevoll und warmherzig gezeichnet sind. Der Film hat seine ganz eigene, angenehme Stimmung und lässt den Zuschauer das gleiche Gefühlschaos durchleben wie seine Protagonisten. Deshalb ist der Film anrührend, bewegend, lustig, traurig, menschlich und interessant. Beachtlich ist auch, wie es dem deutschen Regisseur Christian Ditter (Wickie auf großer Fahrt, Vorstadtkrokodile 1 + 2, Französisch für Anfänger) in seiner ersten englischsprachigen Produktion gelingt, die einzelnen Handlungsstränge zu verweben und sich keinen Schnittfehler zu erlauben.



Rosie (Lily Collins) im Mutterglück. | © Constantin Film Verleih GmbH


Getragen wird Love Rosie dabei von seinen überragenden Hauptdarstellern Lily Collins (Love Stories, Blind Side, Priest) und Sam Claflin (The Riot Club, Die Tribute von Panem: Catching Fire, Fluch der Karibik: Fremde Gezeiten). Beide spielen exzellent und man merkt, dass die Chemie zwischen beiden stimmt.

Lily Collins hatte in den letzten Jahren oft in Filmen mitgespielt, die relativ schwach waren, ohne dass sie dabei enttäuschte. Beispiele sind der völlig zu Recht gefloppte Blockbuster Chroniken der Unterwelt – City of Bones, aber auch Atemlos – Gefährliche Wahrheit, der enttäuschte und der bestenfalls durchschnittliche Spieglein, Spieglein. Allerdings war Love Stories eine der stärksten romantischen Komödien der letzten Zeit. Warum dieser Film nie im Kino lief, ist ein großes Mysterium. Hier spielt Collins nun ihre zweite großartige Rolle in einer Romanze und dürfte sich damit etabliert haben. Mit Ditter zusammen dreht sie How to be Single, der 2015 in die Kinos kommen soll.

Sam Claflin ist im Moment einer der aufstrebendsten Jungschauspieler. Der 28-Jährige spielte Nebenrollen in großen Blockbustern wie Fluch der Karibik: Fremde Gezeiten (als Missionar) und dem Konkurrenzfilm zu Spieglein, Spieglein, Snow White and the Huntsman (William, Sohn des Herzogs) mit. Wirklich bekannt wurde er als Finnick Odair in Die Tribute von Panem – Catching. Auch in den beiden Fortsetzungen Mockingjay 1 + 2 wird er zu sehen sein. Mit seiner Filmauswahl lag Claflin bisher ausgesprochen gut und konnte seine Wandlungsfähigkeit bereits mehrfach unter Beweis stellen. So auch hier.

Flankiert werden die beiden Jungstars von Tamsin Egerton (4.3.2.1, Grand Piano, The Look of Love), der starken Jaime Winstone (We Want Sex, Boogie Woogie, Wild Bill), Tochter von Ray Winstone und auch Art Parkinson (Game of Thrones, Dracula Untold) ist in einer kleinen Rolle zu sehen.



Wichtiges Telefonat: Rosie (Lily Collins) und ihre beste Freundin Ruby (Jaime Winstone) lauschen aufmerksam. | © Constantin Film Verleih GmbH


Der einzige Schwachpunkt ist die Kameraführung. Diese ist zwar wie gewünscht nahe am Geschehen dran, ruckelt aber immer wieder extrem, was an einigen Stellen störend auffällt.
Umso besser sind die herrlichen Landschaften. Gedreht wurde unter anderem in Dublin und Toronto. Dazu sind die Locations erstklassig ausgestattet. So sind die Orte ein Genuss. Auch die poppige, stimmige Musikuntermalung trägt einen nicht unwesentlichen Teil zur Feel-Good-Atmosphäre bei.

Starke Romanze mit berührender Geschichte und einem perfekt harmonieren Hauptdarstellerpaar.


Stefan Bröhl - 29. Oktober 2014
ID 8206

Post an Stefan Bröhl



 

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