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Kolumne

Die Berliner

S-Bahn






Die Berliner S-Bahn ist das wichtigste Verkehrsmittel der deutschen Hauptstadt. Sie hat keine nennenswerte Konkurrenz. Ihr Netz erstreckt sich weit bis in die äußersten Bezirke. Und man ist mit ihr, falls man sie nutzt, tatsächlich wohl am schnellsten unterwegs. Millionen Menschen, nicht nur die Berufstätigen, sind dann also auf sie angewiesen. Funktioniert sie nicht, bleiben sie "unversehrter" Weise auf der Strecke, kommen nicht so recht vom Fleck; auch wenn es zeitraubende Möglichkeiten gäbe, auf die Regionalbahn, U-Bahn, Busse und die Straßenbahnen auszuweichen...

Jetzt gabs wieder einmal unverhältnismäßig vielen Schnee. Das war der äußerliche Grund, weswegen die Berliner S-Bahn um den Jahreswechsel hin fast kollabierte - aber das war bloß der äußerliche Grund; die Hauptschuld hatte halt das Wetter.

Freilich wollten sich jetzt die politischen Verantwortlichen unsrer Hauptstadt nicht mit dieser "Notlüge" der Deutschen Bahn AG, die ja die große Supermutter der Berliner S-Bahn ist, zufrieden geben, und so luden sie Herrn Dr. Grube (den Vorstandsvorsitzenden der Deutsche Bahn AG) und drei von seinen Unterbossen vor, dass sie vor dem Verkehrsausschuss der Volksvertreter von Berlin Rede und Antwort stünden.

Diese Sitzung wurde live im RBB gesendet, und sie lieferte ein treffliches sowie entspanntes Bild über das funktionierende / nicht funktionierende Abhängigkeitsverhältnis Wirtschaft-Markt-Gesellschaft und die hilflos-wutspeckernde Aufarbeitung durch die Politik; Frau Junge-Reyer (die Verkehrssenatorin der SPD), die als die Speerspitze der amtierenden Koalition herhalten sollte, meinte gar am Schluss zurecht, an das Gemeinwohl, wie's im Grundgesetz verankert wäre, und an die Reform der Bahnreform erinnern zu müssen usw. usf.

Das Aufschlussreichste dieser Fernsehübertragung waren sicherlich die - von allen Lagern - beigesteuerten sehr faktisch-fachdienlichen Argumente, wonach sich der Mitverfolger dieser öffentlichen Anhörung letztendlich dann sein eig'nes treffliches sowie entspanntes Bild über die Lage insgesamt dann machen konnte; und es fielen Worte und Begriffe wie zum Beispiel: Radscheibe, Achswelle, Bremsanlage, Sandstreuanlage, Antriebsstörung, Enteisungsteam, Gleitschutzsoftware, Abmahnschreiben, Herr Franz, Wegelagerei, Großraumtaxis, Bombardier, hundertzwanzig Millionen Euro, Daseinsvorsorge, Entschädigungsleistung, Zulassungbehörde, 60 neue Züge in Hennigsdorf, Flugschnee, Sandrohr, Arglist, "Wann kommt der nächste Zug?"...

Wir halten fest: Die S-Bahn-Flotte in Berlin hat Züge, die für so "sibirische Verhältnisse" wohl nicht geeignet sind. Und das Problem des witterungsbedingten Ausfalls bleibt - bis neue S-Bahn-Züge (nicht vor 2017!) fahren werden - aktuell.

Früher war Alles besser: Ja, die Uralt-Flotte der Berliner S-Bahn (Baujahr 1927 oder so) verkehrte noch bis in die Neunziger hinein; und da, also mit dieser Uralt-Flotte, gabs nie solche Pannen so wie heute, also mit dem hochsensiblen neuen Zeugs...

Scheißtechnik! Scheißwetter!!



Andre Sokolowski - 10. Januar 2011
ID 4998
http://www.andre-sokolowski.de


soko@kultura-extra.de



 

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