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Feuilleton


Kinostart: 16.07.2009

Harry Potter und der Halbblutprinz (USA 2009)

Regie: David Yates

FSK: Ab 12

Wenn Harry Potter (Daniel Radcliffe) vorher gewusst hätte, wer der Halbblutprinz ist, hätte er das Buch...

Aber fangen wir von vorne an. Das sechste Schuljahr auf der Zauberschule Hogwarts ist das ungewöhnlichste von allen bisherigen. Die Rückkehr des dunklen Lords Voldemort hat zur Folge, dass die Welt der nicht-magischen Muggels und auch die Zauberwelt in Angst und Schrecken versetzt wird. Der Schulleiter, Professor Dumbledore (Michael Gambon), hat die Hogwarts-Schule in einen Hochsicherheitstrakt verwandelt. Der hält der entfesselten Macht des Bösen zwar stand, aber Harry und seine Schulfreunde Ron (Rupert Grint) und Hermine (Emma Watson) haben eine besorgniserregende Beobachtung gemacht. Ihr Mitschüler Draco Malfoy (Tom Felton) scheint in die Riege der schwarzen Magier aufgenommen worden zu sein, und Draco sitzt mitten unter ihnen in Hogwarts. Ein Maulwurf?


Tom Felton als Draco Malfoy


Unterdessen wurde Harry Potter von Professor Dumbledore in ein Geheimnis eingeweiht. Dieser will Professor Horace Slughorn (Oscar-Gewinner Jim Broadbent) als Lehrer an die Schule holen, weil dieser früher einmal Tom Riddle, den jetzigen Anführer des Bösen, Lord Voldemort, unterrichtet hat. Slughorn hält eine Erinnerung an Riddle zurück. Diese ist aber wichtig, um Voldemort vielleicht doch noch besiegen zu können. - So entwickelt sich Harry zum vermeintlichen Streber. Professor Slughorn unterrichtet fortan das Fach Zaubertränke, in dem Harry sich zum Überraschungs-Genie entwickelt. Das liegt aber vor allem an einem alten Schulbuch über Zaubermixturen, in das ein früherer Schüler reichlich Kommentare hineingeschrieben hat, die die Zauberrezepte verbessern. Harry ist von den Ergebnissen fasziniert und wird magisch von dem Buch angezogen.

Eines Tages erfährt Harry von Professor Slughorn, was der dunkle Lord Voldemort alias Tom Riddle von ihm wissen wollte. Er interessierte sich für Horkruxe. Diese sind in der Welt der weißen Magier tabuisiert, weil man zur Herstellung eines Horkrux’ einen Menschen töten muss. Es geht dabei um die Unsterblichkeit der Seele, selbst wenn der Körper vernichtet ist. Es stellt sich heraus, dass Voldemort seine Seelenanteile gleich in mehreren Horkruxen „ausgelagert“ hat. Selbst wenn er getötet wird, kann er durch die erhaltenen Seelenanteile immer wieder einen neuen Körper bilden, ist also praktisch unzerstörbar.

Für Professor Dumbledore und Harry ist klar, dass es nicht ausreicht, Voldemort zu bekämpfen, was an sich schon so gut wie unmöglich ist. Die Horkruxe müssen als solche erkannt, gefunden und zerstört werden. Da Voldemort ein mächtiger Magier ist, hat er die Gegenstände, die seine Seelenanteile enthalten, natürlich gut versteckt und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen getroffen.
Professor Dumbledore gibt sich bei der Suche nach Horkruxen in Lebensgefahr. Als einer der machtvollsten weißen Magier gehört er zu den wenigen wirkungsvollen Gegnern des dunklen Lord. Der einzige Zauberer, der nach den Prophezeiungen noch dazu in der Lage wäre, ist gerade mal 17 Jahre alt: Harry Potter.
So mutig Harry in der Vergangenheit gegen Voldemort gekämpft hat, so feige ist er, wenn es um die Liebe geht. Er traut sich nicht, Ginny seine Liebe zu gestehen. Und da Ginny Rons kleine Schwester ist, wäre der als sein bester Freund so und so nicht begeistert. Auch die schlaue Hermine scheint fast hilflos ihren Gefühlen – ausgerechnet für Ron - ausgeliefert zu sein und Ron merkt nichts, aber auch gar nichts. Der lässt sich stattdessen von anderen Mädchen umschwärmen und sogar abknutschen. So dreht sich das Karussell der pubertären Gefühle, während außerhalb von Hogwarts die Welt der Macht des Bösen zu erliegen droht.


Szenenbild


Einzig Draco Malfoy hat andere Interessen als das andere Geschlecht. Er versucht das Verschwindekabinett zu reparieren, einen magischen Schrank, der als Portal für das Eindringen der Todesser in die Hogwarts-Schule dienen soll. Der Auftrag ist klar: Die Vernichtung Professor Dumbledores. Harrys Verdacht gegen den verhassten Professor Snape (Alan Rickman) scheint sich zu bestätigen, als der sich in einem Kampf auf Leben und Tod gegen Professor Dumbledore wendet. Von ihm erfährt Harry auch, wer der Halbblutprinz ist...

Sowohl im Buch als auch im Film laufen im sechsten Teil viele Fäden zusammen, die in den Vorläufern schon angelegt waren. Erst jetzt werden entscheidende Teile des Puzzles zusammengefügt. Entsprechend düster und gedämpft hat Regisseur David Yates die Atmosphäre gehalten. Die Schüler stehen an der Schwelle zum Erwachsenwerden. Sie müssen eine Entscheidung treffen, bei der ihnen niemand helfen kann. Für welche Seite entscheiden sie sich? Lassen sie sich von der Macht des Bösen überwältigen und einschüchtern oder kämpfen sie um das Gute? Wen nehmen sie sich zum Vorbild? Welche Rolle spielen insbesondere die Väter oder väterlichen Freunde dabei? Inwieweit sind sie schon in der Lage, eigene Entscheidungen zu treffen? Wie schwer tragen sie an der Last einer fast zerstörten Welt, die ihnen die Erwachsenen so hinterlassen haben? Stellt diese Zeit des Umbruchs gar eine Herausforderung dar, die es in dieser Form noch nie gegeben hat? Und müssen die Jugendlichen deshalb Wege finden und gehen, für die ihnen kein Erwachsener als Vorbild dienen kann, weil noch niemand diesen Weg zuvor gegangen ist?

Die Verfilmung des siebten und letzten Buches wird in zwei Teilen vorgenommen. Dort können wir Harry, Ron und Hermine noch ein Stück auf ihrem schwierigen Weg begleiten.


Helga fitzner - red / 21. Juli 2009
ID 4372
„Harry Potter und der Halbblutprinz“ (USA 2009)
Regie: David Yates
Starttermin: 16.07.2009


Regie: David Yates (Regie auch bei „Harry Potter und der Orden des Phoenix“)
nach der gleichnamigen Romanvorlage von J. K. Rowlings
Drehbuch: Steve Kloves
Produktion: David Heyman und David Barron

Mit Danny Radcliffe als Harry Potter
Rupert Grint als Won Weasley
Emma Watson als Hermine Granger
Tom Felton als Draco Malfoy
Michael Gambon als Professur Albus Dumbledore
Alan Rickman als Professor Severus Snape
Jim Broadbent als Professor Horace Slughorn

Ohne Ralph Fiennes als Lord Voldemort, der aber trotzdem allgegenwärtig ist.

Weitere Infos siehe auch: http://harrypotter.warnerbros.de/site/mainsite/index.html





 

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