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Als ich in der Zeitung ein Foto von Bono Vox sehe, dem U2-Sänger, war es mit dem Papst? mit Kofi Annan? mit den Nordiren? Irgendsowas, als ich das Foto sehe von Bono Vox, da denke ich: guck an, so wäre Lennon heute. Später höre ich: "You say you wanna revolution". Ich sehe ein, dass ich mich geirrt habe. Mensch, das Concert for Bangladesh war doch von George Harrison organisiert, nicht von Lennon. Lennon hatte den Rolls Royce gefahren. Lennon war keiner der Gutmenschen, aber er stand trotzdem immer auf der richtigen Seite, das war ja gerade das Überraschende. Lennon war kein Revolutionär, sondern Establishment. Aber er trug diesen Funken Subversion ins Establishment, der stärker zündet als jede Fundamentalopposition: Lennon forderte den Adel auf, mit den Juwelen zu rasseln. Andere wären gar nicht erst aufgetreten. Lennon mietete die Plakatwände während des Kriegs in Vietnam und wünschte frohe Weihnachten. Nur klein, in Klammern: Der Krieg ist aus, wenn du es willst. Dieses Spiel mit den Konventionen machte ihn so gefährlich. Da ist ein kleiner Junge aus Liverpool, der uns frohe Weihnachten wünscht, der bei der Queen zum Tee ist. Und dieser kleine Junge aus Liverpool sagt uns die dreckige Wahrheit einfach so ins Gesicht. |