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Tatort


Tatort im Ersten, 2. Dezember 2012, 20:15

"Todesschütze" © MDR 2012

Buch: Mario Giordano und Andreas Schlüter / Regie: Johannes Grieser


Von einer Gegenüberstellung erhoffen sich die Hauptkommissare hilfreiche Erkenntnisse zur Ergreifung der brutalen Schläger - Foto (C) MDR/Junghans


"Auf ihrem nächtlichen Heimweg werden Anne und René Winkler von drei jungen Männern attackiert und brutal zusammengeschlagen. Die Polizisten Rahn und Maurer bemerken diesen Überfall und kümmern sich um die beiden Opfer. Die weglaufenden Täter aber können sie nicht erkennen oder fassen.

Eva Saalfeld und Andreas Keppler beginnen an den Aussagen der Polizeikollegen zu zweifeln, als sich herausstellt, dass einer der verdächtigen Jugendlichen, die anhand der Beschreibung Winklers identifiziert wurden, der Sohn von Rahn ist. Dass ein Vater seinen Sohn decken will, könnten sie nachvollziehen, aber dass auch sein Kollege Maurer keinen der Jugendlichen erkannt hat, scheint ihnen nicht glaubwürdig. Schweigt er aus falsch verstandener Freundschaft?

Der Dienststellenleiter legt für seine Polizisten die Hand ins Feuer. Die Jugendlichen schweigen hartnäckig und haben ihre Alibis sorgfältig untereinander abgesprochen – ohne Tatzeugen können Saalfeld und Keppler ihnen nichts nachweisen. Als Frau Winkler an den Folgen der Gewaltattacke stirbt, versucht der verzweifelte Ehemann, der sich von der Polizei im Stich gelassen fühlt, das Recht in die eigene Hand zu nehmen. Die Gewalt breitet sich aus."


(Filmplot auf http://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/tatort/sendung/2012/todesschuetze-100.html)



Die Situation eskaliert: Die Jugendlichen Marcel, Tobias und Robin treten voller Hass auf das Lehrerehepaar René und Anne Winkler ein - Foto (C) MDR/Junghans

René Winkler bedrängt Philip Rahn, doch bitte endlich etwas gegen die Jugendlichen zu unternehmen - Foto (C) MDR/Junghans

René Winkler versucht mit Waffengewalt ein Geständnis von den Jugendlichen zu erzwingen - Foto (C) MDR/Junghans



Stefan Kurt also (als René Winkler) sieht dann, spätestens nachdem Natascha Paulick (als René's Frau Anna) an den Folgen ihrer Schwerstverletzungen verstirbt, knallrot und will die Schlägertypen, die er selbst aufspürt, durch Selbstjustiz zur Strecke bringen...

Ohnehin knallt uns dieser bedrückend-hoffnungslose MDR-Tatort (Drehbuch von Mario Giordano und Andreas Schlüter) aufs Knallharteste den Spiegel vors Gesicht: Was tun, wenn du als Einzelner in eine Bus/Bahn-Pöbelei mit einem Mal verwickelt wirst und die zwei Pöbler (mindestens wird/müsste eine der Parteien - Pöbler gegen Vollgepöbelte - "rein" zahlenmäßig in der Überzahl dann sein) Gewalt androhen oder, wie in diesem Tatort (mit 2 Vollgepöbelten vs. 3 Pöblern), nachgerade aufs Brutalste ausüben? Nach Sichtung dieses Tatort jedenfalls will Einem schon dann die Zivilcourage ein für allemal vergehen; nackte Überlebensangst obsiegt.

Antonio Wannek, Vincent Krüger, Jonas Nay spielen diese drei Schlägertypen; und den ganzen Film über hofft man aufs Sehnlichste, dass sich dann, hoffentlich, Jemand in dieser Filmgeschichte aufschwingt, diese jugendlichen Bestien für den Mord an eine Schwangere (denn Anne Winkler hätte in fünf Monaten ein Kind zur Welt gebracht, wie nachträglicher Weise zu erfahren ist) sehr deutlich zu bestrafen, also: hinzurichten - und so funktioniert halt ARD-Katharsis.

Martin Wuttke (Hauptkommissar Keppler) und Simone Thomalla (Hauptkommissarin Saalfeld) wühlen haupt- und nebensächlich innerhalb des polizeilichen Getriebes - einer von den potenziellen Tätern ist nämlich der leibhaftige Sohn von Wotan Wilke Möhring (Phillip Rahn); ja und es stellt sich ferner raus, dass jener Sohn-Schützer - wie alle Anderen im filmisch vorgeführten L. E.-Polizeirevier - seinen/ihren Dienst lax und unbissig ausüben, was die prinzipielle Ursache von einem prinzipiellen Nichtergreifen oder Nichtverfolgen jugendlicher Straftäter, die (lt. des Films) die Polizei letztfolglich gar erpressen konnten, war und ist. Das wiederum fanden wir Zuschauer dann schon ein bisschen kurz geschlossen.

O wie bin ich froh, von L. E. einstmals in die Hauptstadt umgezogen zu sein.

Hä?


Bobby King - 2. Dezember 2012
ID 00000006415
TATORT: "TODESSCHÜTZE" (ARD, 02.12.2012)
Regie: Johannes Grieser
Buch: Mario Giordano und Andreas Schlüter
Kamera: Wolf Siegelmann
Musik: Jens Langbein und Robert Schulte Hemming
Besetzung:
Hauptkommissarin Eva Saalfeld ... Simone Thomalla
Hauptkommissar Andreas Keppler ... Martin Wuttke
René Winkler ... Stefan Kurt
Anne Winkler ... Natascha Paulick
Phillip Rahn ... Wotan Wilke Möhring
Tobias Rahn ... Jonas Nay
Ulrike Rahn ... Carina Wiese
Marcel Degner ... Antonio Wannek
Robin Franke ... Vincent Krüger
Peter Maurer ... Rainer Piwek
Frauke Maurer ... Winnie Böwe
Kriminaltechniker Menzel ... Maxim Mehmet


Weitere Infos siehe auch: http://www.daserste.de/tatort


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