Kunst, Fotografie & Neue Medien
Musik
Literatur
Theater
Filme, Kino & TV
Kultur, Geschichte & Wissenschaft
Poltitk, Gesellschaft & Umwelt
 
 
Redaktion, Impressum, Kontakt
 
Veranstaltungskalender
Ausschreibungen

Websponsoring?


KULTURA-EXTRA durchsuchen...

Feuilleton


20. Mai 2011, Premiere an der Oper Köln (Palladium)

WOZZECK



WOZZECK von Alban Berg mit Florian Boesch in der Titelrolle sowie Asmik Grigorian als Marie an der Oper Köln - Foto (C) Bernd Uhlig


Kerkhofs Kunstpausen erhärteten den WOZZECK letztlich nicht

Bergs WOZZECK wie der Büchner-WOYZEK haben wieder Konjunktur. Das Unterschichten-Stück passt ideal zur Gegenwart. Die Handlung ist zwar etwas älter resp. früher als im Heute angesiedelt, aber die "Sozialbetroffenen" (stigmatisierte ALG-Empfänger, beispielsweise) finden sich sehr wohl und aktuell dann aufgehoben - und so sind und bleiben WOYZECK/WOZZECK nicht nur daher zeitlos.

Die konkrete (zwischenmenschliche) Geschichte hat dann einen ganz bestimmten Knackpunkt, der zum Endknallfaktor dieses Stückes führt: Als Wozzeck mitkriegt, dass Marie ein (zwischenmenschliches) Verhältnis mit dem Tambourmajor hat, rastet er (zwischenmenschlich) aus und bringt sie um - und dieses wiederum scheint auch dem "Dümmsten" unter allen Stückezuschauern und -hörern nachvollzieh-, obgleich natürlich nicht entschuldbar.

Zur Verdeutlichung der ganzen Tragik (s. o.) hatte sich der Inszenierer Ingo Kerkhof zwei, drei Kunstpausen zum Opernschluss hin ausgedacht - - und Markus Stenz, der Generalmusikdirektor, ließ sich sehr bereitwillig auf diese Auseinanderhackung des Gesamtgefüges ein. Alles in Allem brachte es, so von der "Wirkung" her gesehen, nichts!

Bergs WOZZECK funktioniert als Organismus; und Musik und Text stehen in einer kongenialen beidseitigen Aufeinanderabgestimmtheit. (Hätte Berg eine "Erhärtung" durch Fermate haben wollen, hätte er das sicherlich in seinen Notentext geschrieben.)


Florian Boesch als WOZZECK an der Oper Köln

Der Doktor (Dennis Wilgenhof) verabreicht WOZZECK (Florian Boesch) die Bohnen.

WOZZECK (Florian Boesch) tötet Marie (Asmik Grigorian).




Andre Sokolowski - 21. Mai 2011
ID 5210
WOZZECK (Palladium, 20.05.2011)
Musikalische Leitung: Markus Stenz
Inszenierung: Ingo Kerkhof
Bühne: Gisbert Jäkel
Kostüme: Jessica Karge
Dramaturgie: Georg Kehren
Licht: Andreas Grüter
Besetzung:
Wozzeck ... Florian Boesch
Tambourmajor ... Gordon Gietz
Andres ... Martin Koch
Hauptmann ... Alexander Fedin
Doktor ... Dennis Wilgenhof
1. Handwerksbursch ... Sévag Serge Tachdjian
2. Handwerksbursch ... Ralf Rachbauer
Narr ... John Heuzenroeder
Marie ... Asmik Grigorian
Margret ... Andrea Andonian
Mariens Knabe ... Jokubas Aust
Kinder ... Kölner Domchor
Ein Soldat ... George Ziwziwadze
Chor der Oper Köln
(Chorleitung: Andrew Ollivant)
Gürzenich-Orchester
Premiere war am 20. Mai 2011
Weitere Termine: 22. 5. / 1., 5., 9., 11., 13., 16., 18., 23., 25. 6. 2011


Weitere Infos siehe auch: http://www.operkoeln.com


http://www.andre-sokolowski.de



THEATER Inhalt:

Kurzmeldungen 2012
News und Infos

Porträts

Interviews

Feuilleton
Rezensionen u. a.

Rosinenpicken
Glossen zu Theater & Musik von Andre Sokolowski


Aktuelle Veranstaltung:
Leipzig: Gruppenvorstellung der Juniorcompany 11. Juni 2012

Veranstaltungs-Kalender
Termine können auch selbst hinzugefügt werden!


Aktuelle Ausschreibung:
div.: Kultur- Ausschreibungen & Fortbildungsangebote

Ausschreibungen
Termine können auch selbst hinzugefügt werden!


[Home] [Kunst] [Musik] [Literatur] [Theater] [Celluloid] [Extra] [Panorama] [Veranstaltungskalender] [Ausschreibungen]

Rechtshinweis
Für alle von dieser Homepage auf andere Internetseiten gesetzten Links gilt, dass wir keinerlei Einfluss auf deren Gestaltung und Inhalte haben!!

© 2000-2012 KULTURA-EXTRA (Alle Beiträge unterliegen dem Copyright der jeweiligen Autoren, Künstler und Institutionen. Widerrechtliche Weiterverbreitung ist strafbar!)

Webdesign & -programierung by Susanne Parth, bplanprojekt | www.bplanprojekt.de