Filme, Kino & TV
Kunst, Fotografie & Neue Medien
Literatur
Musik
Theater
 
Redaktion, Impressum, Kontakt
Spenden, Spendenaufruf
Mediadaten, Werbung
 
Kulturtermine
 

Bitte spenden Sie!

KULTURA-EXTRA durchsuchen...

TATORT

Tatort im Ersten, 13. April 2014, 20:15

Der Hammer © WDR 2014

Buch und Regie: Lars Kraume


Professor Boerne und Kommissar Thiel sind dem Serienmörder auf der Spur, Thiel schlüpft ins Superheldenkostüm - Foto (C) WDR/Martin Menke


"Diese Leiche fiel vom Himmel: Als Kommissar Thiel am Tatort eintrifft, steht der Busfahrer, der Dr. Wolfgang Öhrie beinahe überfahren hätte, noch unter Schock. Der einflussreiche Bauunternehmer war in seinem Büro mit einem Hammer erschlagen und aus dem Fenster auf die Straße gestürzt worden.

Öhries Firma ist verantwortlich für ein sehr umstrittenes Bauprojekt in Münster: Denn viele vermuten, dass es sich bei der geplanten Waikikioase nicht um ein herkömmliches Wellness- und Erlebnisbad, sondern um ein riesiges Bordell handeln wird. Es gibt auch bereits eine Bürgerbewegung, die massiv gegen den 'Groß-Puff' demonstriert. Besonders lautstark meldet sich bei dem Protest der Aktivist Gunnar Roth zu Wort. Da wird einem Münsteraner Parkhaus der Zuhälter Bruno Vogler erschlagen. Wieder ist ein Hammer die Mordwaffe, weiß der Rechtsmediziner Prof. Boerne.

Doch das von den Überwachungskameras im Parkhaus aufgezeichnete Video sorgt für eine Überraschung: Der Täter ist maskiert. Er tarnt sich als Superheld. Und es gibt Anzeichen dafür, dass ein dritter Mord unmittelbar bevorsteht. Inszeniert sich der Täter als Kämpfer für Gerechtigkeit?"



(Vollständiger Filmplot auf http://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/tatort/sendung/tatort-muenster-der-hammer-100.html)



"Der Hammer" treibt noch immer sein Unwesen in der Stadt - Foto (C) WDR/Martin Menke

Und die Tests sind erfolgreich: Hält Professor Boerne endlich das Tatwerkzeug in den Händen? | Foto (C) WDR/Martin Menke

Aber liefert die Comic-Reihe Kommissar Thiel tatsächlich einen Hinweis auf den Täter? | Foto (C) WDR/Martin Menke


Im schönen Münsterland soll (und zudem auf Weidefläche oder so) ein Riesenpuff gebaut werden. Der würde sich dann Wellness-Center nennen und - weswegen er vom Landratsamt genehmigt worden war - erkleckliche Gewerbesteuersummen abwerfen. Da gehen freilich dann die Münsterländer auf die Straße, um dagegen lautstark aufzumotzen; auch Claus D. Clausnitzer, der Vater Axel Prahls, der seit dem Serienbeginn unfernbar in dem Münsterländer TATORT als versüfft-gestylter Ewig-Hippie mitmischt, demonstriert natürlich kräftig mit - - soweit der interfamiliäre Hintergrund zum Film Der Hammer, dessen aberwitzig-kriminalkomisches Buch von Regisseur Lars Kraume, der den Streifen dann auch aberwitzig-kriminalkomisch in Szene setzte, stammt.

"Der Hammer" ist die Koseform für einen einzelgängerischen Serienkiller, der sogleich zum Filmanfang in einem Bus mitfährt und, wie der Busfahrer, Zeuge von einem urplötzlich von oben Runterkrachenden, der von dem Bus dann quasi flunderplatt gefahren wird, trotz Notbremse, geworden ist; für Freunde des Theaters (Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz) unschwer zu erkennen: Milan Peschel.

Milan Peschel (als "Der Hammer") hat sich also in dem Film so eine Batmanstrumpfhose mit Sackschutz angezogen und ist, später dann, die ganze Zeit über vermummt. Man sieht ihn, wie er einen Bösen in der Tiefgarage justament zur Strecke bringt, ihn mit 'ner Spritzpistole Säure ins Gesicht spritzt und mit einem Hammer eine Art von letztem Gnadenstoß verpasst; der Böse war ein böser Bauherr - jedenfalls mitschuldig, dass im schönen Münsterland der Riesenpuff gebaut sein soll..

Am Schluss erfahren wir etwas von dem sozialen Hintergrund der wohl "gerechten" Batman-Tat, denn: Peschel, schon seit einem Dutzend Jahren arbeitslos und ziemlich krank (weil er so husten muss), kann halt sein eignes Häuschen, wo er schon so lange lebt, nicht mehr verkaufen, weil der Kaufwert - wegen des verrucht geword'nen Baulandes - zum Nullwert schrumpfte; aber mit dem Geld, was er vielleicht für dieses Häuschen hätte kriegen können, hätte er wahrscheinlich ab dem Tag ein schöneres, besseres Leben führen können als bisher.

Schuld waren/sind also die Anderen, und daher mussten/müssen Auserwählte hierfür sterben.

Das kann freilich überhaupt nicht gut gehen - und Peschel springt Hals über Kopf am Schluss vom Baukran, wohin er sich flüchtete, und sagt kurz vorher noch, "Herr Kommissar, ich hab' ja Flügel"

Ableben auf Lyrisch.


Bewertung:    


Bobby King - 13. April 2014
ID 7752
TATORT | Der Hammer (ARD, 13.04.2014)
Buch und Regie: Lars Kraume
Kamera: Jens Harant
Musik: Christoph M. Kaiser und Julian Maas
Besetzung:
Frank Thiel ... Axel Prahl
Prof. Karl-Friedrich Boerne ... Jan Josef Liefers
Nadeshda Krusenstern ... Friederike Kempter
Wilhelmine Klemm ... Mechthild Großmann
Silke Haller "Alberich" ... Christine Urspruch
Herbert Thiel ... Claus D. Clausnitzer
Gunnar Roth ... Rolf Peter Kahl
Hausmeister ... Yusuf Erdugan
Obdachloser ... Carsten Dittert
Busfahrer ... Ernst Reimann
Baumarktchef ... Rolf Dennemann
Bruno Vogler ... Frank Zander
"Der Hammer" ... Milan Peschel


Weitere Infos siehe auch: http://www.daserste.de/tatort


Post an Bobby King



 

FILM Inhalt:

Rothschilds Kolumnen

BERLINALE

DOKUMENTARFILME

DVD

EUROPÄISCHES JUDENTUM IM FILM
Reihe von Helga Fitzner

FERNSEHFILME

HEIMKINO

INTERVIEWS

NEUES DEUTSCHES KINO

SPIELFILME

TATORT IM ERSTEN
Gesehen von Bobby King

UNSERE NEUE GESCHICHTE


Bewertungsmaßstäbe:


= nicht zu toppen


= schon gut


= geht so


= na ja


= katastrophal

 


Home     Datenschutz     Impressum     FILM     KUNST     LITERATUR     MUSIK     THEATER     Archiv     Termine

Rechtshinweis
Für alle von dieser Homepage auf andere Internetseiten gesetzten Links gilt, dass wir keinerlei Einfluss auf deren Gestaltung und Inhalte haben!!

© 1999-2024 KULTURA-EXTRA (Alle Beiträge unterliegen dem Copyright der jeweiligen Autoren, Künstler und Institutionen. Widerrechtliche Weiterverbreitung ist strafbar!)