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TATORT

Morde in der

Oper Köln



Die Schöpfung-TATORT aus Köln | Bild: WDR/Bavaria Fiction/Thomas Kost

Bewertung:    



Bundesweit (und wahrscheinlich auch weit darüber hinaus) hatte und hat es sich herumgesprochen, dass die OPER KÖLN seit mittlerweile 12 Jahren (!) saniert wird, und immer wieder zog es sich um ein weiteres Jahr in die Länge, und immer wieder war da was, weswegen das denkmalgeschützte Haus am Offenbachplatz nicht wiedereröffnet werden konnte, Pannen über Pannen; und der sprichwörtliche Kölner Klüngel halt etc. pp. Nun soll es diesen Herbst endlich soweit sein, dass dann die Gewerke von der Ausweichspielstätte im Staatenhaus an ihre alten Arbeitsstätten zurückkehren und die erste Premiere im neuen alten Haus stattfinden kann - mal sehen, ob das wirklich klappt...

Zeit genug - so dachte sich in den vergangenen anderthalb Jahren der WDR - einen passenden Tatort in beiden Gemäuern, also der Baustelle am Offenbachplatz sowie der Ausweichspielstätte im Staatenhaus, zu drehen - Die Schöpfung heißt er (Buch: Wolfgang Stauch), und in ihm findet das Folgende dann statt:


"Der Opern-Intendant Darius Henning [Stephan Grossmann] ist außer sich. Mitten in den Endproben für die Premiere von Joseph Haydns 'Die Schöpfung' wird in seinem Haus eine schockierende Entdeckung gemacht: Elli Zander, eine Mitarbeiterin der Requisite, wurde erschossen aufgefunden. Sie trägt ein Kleid aus dem Kostümfundus. Und ihr Körper wurde drapiert – wie für eine Opern-Inszenierung. Als Rüstmeisterin war Elli Zander auch verantwortlich für die Kammer mit Waffenattrappen der Oper. Tatsächlich fehlt dort eine Schusswaffe. Eine erste Spur führt die Hauptkommissare Max Ballauf [Klaus J. Behrendt] und Freddy Schenk [Dietmar Bär] zum Countertenor David Deycks. Doch er ist unauffindbar. Da geschieht ein zweiter Mord..." (Quelle: presse.wdr.de)


"Willi" (Aljoscha Stadelmann), der vor seiner Ermordung als Schuhmacher hinter den Kulissen arbeitete, war daneben auch Hobby-Musiker und komponierte eine Rockoper in Metal-Manier - diese wollten die zuerst und also vor ihm Ermordete (Ines Lutz), die auch eine gute Alt-Stimme hatte, sowie die an Alkoholismus laborierende Sopranistin Valerie (Hannah Schiller) als auch der irgendwie ziemlich verhaltensgestörte Countertenor David Deycks (Marcel Jacqueline Gisdol) bald aufführen, und dahingehend probten sie heimlich auf der inzwischen vollständig funktionierenden Hauptbühne der neuen alten Oper; das war dann selbstverständlich illegal, aber Eva (Katja Bürkle), die langjährige Elektrikerin des Hauses, sorgte immer wieder dafür, dass das Quartett ungehindert auf die Baustelle gelangen konnte, sie fungierte nämlich auch als "stellvertretende Projektleiterin für den Wiedereinzug".



Eva Krüger (Katja Bürkle) führt die Kommissare Ballauf und Schenk durch Werkstatt und Lager der Interimsspielstätte. | Bild: WDR/Thomas Kost


Und jetzt kommt's:

Eva war die richtige Mutter von David, der versehentlich (?) von Valerie mit einer hinter ihrem Rücken scharf gemachten Theaterpistole erschossen wurde; sie hatte ihn als Vierzehnjährige geboren und musste ihn daher ans Kölner Jugendamt "abgeben" - das Kind wurde zu gegebener Zeit von der Künstlerin Anita Deycks (Judith Engel) adoptiert, welche wiederum mit dem immer verhaltensgestörteren Heranwachsenden wenig anzufangen wusste usw. usf.

Jaja, ich komme endlich zum Punkt:

David liebte Eva, aber Eva liebte David nicht zurück, und weil dem so war, wollte David sterben, und also sollte die von ihm unsterblich Geliebte ihn töten, so inszenierte er es, und so geschah's. Aber Eva wollte das nicht hinnehmen, und also richtete sie die andern beiden, die sie für den Tod ihres Sohnes (der letztendlich von seiner wahren Mutter überhaupt nichts wusste) mitverantwortlich machte, hin; das alles kam dann erst so kurz vor Filmschluss raus.

Nein, hat das irgendwer verstanden?

Verknotete Geschichte, muss schon sagen.

*

Immerhin: Es spielte sich in der OPER KÖLN ab, und der dort ansässige Chor sowie das Gürzenich-Orchester, lieferten den musikalischen Backround mit diversen Schnipseln aus der Haydn-Schöpfung und der gleichnamigen Inszenierung aus der Spielzeit 2024/25.
Bobby King - 10. Januar 2026
ID 15641
Weitere Infos siehe auch: http://www.daserste.de/tatort


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= katastrophal

 


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