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Tatort


Tatort im Ersten, 6. Januar 2013, 20:15

Machtlos © rbb 2013

Buch und Regie: Klaus Krämer


Ritter und Stark besprechen sich in der Einsatzzentrale - Foto (C) ARD/rbb



"Der neunjährige Benjamin Steiner ist aus der Wohnung seines Musiklehrers entführt worden. Die beiden Kommissare Till Ritter und Felix Stark werden von Einsatzleiter Baumann als Kontaktpersonen für die Eltern eingesetzt. Linda und Hermann Steiner verbringen bange Stunden voller Angst, bis sich der Entführer endlich meldet: Eine DVD zeigt das entführte Kind bei guter Gesundheit. Das Lösegeld soll in zwei Teilen übergeben werden..."

(Vollständiger Filmplot auf http://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/tatort/sendung/machtlos-06012013-100.html)



Benjamin Steiner schaukelt in seinem Garten - Foto (C) ARD/rbb

Der Vater des entführten Benjamin nimmt seine Ehefrau tröstend in den Arm - Foto (C) ARD/rbb

Der Entführer Uwe Braun versucht, Kontakt zu seinem Sohn Michael aufzunehmen - Foto (C) ARD/rbb



Autorenfilm-Qualität hatte der erste rbb-Tatort in diesem Neuen Jahr - er stammte aus der Feder von Klaus Krämer (Buch/Regie) und wurde mit unaufgeregten, völlig unzittrigen Nahbildern des Kamermamannes Ralph Netzer in Berlin gedreht; hieß schlicht und einfach Machtlos.

Edgar Selge - früher mal ein Polizeiruf 110-Beamter - spielte einen einzelgängerischen Aussteiger mit aktivistischem sozialen Touch. Den ersten Teil "seines" für die Entführung eines Bänkersprösslings von den Eltern (dieses Bänkersprösslings) ausbedungnen Lösegelds verstreute er - nach polizeilich live verfolgter und gefilmter Übergabe - robinhoodhaft auf dem Alexanderplatz, um sich gleichsam danach, sofort-umgehend, festnehmen zu lassen. Sein Sozialengagement entpuppte und entpuppt sich freilich als nicht sonderlich sozial, wenn er als Preis für den noch ausstehenden zweiten Teil "seines" erpresserischen Lösegelds den Bänkersprössling - einen armen kleinen Jungen von vielleicht gerade mal acht Jahren oder so - verdursten und verhungern lassen wollen würde...

Vorgeschichtlich war es nämlich so, dass der Erpresser früher (weit noch vor der sog. Wende) ein Erfinder mit Patent und Firmengründer mit Erfolg gewesen war und - für die eigne Expandierung - frisches Bankgeld brauchte, das ihm auch die Bank, bei der er es belieh, ganz widerspruchslos gab - - aber (Parole "Wende") gab es (nach der sog. Wende) plötzlich ein Problem mit jener Bank und er und Bank verloren nun ihr Geld und führten einen jahrelangen Rechtsstreit, den dann Robin Hood verlor und seither als Hartz IV-Empfänger lebte; alles das erfuhr der Fernsehzuschauer aus dem berufnen Mund von Ulrich Voß, der Selges damaligen Anwalt spielte.

Zehn Millionen Euro wollte der Erpresser und zudem freies Geleit; ein "Zeichen setzen" nannte er seine beabsichtigte aktivistische Aktion - - Boris Aljinowic/Dominic Raacke (die zwei rbb-Ermittler) hatten es also mit einem absoluten Sonderling zu tun, auf dessen unberechenbare Psyche keinerlei "Ermittlungs-Muster" passen wollten; und das Leben Mika Nilson Seidels (jenes Bänkersprösslings) stand nun mal, und ungeachtet all dem Psycho-Zeugs dieses fürwahr interessanten Täters, rettungswürdig voll im Mittelpunkt - ein blauer Polizeihubschrauber flog dann schließlich zu dem bis zuletzt von Selge unverratenen Versteck, und Mika war gerettet!!!

Fast nur Dialoge wies der Film aus; keine Billigaction, nichts dergleichen.

Geht also auch ohne Krach und Knallerei.


Bobby King - 7. Januar 2013
ID 6468
TATORT: "MACHTLOS" (ARD, 06.01.2013)
Buch und Regie: Klaus Krämer
Kamera: Ralph Netzer
Musik: Christine Aufderhaar
Besetzung:
Till Ritter ... Dominic Raacke
Felix Stark ... Boris Aljinovic
Weber ... Ernst-Georg Schwill
Uwe Braun ... Edgar Selge
Frau Steiner ... Lena Stolze
Herr Steiner ... Horst-Günter Marx
Benjamin ... Mika Nilson Seidel
Michael Braun ... Jakob Walser
Jo Schelling ... Sabin Tambrea
Herr Belling ... Ulrich Voß
Baumann ... Rainer Sellien
Frau Mayer ... Siir Eloglu
Frau Weinert ... Katerina Poladjan
M. Schneider ... Peter Atanassow
K. Schmidt ... Katrin Hansmeier
Streifenpolizistin ... Antje Widdra

Weitere Infos siehe auch: http://www.daserste.de/tatort


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