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AUTORENTHEATERTAGE HAMBURG 2008

Thalia Theater Hamburg


Die lange Nacht der Autoren

Vier Stücke hat der Juror Gerhard Jörder für die lange Nacht der Autoren ausgewählt. Der mit 10.000 Euro dotierte Autorenpreis der Thalia Freunde ging an "Birds" von Juliane Kann. Den mit immerhin auch noch 5.000 Euro versehenen Publikumspreis bekam "Regen in Neukölln" von Paul Brodowsky. "Letztes Territorium" von Anne Habermehl wird im Herbst im Thalia in der Gaussstrasse gezeigt, nur Philip Löhles "Lilly Link oder schwere Zeiten für die Rev…" ist sozusagen leer ausgegangen. Das ist unverständlich oder Zufall, denn die Stücke sind sich alle sehr ähnlich. Eine hohe Dramendichte, kurze Szenen, viel Epik, wenig Dialog. Literatur und TV Soaps scheinen sich im aktuellen Drama zu verbinden. In die Tiefe geht keines der Stücke. Warum auch, könnte man sich fragen, die Konflikte, die Probleme, die Plotpoints, wir kennen sie alle, wir können sie selbsttätig zu Ende denken, wo der Text aufhört.

Dass der lange Abend dennoch nicht langweilig wurde ist das Verdienst der vier Regisseur/innen und des tollen Schauspieler/innen-Ensembles des Thalia Theaters. In nur zehn Tagen stemmten sie die (gekürzten) Stücke auf die große Bühne. Nichts macht einen nur halbgeprobten Eindruck, keine der Bühnenlösungen sieht nur provisorisch aus. So gesehen ist es schade, dass die lange Nacht nur einmal gespielt wird.

In der Nachbetrachtung scheinen die vier Stücke ineinander über zu gehen. So als hätte man durch verschiedene Serien gezappt und verwechselte am Ende die zugehörigen Figuren. Es scheint, dass die jungen Autor/innen ihren Blick auf die Welt medial gefiltert haben. Das ist auf der Höhe der Zeit, weist aber eben nicht über sie hinaus. Vielleicht kommt nächstes Jahr mal jemand mit einer eigenen, neuen Sicht auf das Menschsein, mit einer Perspektive, die nicht an der Fernbedienung endet.


Sven Lange - red. / 07. Juni 08
ID 3870

Weitere Infos siehe auch: http://www.thalia-theater.de





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