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Bauhaus-Universität Weimar: Webarchiv zu Schiller-Fragment „Die Polizey“ jetzt online
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Studierende der Bauhaus-Universität haben sich im Wintersemester 04/05 mit dem Fragment „Die Polizey“ von Friedrich Schiller beschäftigt. Im Fachkurs unter der Leitung von Katharina Tietze, Mitarbeiterin der Professur Moden und öffentliche Erscheinungsbilder der Fakultät Medien, ist eine Website mit der Adresse http://www.polizey.de entstanden, die Texte zum weithin unbekannten Dramen-Enwurf Schillers enthält. Seit dem 31. Januar ist die Seite online zu erreichen. Sie ist ein Archiv, das verschiedene Zugriffe auf das Fragment ermöglicht: Auf der einen Seite werden verschiedene Varianten und Lesarten des Textes vorgestellt, auf der anderen Seite gibt es Hintergrundinformationen zum Stück und seinem historischen Umfeld.
Die beiden Studentinnen Gundula Ulonska und Ina Jäger haben sich mit der Geschichte des Polizeibegriffs auseinandergesetzt. Birte Schramm hat Schillers Quellen untersucht, vor allem Schillers Bild von Paris - einer Stadt, die er nie besucht hat und die der zentrale Ort im Fragment ist. Die Textbeiträge werden ergänzt durch visuelle Arbeiten: Susann Maria Hempel hat Spuren ihres eigenen Gesichtes zu einem Bild zusammengestellt. Das Webdesign stammt von Tina Barthelmes, die als ornamentalen Rahmen die Tapeten des Schillerhauses in Weimar gewählt hat. Die Seite funktioniert damit wie ein Programmheft zu einer Inszenierung, die es noch nicht gibt.
Gleich drei Inszenierungen des Fragmentes wird es dann aber im Rahmen des Schillerfestivals „Räuber und Gendarmen“ vom 9. Mai bis 19. Juni geben: das Theater Meinigen, das Theaterhaus Jena und eine Schweizer Theatergruppe befassen sich mit dem Entwurf - die Inszenierung zum Heft. Das Webarchiv soll dann kontinuierlich ergänzt werden und dokumentiert die aktuelle Entwicklung des Schillerschen Dramas.
Doch ist dies nur eine der zahlreichen Veranstaltungen der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar im Schillerjahr: Weiter geplant sind ein Zeitungsprojekt während des Festivals und ein Essay-Wettbewerb in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar, dem Deutschen Nationaltheater Weimar und der Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen.
Zum Fragment „Die Polizey“
Auf zehn Seiten skizziert Schiller die Arbeit der Polizey in Paris, Mitte des 18. Jahrhunderts, im Mittelpunkt steht dabei die historische Figur des Polizey-Chefs Argenson. Auf der anderen Seite beschreibt es verschiedene Ereignisse und Vorgänge, die verfolgt, aufgeklärt, beobachtet werden müssen. Schiller hat sich in seinen letzten Lebensjahren zwischen 1799 und 1804 in Weimar immer wieder mit dem Entwurf des Dramas beschäftigt, ohne dass es zur Ausführung kam.
Meike C. Kirchner ID 1597
Für Fragen zum Webarchiv steht Ihnen Katharina Tietze gerne zur Verfügung: katharina.tietze@medien.uni-weimar.de Bei Fragen zum Festival „Räuber und Gendarmen“ gibt Peter Schütz gerne Auskunft: Telefon 03643.90 53 97
Siehe auch:
http://www.schillerfestival.com
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