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Theaterkritik

AMPHITRYON
(J.P. Moliere)
Woesner Brothers Entertainment

Jupiter nimmt die Gestalt des Kriegers Amphitryon an, um sich mit dessen Gattin Alkmene zu verlustieren, Götterbote Merkur erscheint als Diener Sosias. Und dann entwickeln sich die üblichen komischen Momente einer Boulevard-Komödie. Die Woesner Brothers Ralf und Ingo spielen Jupiter/Amphitrion und Merkur/Sosias und da es sich um Zwillinge handelt, wechseln sie auch zwischendurch die Rollen. "Kratz mich, beiß mich, gib mir Tiernamen". So könnte man dieses Stück auch nennen. Derb geht es zu, albern, mit Slapstick- und Comedy-Elementen reich gespickt ist dies ein überaus vergnüglicher Theaterabend. Neben den unglaublich mutig in die "Ich spiel jetzt mal blöd"-Kiste greifenden Hauptdarstellern, brilliert vor allem Maria Debora Wolf als Alkmene. Sie findet immer einen noch lustigeren Bruch, variiert subtil und immer direkt auf die Lachmuskeln gehend ihre Sätze und ein einziges "Mäh" bringt das Publikum zum Toben.

Wenn das Stück auch ein klein wenig zu lang geraten ist, so hat Berlin an einem ungewöhnlichen Spielort, in einem Zirkuszelt in der Wiener Strasse, die definitive Sommerkomödie.

Sven Lange / 22. Juli 2003
Mit: Maria Debora Wolf, Ralf und Ingo Woesner, Carmen Katt, Hans-Peter Rößiger; Regie: Woesner Brothers Spieldauer: ca. zwei Stunden, eine Pause
www.woesner-brothers.de

Kontakt: Woesner Brothers Entertainment - Ingo und Ralph Woesner, Jablonskistr. 10, 10405 Berlin Prenzlauer Berg

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