Extrem
miese
Typen
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Sie haben Namen-POLIZEIRUF 110 aus Rostock| Bild: NDR/Boris Laewen
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Bewertung:
"Vor den Toren der Stadt findet eine Anglerin die Leiche einer vermutlich minderjährigen Prostituierten aus Osteuropa. Die namenlose junge Frau wurde vor ihrer Ermordung gefoltert. Tatort soll eine Feriensiedlung gewesen sein, die dem ehemaligen Kampfsportler, Zuhälter und Unternehmer Heiko Mischke gehört. Um die Identität der Namenlosen zu klären und die Verantwortlichen für ihre Ermordung zu finden, tauchen die beiden Kommissarinnen König und Böwe tief in das System der Ausbeutung in deutschen Bordellen ein. Die Ermittlerinnen kämpfen darum, Gerechtigkeit für das Opfer zu erlangen, und stoßen im Laufe der Ermittlungen auch auf Natasha. König und Böwe müssen feststellen, dass die junge Frau tief drinsteckt in dem Verbrechen um die namenlose Tote." (Quelle: NDR)
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Im neuen POLIZEIRUF 110 aus der Warnowgegend geht es um extrem miese und v.a. frauenfeindliche Typen, allen voran den sich durch sein Prostituiertengeschäft stinkreich "emporgearbeiteten" Heiko Mischke (Sönke Möhring) sowie seinen korrupten Anwalt Bastian Hoyer (Christian Erdmann). Beide sterben - völlig zurecht - eines unnatürlichen Todes: Mischke wird von seinem dienstuntergebenen Zuhälter Petko (Liliom Lewald) abgeknallt, Hoyer durch seine ihn hassende Ehefrau (Silvina Buchbauer); die Letztgenannte meinte gar, sinngemäß, nachdem sie von unseren beiden Rostocker Lieblingskommissarinnen König & Böwe (Anneke Kim Sarnau & Lina Beckmann) auf frischer Tat aber zuspät ertappt worden war, "ein mieses Arschloch weniger" o.s.ä.
Im Mittelpunkt steht Mischkes "Lieblingsnutte" Natasha, gespielt von Anastasiia Mazhara - die scheint, obgleich sie in früheren Jahren bestialische Demütigungen über sich ergehen ließ, die mittlerweile professionellste ihrer mitleidenden osteuropäischen "Kolleginnen" zu sein, weswegen sie von ihrem Oberluden gezielt auf (auch zu beseitigende) Geschäftsleute resp. -konkurrenten angesetzt wird; doch das alles fliegt halt auf... So war sie auch indirekt an der Ermordung und Ertränkung des zu Filmbeginn aus einem See geangelten Todesopfers beteiligt, einem jungen Mädchen, dessen vorheriges Schicksal Natasha nicht unähnlich vorgekommen sein musste etc. pp.
Viel interessanter und aufschlussreicher sind diesmal allerdings die privaten Querverbindungen unserer beiden Kommissarinnenlieblinge, denn:
Wir erfahren, dass der megakorrupte Staatsanwalt Jan Jürgens (Thorsten Merten) vor etlichen Jahren unsere Melly, als sie erst 16 war, vergewaltigte und sodurch der Vater von Mellys Tochter, mit der die Melly seit Jahren ein gestörtes Verhältnis hat, wurde; und jetzt stellt sie ihm nach und will ihn hiermit konfrontieren, aber irgendwie missglückt ihr Plan.
Und dann erfahren wir noch, dass Annekes Vater Günther Wernicke (Wolfgang Michael) als ehemaliger Stasi-IM eine Täterakte, die seine Tochter beim Bundesarchiv recherchierte, besitzt; und das versetzte, nach so vielen Jahre, beide in allerhöchste Aufregung.
Ansonsten war es ein durch und durch deprimierender Sonntagskrimi.
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Mischke (Sönke Möhring) setzt Natasha (Anastasiia Mazhara) unter Druck. Bild: NDR/Boris Laewen
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Bobby King - 2. November 2026 ID 16127
https://www.ardmediathek.de/polizeiruf-110
Post an Bobby King
TATORT | POLIZEIRUF 110
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