Im Musée de la
Sculpture en
Plein Air
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Ansicht mit Skulpturen an der Seine | Foto: JN Pettit
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Im fünften Pariser Arrondissement, direkt an der Seine, gibt es ein kleines Skulpturenmuseum im Freien, zwischen Blumen und Kräutern. Ein Ort, an dem Kultur und Natur miteinander im Dialog stehen.
Direkt nebenan liegt der beeindruckende Jardin des Plantes (der Botanische Garten von Paris). Auf der anderen Seine-Seite die Oper Bastille.
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Bei den ausgestellten Arbeiten im Musée de la Sculpture en Plein Air handelt es sich um moderne und zeitgenössische Plastiken, die sich auf 800 Metern am Quai de Saint-Bernard verteilen. Einige Kunstwerke muss man suchen, über andere stolpert man beim Spaziergang.
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Im Musée de la Sculpture en Plein Air: Skulptur im verwucherten Kräutergarten | Bild: JN Pettit
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1980 wurde das Museum im Park der Sängerlegende Tino Rossi eingerichtet. Mittlerweile soll es dort fünfzig Skulpturen aus Stahl, Stein und Bronze - alle haben wir allerdings nicht entdeckt - von zum Teil bekannten Künstlern wie Alexander Archipenko, Jean Arp, Zadkine oder Brancusi geben. Weitere Arbeiten sind von Marta Colvin (*1915), Augustin Cardenas (*(1927), Etienne Martin (1913-1995), Bernard Pagès (*1940) oder Marta Pan (*1923) - nur um ein paar Namen zu nennen.
Der Architekt Daniel Badani hat das Open-Air-Museum im Auftrag der Stadt Paris konzipiert.
Die Pariser haben zwei Plätze in diesem Skulpturen-Areal zum Parkett erkoren. Als wir dort waren, haben gerade drei oder vier Paare getanzt, und man konnte sehen, dass sie das öfters tun. Für die Tänzer und Tänzerinnen haben die Plastiken eine andere Bedeutung. Sie werden kurzerhand als Aufbewahrungsort für Handtaschen und Jacken umfunktioniert. Aber das soll auch so sein. Die Kunstwerke sind harmonisch in die Landschaft an der Seine integriert, spiegeln sich zum Teil im Wasser oder versuchen, von wuchernden Sträuchern und Pflanzen nicht ganz gefressen zu werden. Die Arbeiten stehen nicht nur in Verbindung mit der Natur, sondern auch mit den Menschen. Man darf sie besteigen, berühren und einige lassen sich zuwuchern und werden zur Heimat von Igeln.
Auf der Seine fahren die überfüllten Bateau Mouche vorbei. Die Passagiere allerdings sehen von der Kunst weniger als wir, die Fußgänger.
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Im Musée de la Sculpture en Plein Air: Die getrocknete Hecke, die im Foto zu sehen ist, ist eine Art ökologischer Korridor. Vor allem Igel fühlen sich dort wohl. Foto: JN Pettit
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Es ist ein ausgesprochen angenehmer Spaziergang, der sich beliebig ausdehnen lässt. Bänke zum Ausruhen gibt es auch. Die beste Zeit für einen Spaziergang dort ist sicher am Wochenende, wenn die anderen Pariser Museen von Touristen belagert werden. Einen Eintritt bezahlt man auch nicht für den Besuch dieser kunterbunten und abwechslungsreichen Ausstellungsfläche. Unser Spaziergang hat unter blauem Himmel zu einer sanften Brise stattgefunden.
Anschließend wird ein Besuch des Botanischen Gartens empfohlen.
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Christa Blenk - 12. April 2026 ID 15796
Wikipedia-Link zum Musée de la Sculpture en Plein Air
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