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Rezension

Gabriele und Rolf Froböse: Lust und Liebe - alles nur Chemie?

Weinheimer Wiley-VCH Verlag,
VÖ Juni 2004
ISBN3527308237




Der gemeinsame Orgasmus im Fokus der Forschung

Lange Nächte, dunkle Tage – wer sich die Zeit der Winterdepression etwas versüßen möchte ist mit Sex gut beraten. Doch in Sachen Liebe tun sich die Deutschen nach wie vor schwer. Vorzeitige Ejakulation beim Mann, Orgasmus mit Zeitverzögerung bei der Frau. Muss das alles sein?

Was „Mann“ gegen den vorzeitigen Orgasmus tun kann

Eine Karikatur in der Wochenendausgabe einer Tageszeitung brachte das Thema auf den Punkt: Mann und Frau im Bett. Sie schaut verbiestert drein, während „Mann“ laut ruft: „Ich bin wieder Erster“. Vermutlich ist das Thema „vorzeitiger Orgasmus des Mannes“ so alt wie die Menschheit. Mit der Ausrede „war halt immer so“ sollte „Mann“ das Thema aber nicht ad acta legen. Vielmehr gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, das Erreichen des Gipfels steuern zu können. Medikamentös wird seit kurzem bei vorzeitigem Orgasmus eine neue Medikamenten-Generation mit Erfolg eingesetzt. „Es handelt sich dabei um moderne Antidepressiva, die selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, kurz SSRI genannt“, erklärt der britische Psychiater Professor John R. Gedden von der Universität Oxford. Seinen Angaben zufolge hemmt dieses Präparat gezielt die Wiederaufnahme des Botenstoffes Serotonin aus dem Nervenspalt, so dass letztlich an den Rezeptoren mehr von dem Botenstoff verfügbar ist.

Serotonin ist wiederum der Gegenspieler von Dopamin, welches als „Euphoriehormon“ bei der Ejakulation eine bedeutende Rolle spielt. Ist der Serotonin-Spiegel an den Nervenzellen und Rezeptoren höher, reduziert sich die Wirksamkeit von Dopamin. Somit ist die Reflexbahn für die Ejakulation im Gehirn weniger empfindlich, die Ejakulation setzt verzögert ein.

Frauen sollten „kegeln“

Frauen wiederum können mit einem gezielten Training versuchen, leichter zum Orgasmus zu gelangen. Als hilfreich hat sich unter anderem die „Kegel-Methode“ erwiesen, die mit dem Kegelsport aber nichts zu tun hat. Ursprünglich wurde diese Technik Ende der 40er-Jahre von dem US-amerikanischen Urologen Arnold Kegel entwickelt, um Frauen mit Harninkontinenz zu behandeln. Die auf diese Weise therapierten Frauen gaben neben den Erfolgen in punkto Inkontinenz an, eine vermehrte Empfindungsfähigkeit im Bereich des Genitale zu registrieren und auch den Orgasmus verstärkt zu erleben. Bei den Übungen kommt es darauf an, die Kontrolle über die Beckenbodenmuskulatur zu erlangen. Der Beckenboden wiederum ist ein kompliziertes System verschiedener Muskeln. Diese sind nicht nur beim Urinieren, sondern auch beim Erreichen des Orgasmus von Bedeutung.

Dr. rer. nat. Rolf Froböse / 4. Dezember 2006
ID 2847
Buchtipp:

Wer mehr über das Thema erfahren möchte, dem sei das Buch von Gabriele und Rolf Froböse „Lust und Liebe - alles nur Chemie?“ empfohlen. Es ist im Weinheimer Wiley-VCH Verlag erschienen und kostet EUR 24,90.


Siehe auch:
http://www.froboese.com





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