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BERLINALE


Trübsinnige Filme, aber gute Stimmung auf den BERLINALE-Empfängen

63. BERLINALE



Lockruf des Geldes

Nicht nur in den Kinos kann die BERLINALE mal wieder eine Rekordnachfrage verzeichnen, auch die meisten der Premierenpartys oder Empfänge platzen aus allen Nähten. Der Mitteldeutsche Medienförderung-MDM der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, dessen Etat jüngst um 1,2 Millionen Euro erhöht wurde, hat sich schon vor Jahren gegen den Ansturm gewappnet und lädt zur Halbzeit etwas abseits des Festivalgeschehens in den ehemaligen Postbahnhof am Ostbahnhof. Im Zwischengeschoss des imposanten Baus können die vielen hundert Gäste unbeschwert ihren Small-Talks nachgehen, ohne ständig Gefahr zu laufen, dass die Antipasti auf ihren Anzügen statt auf den Tellern landet.

Traditionell fördert die MDM viele Koproduktionen mit osteuropäischen Partnern, darunter war im letzten Jahr der neue Film des serbischen Regisseurs Srdan Golubovic, der mit seinem Team beim Empfang vorbeischaute. Sein Drama über eine Episode während des bosnischen Bürgerkriegs, Circles, läuft im FORUM und wurde von der Kritik hochgelobt. Keine Zeit für einen Besuch hatte hingegen das deutsch-amerikanische Team von The Grand Budapest Hotel. Die vom MDM und einer Tochterfirma von Studio Babelsberg koproduzierte Tragikomödie unter der Regie von Wes Anderson (Moonrise Kingdom) wird derzeit in Görlitz gedreht. Dafür konnte MDM-Geschäftsführer Manfred Schmidt die Berliner Erfolgsproduzentin Regina Ziegler und die Regisseure Detlev Buck (Die Vermessung der Welt), Carsten Fiebeler (Sushi in Suhl) und Bartosz Werner (Preußisch Gangstar) begrüßen.

Eigentlicher Stargast des MDM-Treffens war Saskia Rosendahl, die in diesem Jahr als deutscher Shooting Star für die Berlinale ausgewählt wurde. Hat die zierliche Schauspielerin den Rummel um ihre Person und den tagelangen Interview-Marathon gut überstanden? „Es war schon sehr anstrengend, aber dadurch dass wir zehn Shooting Stars waren, konnten wir uns gegenseitig überstützen. An meine Kolleginnen und Kollegen werde ich vor allem zurückdenken, wenn die Berlinale geschafft ist“, sagt die Neunzehnjährige, die gleich mit ihrer ersten Rolle im Nachkriegsdrama Lore2012 schlagartig berühmt wurde.

Dass die australische Regisseurin Cate Shortland einen so ungewöhnlichen Film drehen würde, konnte Saskia Rosendahl nicht ahnen, da sie noch keine Erfahrung am Set hatte. „Ich war mir überhaupt nicht sicher, dass Schauspielerin der richtige Beruf für mich sein würde“, sagt Rosendahl, die in ihrer Geburtsstadt Halle vom Kinderballett kommt und sich eher versuchsweise bei einer Agentur gemeldet hat. Dass sie für einen Film ausgewählt wurde, der von Australien für die „Oscar“-Nominierung vorgeschlagen wurde, und dann zum Shooting Star erkoren wurde, erscheint Rosendahl manchmal noch wie ein Traum. Es ist der sympathischen und bodenständig wirkenden Nachwuchsschauspielerin zu gönnen, dass der Traum noch lange anhält.

Den nächsten Film hat Saskia Rosendahl bereits abgedreht: Zusammen mit Sylvester Groth, Marie Bäumer und Marc Waschke wird sie Ende März in einem ungewöhnlichen Viereck-Beziehungsdrama, Zum Geburtstag, im Kino zu sehen sein, dass der Franzose Denis Dercourt (Das Mädchen, das die Seiten umblättert) mit Unterstützung der MDM an verschiedenen Orten in Sachsen-Anhalt gedreht hat. Nur Carla Juri, Shooting-Star aus ihrem Heimatland, der Schweiz, hat auf dieser Berlinale noch mehr Aufmerksamkeit bei den deutschsprachigen Journalisten erfahren als Rosendahl: Die junge Frau mit der frechen, blonden Kurzhaarfrisur stand kürzlich in Berlin als Hauptdarstellerin in der Verfilmung des schlüpfrigen Bestsellers Feuchtgebiete von Moderatorin Charlotte Roche unter der Regie von David F. Wnendt (Die Kriegerin) vor der Kamera.




Die zwölf Shooting-Stars aus den verschiedenen Ländern der EU-Filmpromotion wurden vor der Aufführung von Richard Linklaters Before Midnight auf der Bühne vorgestellt: Ethan Hawke (Before Midnight), Laura Birn (Finland), Ada Condeescu (Romania), Christa Thèret (France), Saskia Rosendahl (Germany), Nermina Lukac (Sweden), Carla Juri (Switzerland), Arta Dobroshi (Republic of Kosovo), Jasmila Žbanić, Alba Rohrwacher, Bettina Brokemper, Jina Jay, Thierry Chèze and Julie Delpy. Zweite Reihe v. l. n. r.: Jure Henigmann (Slowenia), Mikkel Boe Følsgaard (Denmark) and Luca Marinelli (Italy) Deutschlands - Foto (C) Markus Nass


Max-Peter Heyne - 16. Februar 2013 (3)
ID 6574

Weitere Infos siehe auch: http://www.berlinale.de


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