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23. April 2007 Pier 2 , Bremen

Oliver Pocher - It´s my life aus dem Leben eines B-Promis



„Uhäähhääääh!“ – so sieht`s aus, wenn Heidi weint | Foto : Katharina Bachmann



Comedy mal anders!

Wer wollte nicht schon immer die ganze Wahrheit über das Leben eines mehr oder weniger prominenten Menschen ungeschminkt erfahren?
Oliver Pocher macht es möglich und erzählt, wie aus dem Realschüler, Zeugen Jehovas und Versicherungskaufmann, einer der Hoffnungsträger der deutschen Comedy-Szene wurde.
Dabei verarscht er nicht nur andere, sondern macht auch vor sich selbst nicht halt. So werden auch wichtige Fragen für den allgemeinen Gebrauch beantwortet, wie zum Beispiel:

Warum brauche ich keine Insassenunfallversicherung?
Was wird aus den umoperierten Kandidaten der OP-Shows?
Was haben die Backstreet Boys mit dem Erfolg Oliver Pochers zu tun?
Wie klingeln sie Zeugen Jehovas aus dem Bett?
Warum darf man keine Nagelscheren ins Flugzeug bringen?
Was verbindet Pinocchio und Rammstein?
Was passiert hinter den Kulissen einer TV Show?
Warum bringt Alexander Klaws immer wieder den selben Song heraus?
Wer hat allen Popstars Kandidaten das Tanzen beigebracht?
Was hält Oliver Pocher vom aktuellen Tagesgeschehen?
Wie bekommt man Oliver Pocher ins Bett?
Warum überhaupt?
Während er all diese Fragen beantwortet, tut er aber ganz sicher eines nicht - er nimmt kein Blatt vor den Mund! Teilweise zieht er dabei geschmacklos über „seine Lieblingsthemen“: Homosexuelle, Ausländer und allgemein Menschen mit Problemen egal welcher Art her. So erläuterte er beispielsweise, nachdem er die einzelnen Werbeslogans der Fernsehanstalten summte, letztlich auch den von RTL, der ja lautet: „Mein RTL“ - wenn es sein RTL wäre, wäre das erste , was er in Angriff nehmen würde, dass die „Dicke“ keine Wohnungen mehr umgestaltet. Sie hätte sowieso kaum noch Zeit dazu, weil sie den ganzen Tag damit beschäftigt ist, sich mit Tapeten (als Kleidung) einzudrehen. Wer nun dachte, Pocher wäre fertig mit seiner Ausfertigung hat sich geschnitten. Als nächstes wendete er sich Kindern aus ungünstigen und sozial schwachen Familien zu, die meist durch ihr negatives Verhalten auffallen. Da wären wir also bei der „Super Nanny“ angekommen. Da gibt es sogar noch Menschen, die sich um so etwas sorgen, lassen Sie das Format so unglücklich dargestellt sein wie Sie wollen, das erste was Herr Pocher tut, ist diese Menschen erst einmal richtig lächerlich zu machen, um es freundlich zu Umschreiben. Er zitiert dazu die typischen Erziehungsmittel der Nanny wie zum Beispiel die „stille Treppe“ oder die „Wuthöhle“, in die Katja Saalfrank die Kinder schickt, um sie von ihren Aggressionen abzulenken. Pocher untermalt das ganze mit vulgärem Wortlaut, sodass auch der letzte , der das ganze vielleicht gar nicht so komisch empfand lachen musste . Denn: wie wir ja wissen - Sex sells.
Seinen Höhepunkt erreicht der „lustige“ Abend als Oliver Pocher beginnt über Beziehungen zu sprechen. Der Zuhörer bekommt dabei natürlich stets den Eindruck: so wie es Herr Pocher schildert ist es normal. Also nach zwei Monaten werden Beziehungen langweilig, es tut sich nichts mehr im Bett und die letzte Rettung ist die Pornovideothek. Männer stehen dabei besonders auf Filme wie „Pissvotzen 9“und überlegen, so Pocher, offenbar schon auf dem Weg nach Hause, wie sie das gesehene mit der eigenen Frau umsetzen könnten. Abschließend setzte er „noch einen drauf“: Es erklang Udo Jürgens Schlagerhit „Ich war noch niemals in New York“ natürlich ging der Text bei Pocher ganz anders : Ich war noch niemals in Chantal ich war noch niemals auf Madleine.


Letztes Mittel gegen die kleinen Kackbratzen , die rote Karte! | Foto : Katharina Bachmann


In meinen Augen hat das ganze relativ wenig mit Comedy zu tun, und auch wenn hunderte von Menschen von diesem Bühnenprogramm begeistert waren, oder zumindest so taten, finde ich es etwas eintönig wenn man das ganze „nur auf Sex“ reduziert, weil man weiss, die Leute lachen sowieso!

Abschließend möchte ich Ihnen allerdings nicht enthalten, wie Pocher selber laut Homepage diese Show beschreibt:
„It´s my Life“ ist mehr als nur 2 Stunden Comedy vom Feinsten. Es ist die ultimative Lebenshilfe für jeden Menschen. Allein deswegen lohnt sich schon der Besuch. Außerdem muss ja auch das Lebens eines B-Promis finanziert werden. Jede Eintrittskarte ist dementsprechend natürlich als Spende abzusetzen.
Ob er damit allerdings Recht hat, entscheiden sie selbst!


Benjamin Kramer - red / 26. April 2007
ID 3168
* Quelle und Infos : www.oliverpocher.de

Weitere Infos siehe auch: http://www.oliverpocher.de





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