Filme, Kino & TV
Kunst, Fotografie & Neue Medien
Literatur
Musik
Theater
 
Redaktion, Impressum, Kontakt
Spenden, Spendenaufruf
Mediadaten, Werbung
 
Kulturtermine
 

Bitte spenden Sie!

KULTURA-EXTRA durchsuchen...



Tatort


Tatort im Ersten, 18. Dezember 2011, 20:15

"Der Weg ins Paradies" © NDR 2011

Drehbuch und Regie: Lars Becker


Batu (Mehmet Kurtulus) gelingt es, in den Kreis der Terroristen aufgenommen zu werden. - Bild: NDR/Hannes Hubach

"Sein neuer Auftrag führt Cenk Batu mitten in islamistische Kreise: Batu soll in Hamburg eine terroristische Zelle infiltrieren, die – wie BKA und Geheimdienste bereits wissen – ein verheerendes Attentat in der Hansestadt plant. Zeitpunkt und Ziel des Anschlags sind jedoch nicht bekannt.

Batu soll den geplanten Terrorschlag vereiteln und den Al-Qaida-Kontakt der Gruppe ausfindig machen. Getarnt als radikaler Moslem, lernt Batu alias Taylan den intelligenten Chef der Zelle kennen, einen deutschen Konvertiten, Christian Marschall. Dieser ist extrem misstrauisch, doch es gelingt Batu, in den Kreis der Terroristen aufgenommen zu werden. Er hat jedoch nicht nur mit dem Misstrauen der Terroristen zu kämpfen.

Das BKA unter der Führung von Hans-Peter Oswald hat die Kontrolle über die Mission übernommen. Selbst Cenks Chef Kohnau ist offensichtlich nicht in alle Details und Hintergründe der Operation eingeweiht."



(Filmplot auf http://www.daserste.de/tatort/sendung.asp?datum=18.12.2011)



Sein neuer Auftrag führt Cenk Batu mitten in islamistische Kreise. - Bild: NDR/Hannes Hubach

Getarnt als radikaler Moslem, lernt Batu alias Taylan den intelligenten Chef der Zelle kennen. - Bild: NDR/Hannes Hubach

Uwe Kohnau, Oswald und Kollegen beobachten Cenk über den Monitor. - Bild: NDR/Hannes Hubach


Mehmet Kurtulus als Batu muss sich - ganz am Anfang dieses neuen TATORT aus der Hansestadt - von Martin Brambach als dem BKAler Osswald sagen lassen, dass er von zentraler Stelle als für diesen neuen und Spezialfall ideal-prädistiniert befunden worden ist aufgrund des Folgenden: Er wäre halt ein Moslem, er lebt halt allein, und kein Mensch würde also auf ihn warten... Worauf Mehmet sich dann Einen antrinkt und - bei der Gelegenheit - Anna Bederke als Gloria kennenlernt und sozusagen zu sich abschleppt...

Daraufhin kündigt er seine Wohnung; ja und Anna, die ihn ein paar Tage darauf dort besuchen will, findet das Alles schon sehr merkwürdig und zieht sich, traurig zwar, doch herzensungebrochen flott wieder zurück.

Ja und da ist der Mehmet auch schon mittendrin in diesem unheimlichen Zirkel al-qaida-naher deutschstämmiger Konvertiten, die in einem höher'n Auftrag sozusagen einen Terroranschlag planen und auch durchzuführen willens sind. Allen voran fällt so Ken Duken als ein deutscher Reichensohn und amtlich ausgewiesener Vorzeigeintellektueller mit IQ-Wert 150 auf; er ist der Kopf der Zelle, und er kriegt natürlich gleich von Anfang an hundertprozentig mit, dass Mehmet dann nicht/niemals Der ist oder Der sein kann, für den er sich dann unter falschem Pass und falscher Vita ausgibt.

Das macht die Geschichte freilich spannend bis zum letzten Augenblick.

Am Schluss fährt dann ein Hansebus durch Hamburg, und in diesem Hansebus sitzt Murali Perumal als Akbar und hat eine Bombe, deren Zeitzünder schon tickt, im Rucksack auf dem Schoß. So sollte dann der Anschlag - und als Coup des Konvertiten Christian Marshall - ganz entgegen der Erwartung von dem Mehmet und dem ihn verfolgenden/beschützenden Großaufgebot des BKA verändernd enden; eigentlich war ja die Sprengung eines ganzen Hochhauses geplant - - jetzt also "nur noch" Bus.

Nein, gottlob kommt kein Mensch zu schaden.

Eine Stelle in dem Film - wo Ken (mit IQ 150) seinen Vater und die Schwester letztmalig besucht - bleibt irgendwie dann haften: Denn der Vater sagte, dass sein Sohn doch früher eigentlich dann viel geweint hätte; vor allem als er zu 'ner Faschingsfeier nicht sein Kleines-Muck-Kostümchen anzieh'n wollte; und dann sieht man Ken - vor Mehmet - furchtbar weinen, und der Ken tut uns dann plötzlich furchtbar Leid.

So kurzgeschlossen lässt sich heutzutage also Islamismus nacherklären.

Tristan Seith als Batu-Vorgesetzter Sperling jedenfalls hat es, den ganzen Film hindurch, mit dumpf-voreingenommenen Resentiments der quasi vorgeführten Deutschen so vor anderen Kulturkreisen schlechthin zu tun...


Bobby King - red. 18. Dezember 2011
ID 5548
TATORT: "DER WEG INS PARADIES" (ARD, 18.12.2011)
Drehbuch und Regie: Lars Becker
Kamera: Hannes Hubach
Musik: Stefan Wulff und Hinrich Dageför
Besetzung:
Cenk Batu ... Mehmet Kurtulus
Uwe Kohnau ... Peter Jordan
Christian Marshall ... Ken Duken
Oswald ... Martin Brambach
Rolfpeter Sperling ... Tristan Seith
Gloria ... Anna Bederke
Akbar ... Murali Perumal


Weitere Infos siehe auch: http://www.daserste.de/tatort


Post an Bobby King



 

FILM Inhalt:

Kulturtermine
TERMINE EINTRAGEN

Kurzmeldungen

BERLINALE

DOKUMENTARFILME

EUROPÄISCHES JUDENTUM IM FILM
Reihe von Helga Fitzner

FERNSEHFILME

FEUILLETON
Beiträge zu Film und Festivals

INTERVIEWS

NEUES DEUTSCHES KINO

SPIELFILME

TATORT IM ERSTEN
Gesehen von Bobby King

UNSERE NEUE GESCHICHTE


Bewertungsmaßstäbe:


= nicht zu toppen


= schon gut


= geht so


= na ja


= katastrophal

 


Home     Impressum     Autorenverzeichnis     FILM     KUNST     LITERATUR     MUSIK     THEATER     Archiv     Termine

Rechtshinweis
Für alle von dieser Homepage auf andere Internetseiten gesetzten Links gilt, dass wir keinerlei Einfluss auf deren Gestaltung und Inhalte haben!!

© 1999-2017 KULTURA-EXTRA (Alle Beiträge unterliegen dem Copyright der jeweiligen Autoren, Künstler und Institutionen. Widerrechtliche Weiterverbreitung ist strafbar!)

Webdesign und -programmierung by Susanne Parth, bplanprojekt | www.bplanprojekt.de