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Rezension


Tatort im Ersten, 20. März 2011, 20:15

"Mord in der ersten Liga" © NDR 2010

Maria Furtwängler als Lotte Lindholm


Charlotte und Sohn David freuen sich auf ein spannendes Fußballderby - Bild: NDR/Marc Meyerbröker

"Nach einer wichtigen Partie wird der Profi-Fußballer Kevin Faber tot am Ufer eines Sees aufgefunden – erschlagen. Eine Tat im Affekt oder ein geplanter Mord? Charlotte Lindholm ist erschüttert: Nur wenige Stunden vor seinem Tod hat Faber ihrem Sohn David im Stadion ein Autogramm gegeben.

Schon bald verfolgt die Kommissarin mehrere Spuren: Hatte Faber mit einem kritischen Interview seine Fans vor den Kopf gestoßen, war der Mord eine Abrechnung von Hooligans? Welche Rolle spielt Fabers Kollege und engster Freund Ben Nenbroock – war Nenbrook eifersüchtig auf seinen erfolgreichen Freund, der eine glänzende Karriere vor sich hatte? Und wie sah das Privatleben Fabers aus, lebte er wirklich glücklich mit einer Frau zusammen?"
(Filmplot auf http://www.daserste.de/programm/tvtipp.asp?datum=20%2E03%2E2011)


David bekommt ein Autogramm seines Lieblingsspielers Kevin Faber - Bild: NDR/Marc Meyerbröker

Schon bald verfolgt die Kommissarin mehrere Spuren. Sie befragt Jan Liebermann - Bild: NDR/Marc Meyerbröker

... und sieht sich auch im Büro von Hannover96-Fan Paul Näter um - Bild: NDR/Marc Meyerbröker


Eigentlich ging es in diesem neuen TATORT nicht nur so um den ermordeten Fußballer Kevin, sondern auch (und also eigentlich!) um seinen Kickerkumpel sowie langjährigen Freund mit Namen Ben (genial und glaubwürdig gespielt von Schauspieler Luk Pfaff): Ja, Ben ist nämlich - bis zum Schluss des Filmes - ungeoutet schwul und hatte/hat daher ein riesen menschliches Problem von wegen "Homosexualität im Fußball" oder so... und daher also - und nicht etwa, weil mich dieses Thema Fußball auch nur annähernd interessieren würde; nein, denn eigentlich geht mir das kindischste der Männerthemen ganz und gar am Arsch vorbei - hatte mich dieser Film am Ende auf das Sentimentschwangernste eingefangen und berührt.

Die schönste Szene ist dann auch die fast utopisch anmutende Schlussszene:

Ben outet sich in einer Pressekonferenz als schwul und bittet die Nation, ihm diese "Abart" (sag' ich jetzt mal derart flapsig) zu vergeben und ihn an den Leistungen des Fußballers und nicht des homosexuellen Manns zu messen usw. usf. Und er betritt den Rasen, und die Zehntausenden Fans jubeln ihm zu... Jawohl! / Auch unser Lotten-Kommissar (betörend-blond gegeben von Maria Furtwängler) jubelt da kräftig mit; sie ist mit ihrem Fußballfan & Söhnchen dort, aber ihr Grund da mitzujubeln ist vielleicht ein etwas anderer, denn - plötzlich sieht sie ein paar Stadionsitze neben sich den Journalisten Jan (sensibel-supermaskulin: Benjamin Sadler) hocken, der nun doch nicht, so wie tags zuvor noch angekündigt, sich nach Afrika wegflüchtete - - sondern die nächste Nacht mit Lotte Liebe machen sollte... stellte ich mir jedenfalls so vor.

Es gab schon Grauenhafteres in puncto TATORT zu bekritteln.


Bobby King - red. 20. März 2011
ID 00000005112
TATORT: "MORD IN DER ERSTEN LIGA" (ARD, 20.03.2011)
Rollen / Darsteller:
Charlotte Lindholm ... Maria Furtwängler
Paul Näter ... Fritz Roth
Ben Nenbrook ... Luk Pfaff
Jan Liebermann ... Benjamin Sadler
Jochen Krämer ... Alexander Simon
Direktor ... Jens Schäfer
Leo Biller ... Alexander Held
Regie: Nils Willbrandt
Buch: Harald Göckeritz
Kamera: Jens Harant
Musik: Stefan Will

Weitere Infos siehe auch: http://www.daserste.de/tatort


E-Mail an Bobby King



 

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