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Fernsehfilm

FÜR IMMER EIN MÖRDER

DER FALL RITTER


Ein gutes Team: Yvonne Weber (Teresa Weißbach) und Frank Wolf (Hinnerk Schönemann) | © Z/Andreas Wünschirs

Bewertung:    



"Mitte der 80er Jahre wird in der Gegend von Eisenach die junge Polizistentochter Doreen Wojcik ermordet. Ihr Freund, der Sänger Konrad Ritter, ein landauf landab bekannter Schwerenöter, ist sofort der Hauptverdächtige, auch wenn er zur Tatzeit kaum am Ort des Verbrechens gewesen sein konnte. Weber und Wolf stoßen in der Akte auf Ungereimtheiten und bei Nachfragen auf eine Mauer des Schweigens. Für alle ist Ritter ein Mörder, trotz eines Freispruchs in einem Wiederaufnahmeverfahren, nur anderthalb Jahre nach seiner Verurteilung. Auch Wolf, der ihn seit seiner Kindheit kennt, hat anfangs kaum Zweifel an seiner Schuld. Erst als er in der Asservatenkammer des Polizeiarchivs in Gotha den von Ritter beschriebenen Folterhocker findet, beginnt er ernsthaft mit den Ermittlungen, von denen sein väterlicher Vorgesetzter Wolfgang Schulte ihn schnell wieder abziehen möchte. Weber und Wolf werden in ihren Ermittlungen behindert. Als sie schließlich auf eine Spur stoßen, die damals nicht weiter verfolgt wurde, und klar wird, wer alles in den Fall verstrickt gewesen ist, wird Weber nach Gotha versetzt und Wolf zu einem Lehrgang nach Münster geschickt. Schließlich hilft ihnen der Zufall: Im Archiv der Gothaer Polizei findet Weber den Mantel der Ermordeten mit auswertbaren Spuren. Eine DNA-Analyse bestätigt den einstigen Verdacht gegen einen Polizeikollegen. Dieser aber ist seit zwei Wochen tot. Nun können die Verantwortlichen im Fall Ritter endlich vorgeladen werden. Doch ist es bereits zu spät?" (Quelle: arte.tv)




Wurde Konrad Ritter (Luca Zamperoni, li.) von Carl André (Max Herbrechter, re.) rechtmäßig verhört? | © Z/Andreas Wünschirs

v.l.: Yvonne Weber (Teresa Weißbach), Frau Michel (Anne-Kathrin Gummich) und Frank Wolf (Hinnerk Schönemann) sind auf der Suche nach den alten Akten. | © Z/Andreas Wünschirs

Wolfgang Schulte (Karl Kranzkowski, li.) versucht seinem Ziehsohn Frank Wolf (Hinnerk Schönemann, re.) ins Gewissen zu reden. | © Z/Andreas Wünschirs



Da hatten wir es also wieder mal mit einem Film der Aufarbeitungsgattung "DDR als Stasi-/Unrechtsstaat" zu tun gehabt, und was den Film v.a. auszeichnete, waren seine gottlob unverbrauchten und noch nie oder wohl allzu selten gesehenen Gesichter - allen voran das fesche deutsch-deutsche Ermittlerteam Teresa Weißbach (als Yvonne Weber) sowie Hinnerk Schönemann (als Frank Wolf)!

Sie kommt lt. des anstrengenden Drehbuchs aus dem Westen; er ist ansässiger Ostler, war dereinstmal als ein schwer erziehbares und (kriminelles?) Heimkind von Karl Kranzkowski (als Wolfgang Schulte) aufgelesen resp. großgezogen worden - jener Übervatertyp zählte und zählt dann allerdings zur (kriminellen!) Vopo- resp. Stasibande, die natürlich herzhaft Dreck am Stecken hatte/hat, ja und weswegen nun der gute Hinnerk so moralisch in das Strudeln kam und kommt, denn: Trotz der eindeutigen und obzwar dann vielzu späten Faktenlage, die nachträglich, also vielzu nachträglich zu dem Unschuldbeweis des Luca Zamperoni (als Konrad Ritter) hätte führen können, hadert unser hin und her gerissner Nachwende-und-Ost-Neupolizist zwischen Privat und Dienst, will sagen: Liefert er den Ziehvater jetzt aus, oder belässt er diesen bis da ungeklärten Fall bei sich??

In DDR-Gefängnissen bzw. Untersuchungshaftanstalten - so erfahren wir - gab's beispielsweise zur Verschärfung von Verhören einen Folterstuhl mit spitzen Schrauben; die Verhörten, die sich darauf setzen mussten, konnten hinterher kaum laufen...

Und auch so vermittelte der Streifen ein authentisch anmutendes Feeling aus der Zeit in Thüringen vor/nach der Wende.


Bobby King - 19. Juli 2014
ID 7967
FÜR IMMER EIN MÖRDER (D 2014)
Regie: Johannes Grieser
Drehbuch: Holger Karsten Schmidt
Kamera: Volker Tittel
Kostüme: Saskia Richter
Musik: Robert Schulte Hemming und Jens Langbein
Szenenbild / Bauten: Peter Bausch
Schnitt: Esther Weinert und Michael Reysz
Mit: Hinnerk Schönemann (Frank Wolf), Teresa Weißbach (Yvonne Weber), Karl Kranzkowski (Wolfgang Schulte), Oliver Stokowski (Lutz Müller), Luca Zamperoni (Konrad Ritter), Katrin Wolter (Doreen Wojcik) u.a.
Erstsendung am 18. Juli 2014, 20:15 Uhr auf ARTE


Weitere Infos siehe auch: http://www.arte.tv/guide/de/050845-000/fuer-immer-ein-moerder/


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