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Rezension

Sophie Dudemaine präsentiert "Cake de Sophie"

Fotos von Christophe Madamour
Gerstenberg Verlag Hildesheim, 2006
ISBN 3-8067-2950-6


Cake de Sophie: "Eine Million Franzosen können sich nicht irren?"

Das Backbuch der ganz besonderen Art von Sophie Dudemaine bietet uns für Frühling, Sommer, Herbst und Winter, pro Monat und Jahreszeit den passenden „Cake“, süß und nussig, salzig, herb und sauer, an.

Eine Million Franzosen können sich nicht irren, behaupten Sophie Dudemaine und der Gerstenberg Verlag, der dieses extravagante, schön bebilderte Backbuch zum Herbst herausbringt.
„Sophies Cake“ reiht sich im Verlagsprogramm bei „Die etwas anderen Kochbücher“ ein. Es überrascht uns mit Speck-Bananen-Cake, Spargel-Pfifferlings-Cake, Cake mit Orangenblüten und Cake mit Schafskäse und Thunfisch.
Alfred Biolek würde warscheinlich sagen, „Hmmmmm,schmeckt sehr interessant“. Aber mal ehrlich: Das Rezept für den Oktober/Herbst „Cake mit Geflügelleber und Pinienkernen“ ist eine Herausforderung für meine(deutschen, spießigen(?), ich gebs ja zu!) Geschmacksknospen.
Italiener und Spanierinnen machen es den Franzosen bereits nach, informiert uns Sophie Dudemaine, die ihr Talent fürs Kochen nicht nur geerbt, sondern auch bei Sterneköchen wie Daguin, Vigato und Faugeron gelernt hat. Auch in Kanada soll man mit großer Begeisterung salzige Cakes und Kuchen mit Schafgeschmack essen. Und von Berliner Cafes und Kneipen hört man ebenfalls von salzigem Kuchenangebot.

Nun sind ja salzige Gebäckvarianten nicht unbekannt im Land des Rinderbraten mit Rotkohl und Klößen. Wir kennen Zwiebelkuchen, Pizza, Brezen und Salzstangen.
Doch wenn Mehl, Eier, Hühnerleber, Pinienkernen und andere Zutaten aus der Nußkuchenbackform als viereckiges Kuchenstück auf dem Goldrandteller liegt, ist es schwer, "herzhaft" zu assoziieren.
„Süß mit Schlagsahnehäubchen“ drängt sich in mein Geschmacksempfinden und weicht einem anderen Rezept nicht ohne weiteres.
Doch Sophie Dudemaine, die aus der Restauration stammt, bäckt ihre „Kuchen“ oder „Cakes“ grundsätzlich in der üblichen Kuchen-Kastenform. Das sind dann Kuchen, wie meine Mutter den Schokonuß, oder Sandkuchen mit Zitronenglasur, bäckt.
Sophie Dudemaine verspricht sogar, dass man garantiert süchtig nach ihren "Cakes" wird. Doch wer will das schon, so eine Suchterkrankung ist ja auch kein Zuckerschlecken.

So bleibt – wie immer – und allem Zweifel zum Trotz nur eins in dieser Sache:
Ausprobieren und sich überaschen lassen! Nur so können Kuchenliebhaberinnen und Liebhaber herzhafter Speisen neue »Kuchenwelten« entdecken.


hilde meier, red-berlin / 11. Oktober 2006
ID 2722
Sophies Cakes
Sophie Dudemaine
160 S., 27 x 20 cm
EUR (D) 19.90 | EUR (A) 20.50 | SFr 34.80
Gerstenberg Verlag, Hildesheim, 2006
Aus dem Französischen von Claudia Steinitz
Fotos voln Christophe Madamour
Durchgehend farbig, geb., Halbleinen
ISBN 3-8067-2950-6


Wenn sie aber weder Backen können, noch wollen, wenn sie kein Kuchenkaiser sind noch eine Bierhimmelkönigin, gibt es in Berlin demnächst eine kleine feine Adresse für die allerbesten Kuchen dieser Welt.

Die Kreuzberger KuchenbäckerInnen
in der Regenbogenfabrik

Lausitzer Str.22
10999 Berlin
Projekt in Planung,ab November 2006 geöffnet


Siehe auch:
http://www.gerstenberg-verlag.de




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