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Feuilleton


Eine Reise in die Mongolei

Impressionen, erster Teil

Pferde, Mutter, Liebe


Foto: Christine Fischer

Geboren im Sommer...


So mancher mongolische Lebenslauf beginnt mit dieser vagen Zeitangabe.
Zeit ist im grünen Grasland relativ, es besteht kein Zwang einen Termin auf einen Monat, auf einen Tag, oder gar auf eine Stunde, einzugrenzen. Louisa Jebb, Weltreisende in den Orient schreibt 1908 schon zu diesem Thema in ihr Reisetagebuch „...denn die Zeit wartet auf dich und wird ewig warten.“
Auch in der Mongolei, zwischen China und Rußland gelegen, verweilt die Zeit. Dies kann als freundliche Information, oder als Warnung verstanden werden, je nachdem in welcher nervlichen Verfassung sich der oder die Reisende in die Mongolei aufmacht.
Die Sonne geht auf, die Sonne geht unter, dazwischen liegt der Tag. Das ist die ganze Philosophie.
„Können wir mal schnell....“ ist für die meisten Menschen in der Mongolei, vor allem auf dem Land in den unendlichen Steppen, ein unbekannter Satz. Wenn westliche Reisende damit ankommen, deutet ein schüchternes Lächeln an, das sie nicht recht verstehen können, worum es gehen soll.
In der unendlichen Steppe mißt man die Zeit am Sonnenauf- und Untergang, die Armbanduhr ist reines Schmuckstück.


Foto: Christine Fischer


Ausflug nach Zentralasien
Warum Mongolei?


Als ich meinen Bekannten und Freundinnen erzählte, dass ich eine Reise in die Mongolei unternehmen werde, war dies die erste Frage.
„Warum nicht?“ zu antworten wäre das einfachste gewesen. Es hätte auch den Kern der Sache getroffen, genau so wie: „Ich möchte einmal komplett von der westlichen Welt abgeschnitten sein. Ich möchte drei Wochen am Stück Schaffleisch essen, gekocht, gebraten, gegrillt, ungewürzt. Ich möchte tagelang reiten, bis mir der Hintern weh tut. Ich möchte telefonieren wollen. Das Amt hat offen, es gibt ein Telefon, aber keine Verbindung. Da nächste Dorf erreiche ich in fünf Tagen, aufgrund der Zeitverschiebung ist es in Deutschland vier Uhr morgens und meine Freundin freut sich sehr über meinen Anruf.“
Das Unverständnis wäre das gleiche geblieben. Sich selbst und sein soziales Umfeld vernünftig auf eine Mongolei-Reise vorzubereiten ist ein sinnloses Unterfangen. Es gibt nur eine von zwei Möglichkeiten: Entweder man tut es, oder man läßt es.


Foto: Christine Fischer


Klar ist, ich will die endloseste Weite und das grünste Grün sehen, der Stille und der Natur lauschen, das struppige Grasland und die Blumen riechen, Tag und Nacht draußen sein unter einem Sternenfirmament, inmitten von grünem Nichts, reiten: Im Pferde-Traumland Mongolei gibt es sowieso nur eine legitime Art zu reisen: auf dem Pferderücken.

Also - eine Reittour und damit das Wichtigste zuerst: Pferde. Pferde. Pferde.
Gefolgt von der Mutter und der Liebe sind Pferde das allerwichtigste Thema in mongolischen Männergesprächen, in mongolischen Sommerhits sowie bei der Herstellung von Musikinstrumenten wie der Pferdekopfgeige. Und das schon vor 2000 Jahren.
Was thematisch bei Frauen an erster Stelle steht, war in dieser Deutlichkeit nicht in Erfahrung zu bringen. Pferde bedeuten den Mongolen alles, sie nehmen eine ganz besondere Stellung ein. Wenn ein gutes Pferd stirbt, eines, dass sich als Rennpferd verdient gemacht hat, dann kommt der Lama und segnet es. Danach wird es geschlachtet und aufgegessen bis auf den Kopf und die Füsse. Der Kopf kommt auf einen zumeist erhöhten Ehrenplatz, eine Art Pferdekopffriedhof, an dem viele Pferdeschädel liegen.
Die meisten Lieder, alte wie neue, handeln von Pferden, "von dem vierjährigen Pferd, das am besten tanzt". (Transmongolia, Hosoo, Die Stimme aus dem Altai)

Von Reittouren in der Mongolei gibt es verschiedene Varianten, Mongolei-Reise ist nicht gleich Mongolei-Reise.
Eine Reise auf dem Pferd mit dem Zelt als Unterkunft weit draußen in der mongolischen Steppe unterscheidet sich von den noblen Reit-Reisen die gerne von führenden Reiseunternehmen angeboten werden. Dabei wird man mit dem Bus bis vor die Haustür der vollausgestatteten Hotel-Jurte gebracht und reitet täglich ein bis zwei Stunden, in Hotelnähe, auf und ab. Von der Hauptstadt Ulaan Bator und dem Flughafen ist man grade mal 50 km entfernt. Bedenkt man, dass die Mongolei dreimal so groß ist wie Deutschland, hat man nur „Mongolei-Splitter“ gesehen.
Deshalb lieber eine richtige Reise in die Mongolei.

Foto: Christine Fischer


Kurt Tucholsky sagte einmal, als deutscher Tourist im Ausland stehe man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen müsse, oder ob schon andere deutsche Touristen dagewesen seien. Im Hovsgöl-Gebirge, im Selenge-Tal, im Orchon-Tal und in der Wüste Gobi waren schon Deutsche.

Denn biss-Reisen, der „faire“ Reiseanbieter in Berlin ist Spezialveranstalter für landeskundliche Aktivreisen und bietet seit 1985 verschiedene Touren in die Mongolei an. Geleitet von einheimischen ReisebegleiterInnen begibt man sich auf abenteuerliche Aktivreisen, je nach Gusto, in die Wüste Gobi, an die sibirische Grenze zu den Schamanen und Schamaninnen in das Hövsgöl-Gebirge am gleichnamigem See, in die Flußtäler der Selenge und des Orchons - und neuerdings auch auf dem Kamel durch die Wüste Gobi.
Echte, umweltschonende Alternativ-Angebote mit
Abenteuer all inclusive!


Hilde Meier - red.-berlin / 18. Juni 2006
ID 00000002460
www.biss-reisen.de

biss-Reisen, Der neue Katalog 2006
Seit 1985 Spezialveranstalter für landeskundliche Aktivreisen
Reit-und Fahrradreisen, Rundfahrten in der Mongolei:
Selenge-Tal, Hövsgöl, Orchon-Tal, Wüste Gobi, Kamel-Tour, Kamtschatka-Treekking
www.biss-reisen.de/aktivreisen/kamtschatka-trekking.html
www.biss-reisen.de/aktivreisen/mongokamel.html
www.forumandersreisen.de
www.atmosfair.de

Weitere Infos siehe auch: http:///www.biss-reisen.de






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