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Sendedatum: 17. Oktober 2005 um 0.05 Uhr im ZDF - in der Reihe ‚Das kleine Fernsehspiel’

Der Ketchup-Effekt (Hip Hip Hora!)

Schweden/Dänemark 2004

Regie: Teresa Fabik

Ihre ersten Erfahrungen mit Jungs hat sich die 13jährige Sofie (Amanda Renberg) anders vorgestellt. Auf einer Party mit den angesagtesten Jungen der Schule überschätzt sie sich selbst und betrinkt sich bis zur Bewusstlosigkeit. Am nächsten Tag tauchen kompromittierende Fotos von ihr auf. Sie ist dort mit ihrem Slip über dem Kopf in seltsamen Stellungen zu sehen. Der Skandal in der Schule ist groß. Ihre beiden besten Freundinnen wenden sich schließlich von ihr ab, da sie immer mehr zur Schulhure abgestempelt wird. Ihr alleinerziehender Vater ist mit der Situation überfordert. Da er außerdem noch Musiklehrer an Sofies Schule ist, betrifft ihn die Angelegenheit doppelt. Sofie steht tiefe Ängste und Depressionen durch und hegt Selbstmordgedanken.


Sofie (Amanda Renberg) und ihre Freundin Emma (Linn Persson) betrinken sich auf ihrer ersten großen Party


Die Lage spitzt sich derart zu, dass Sofie zwei Wahlmöglichkeiten bleiben. Kneift sie und geht von der Schule ab, oder sagt sie der Jungs-Clique den Kampf, allen voran, dem Rädelsführer „Mouse“?

„Der Ketchup-Effekt“ ist der erste abendfüllende Spielfilm der schwedischen Nachwuchsregisseurin Teresa Fabik, die 1976 im schwedischen Södertälje geboren wurde. Ihr Debütfilm avancierte 2004 zu einem der erfolgreichsten Kinofilme in Schweden und wurde u. a. auf dem Internationalen Filmfestival in Göteborg ausgezeichnet.
Das sensible und schonungslose Portrait einer Heranwachsenden mit all ihren Nöten, sexuellen Bedürfnissen, Sehnsüchten und Exzessen wird vom intensivem Spiel der jungen Hauptdarstellerin Amanda Renberg getragen. Wie in Ayse Polats „En garde“ wird das Versagen der Erwachsenen thematisiert, vor allem aber der Druck, den sich die Jugendlichen untereinander machen. Die Jugendlichen müssen schwierige Balance-Akte zwischen Anpassung und Selbstbehauptung durchstehen. Da ihre Mutter jung gestorben ist, hat Sofie keine weibliche Bezugsperson, an der sie sich orientieren oder von der sie sich abgrenzen kann. Dieses Defizit ist aber in ihrem Fall eine Chance. Sie kann sich selbst neu erfinden. Mit „Mouse“ hat sie zwar einen Gegner, der ihr physisch überlegen ist, aber vielleicht ist Sofie ihm ja an Witz und Zivilcourage gewachsen...


Helga Fitzner - red. / 11. Oktober 2005
ID 2060
Montag, 17.Oktober 2005, 0.05 Uhr

Spielfilm Schweden/Dänemark 2004, 91', OmU
Buch und Regie: Teresa Fabik
Kamera: Pär M. Ekberg
Schnitt: Sofia Lindgren
Ton: Bo Persson, Martin Dahl
Produktion: Filmlance International AB, in Koproduktion mit Sandrew Metronome International AB, Wildfield AB, CineStar Rental AB, Thura Film A/S, Kinoproduction OY, unterstützt durch das Schwedische Filminstitut, Finnische Filmförderung, Dänisches Filminstitut

Besetzung:
Sofie - Amanda Renberg Krister
Sofies Vater - Björn Kjellman
Amanda - Ellen Fjæstad
Emma - Linn Persson
Sebbe - Filip Berg
Mouse - Marcus Hasselborg


Weitere Infos siehe auch:






 

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