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Rezension


„Mission Impossible – Phantom Protokoll“ (USA 2011)

Regie: Brad Bird

Starttermin: 15. Dezember 2011

Die Bilder des explodierenden Moskauer Kreml erinnern an den realen Anschlag auf das World Trade Center in New York 2001. Dieses Szenario macht deutlich, wie schwer dieser Terrorakt wiegt und die daraus resultierenden diplomatischen Verwicklungen, vor allem weil der gerade aus einem ungarischen Gefängnis befreite Geheimagent Ethan Hunt (Tom Cruise) „zufällig“ im Kreml eingedrungen ist, um mal eben ein paar wichtige Geheimdokumente zu stehlen. Ging aber schief, denn ein Unbekannter (Michael Nyqvist) ist dem Meisteragenten immer ein Stück voraus. Nun werden Ethan Hunt und sein Team auch noch fälschlicherweise dieses Anschlags beschuldigt und müssen, auf sich allein gestellt, ihre Unschuld beweisen. Denn der amerikanische Präsident hat aufgrund der politischen Brisanz „Phantom Protokoll“ angeordnet: Der amerikanische Geheimdienst kennt die Agenten nicht mehr, hat sie nie gekannt und wird ihnen auch nicht helfen. Ihre Verfolgungsjagd rund um den Globus führt sie von Russland nach Vancouver, Dubai und Mumbai, wo es zu spektakulären Stunts und Actionszenen kommt. Ethan Hunt klettert das mit 828 Metern höchste Gebäude der Welt in Dubai, den Burj Khalifa, an der Glasfassade hoch und besteht eine Verfolgungsjagd durch einen riesigen Sandsturm. Der 49-jährige Tom Cruise hat, wie bisher, die Stunts selber durchgeführt.

Ethan Hunt (Tom Cruise) soll an der Außenwand vom Burj Khalifa klettern. Computer-Experte Benji Dunn (Simon Pegg) ist skeptisch © Paramount Pictures Germany
Meistens ist es ja so, dass in einem vierten Teil schon die Luft heraus ist und die Zuschauer nur noch einen warmen Aufguss der Vorläufer bekommen, was bei „Mission Impossible – Phantom Protokoll“ erfrischend anders ist. Denn es ist, je nach Standpunkt, der beste der vier Filme. Neben immer noch einigen sinnfreien Actionszenen und Verfolgungsjagden haben die Figuren dieses Mal mehr Tiefe, nicht dass sie das schon zu Charakteren machte, aber immerhin. Die Dialoge sind besser und reichhaltiger als bisher. Und es gibt etwas Neues: Eine gewisse Portion Selbstironie und Humor.

Man mag Tom Cruises schauspielerisches Talent und seine Führungsposition bei Scientology kritisch sehen, aber er versteht es, talentierte Teams und Schauspieler zusammenzustellen, bei „Mission Impossible – Phantom Protokoll“ fungiert er auch als Produzent. So wurden Paula Patton, Simon Pegg und Jeremy Renner mit den Rollen des Teams besetzt, mit dem Tom Cruise mal wieder die Welt retten muss. Simon Pegg spielt erneut Benji Dunn, einen genialen Computer-Techniker, der immer wieder an die Grenzen der Technik stößt. Schon zu Anfang des Films, wenn er per Computertechnik die Gefängnistüren öffnet, um Ethan Hunt zu befreien, brilliert der Brite Pegg, der in seiner Heimat ein gestandener Komiker ist, mit amüsantem Spiel. Der Schwede Michael Nyqvist spielt den Bösewicht, der im Kreml Codes gestohlen, mit denen er eine Rakete auf die USA abschießen will, um damit einen neuen Weltkrieg auszulösen. Das müssen Ethan Hunt und sein Team unter allen Umständen verhindern.

Erstaunlich ist auch der Umstand, dass mit Brad Bird ein Regisseur verpflichtet wurde, der sich bislang nur mit Animationsfilmen einen Namen gemacht hat, darunter „The Incredibles“ (2004) und „Ratatouille“ (2007). In seinem ersten Realspielfilm kann er locker Schritt halten mit den Regisseuren der Vorläufer, Brian de Palma, John Woo und J. J. Abrams. Technisch gesehen ist „Mission Impossible – Phantom Protokoll“ auf dem neuesten Stand. Solides Popcorn-Kino mit hervorragenden Darstellern, darunter Anil Kapoor („Slumdog Millionär“) und einem wohltuend zurückgenommenen Alleskönner-Agenten Ethan Hunt alias Tom Cruise.


Helga Fitzner - 17. Dezember 2011
ID 00000005546

Weitere Infos siehe auch: http://www.missionimpossible-film.de





 

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