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Feuilleton

William Shakespeare

Wie Es Euch Gefällt


Shakespeare Company Berlin

v.l.n.r: Markus Fennert, Tjadke Biallowons (hinten), Alexandra Surer; (C) Marcus Lieberenz


Der Berliner Theatersommer gehört traditionell William Shakespeare. Mehrere Bühnen bieten z.T. open air Produktionen des Meisters an. Unter ihnen die Shakespeare Company, deren Ehrgeiz weit genug geht, in Berlin ein Globe theatre bauen zu wollen, in dem ihre Produktionen regelmäßig gespielt werden können. Noch aber spielen sie in einem Zelt, das an der East Side Gallery in Friedrichshain aufgebaut steht, direkt an der Spree, direkt hinter der Mauer, direkt am Ostbahnhof.

Dieses Jahr gibt e4s neben der Neuproduktion \"Der Sturm\" die Wiederaufnahme des letzjährig erfolgreich gespielten \"Wie es euch gefällt\". Ein heiteres Stück um mehrere Liebespaare, die im Wald und bei Schäfern zueinander finden. Man frage nicht nach Dramaturgie oder innerer Logik der Handlung, da war der Meister sehr großzügig mit sich. Entsprechend bietet sich das Stück als Material für allerlei Späße an. In der Tradition des Volkstheaters geht die Truppe derb zur Sache, sich stimmlich und körperlich fordernd, ohne Scheu vor Zoten, ganz auf die Spieler reduziert, ohne technischen Schnickschnack. Viel bleibt nicht von der Vorlage, knapp werden Handlungsstränge und Figuren skizziert und dann einem Feuerwerk von Gags überlassen. Modernismen und Aphorismen wechseln sich ab und die Darsteller zeigen, wie weniger Mittel es im Theater bedarf, um ein Pferd, einen Wald, einen Baum zu erschaffen.

In einem insgesamt gut besetzten Ensemble profilieren sich besonders Tjadke Biallowons als Rosalinde und Markus Fennert als Pappstein. Beiden gelingt es, neben aller Derbheit und vorgeführter Schauspielkunst, ihren Figuren en passant doch noch eine Tiefe mitzugeben. Tjadke Biallowons darf nach der Pause auch noch ihre schöne Gesangsstimme vorführen.

Freilich sind nicht alle Momente dieser Inszenierung auf gleich hohem Niveau. Mitunter geht die Oberflächlichkeit und gewollte Derbheit nur noch ins Platte. Dafür entschädigen aber sensible Momente, wie z.B. der, als Jaques (Victor Calero) die sieben Akte eines Menschenlebens referiert, während die anderen als Chor eine an Philip Glass erinnernde a capella Nummer singen.

Insgesamt eine gelungene Veranstaltung, an der die ABerliner und ihre Gäste Freude haben werden.


s.l. - red / 25. Juni 2004
ID 1145
Weitere Infos siehe auch: www.shake-berlin.de






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