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Bei einem alkoholfreien Bier sprechen wir darüber, dass das FBI kürzlich gestand, John Lennon jahrelang bespitzelt zu haben, er galt als Staatsfeind in den USA. "Und dann schießt der den über den Haufen. Einfach so. das kann doch nicht wahr sein, bei der Liste politischer Morde, die die USA erlebt haben." Dakota-House, Manhattan, ganz nah am Central Park. Mark David Chapman holt sich ein Autogramm, wartet auf Lennon, bis der aus dem Studio wiederkommt, und bringt ihn um. Dafür wandert er hinter Gitter, hinter denen er bis heute sitzt, und gilt als geistesgestörter Musikfanatiker, der sich für Lennon hielt (Version 1980) oder der Lennons Verrat seiner Ideale abstrafen wollte (Version 1990). Klang doch bislang immer plausibel, aber weil mein Gesprächspartner alkoholfrei ist und ohnehin ein nachdenklicher Mensch, der ungern Verschwörungen wittert, lasse ich mir das durch den Kopf gehen. Sean Lennon, der Sohn, sieht das übrigens genauso. Ich einige mich auf den Satz: "Wenigstens wird bei den staatstragenden Geheimdiensten niemand eine Träne vergossen haben, als er 1980 starb." Ja, das lässt sich wohl sagen. |