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Internationale Konferenz in Graz 2007. Künstlerische und aktivistische Strategien zur Sichtbarmachung von Menschenrechten

ZUR SITUATION DER MENSCHENRECHTE IN EUROPA

Ende November/Anfang Dezember 2007 fand in Graz die Konferenz „Künstlerische und aktivistische Strategien zur Sichtbarmachung von Menschenrechten“ in Graz statt.


Es handelt sich um das Projekt „Land of Human Rights“, das sich mit Menschenrechtsthemen in Europa aus der Sicht der bildenden Kunst, analysierend wie auch visionär, auseinandersetzen wird. In dem vorgegebenen Zeitrahmen von 3 Jahren soll dies umgesetzt werden und mit den Mitteln der Kunst an die Öffentlichkeit gehen.

Menschenrechtsverletzungen sollen sichtbar gemacht werden. Man weist somit darauf hin, dass gesellschaftliche Veränderungen, nicht nur gehört sondern auch gesehen werden sollen.

Ein weiterer Bestandteil des „Land of Human Rights“ ist eine Posterkampagne, die bereits im September des Vorjahres begonnen hat. Jedes halbe Jahr wird ein weiteres Set von 4 Postern gedruckt, das auf der einen Seite Werke von KünstlerInnen zu aktuellen Menschenrechtsfragen und auf der anderen Seite kurze Texte von MenschenrechtsaktivistInnen, Theoretikerinnen oder von Menschenrechtsfragen direkt betroffenen Personen präsentiert.
Ziel der ganzen Kampagne ist es, Menschen über ihr Recht im Zusammenhang mit den Menschenrechten zu informieren und bei der Bevölkerung ein Bewusstsein für aktuelle Menschenrechtsfragen zu schaffen.

Auszug aus „Land of Human Rights“
www.landofhumanrights.eu/de/einfuehrung/index .html
Hintergrund: Informationen zu vielen Gesellschaftsfragen sind Menschenrechtsfragen:

Wenn in den Medien von Menschenrechtsfragen die Rede ist, dann zeichnen sich im Wesentlichen zwei Bereiche ab. Der erste Bereich betrifft „offensichtliche“ Menschenrechtsverletzungen, die in den gerade aktuellen Krisenregionen der Welt bzw. in Regimen stattfinden. Diese Verletzungen geschehen aus europäischer Sicht meist anderswo.
Der zweite Bereich von Menschenrechtsfragen, die im medialen Diskurs präsent sind, setzt sich aus Themen zusammen, die sich rund um das Kernthema Migration bewegen.
Zweifelsfrei liegt hier eine der wesentlichen Fragen und Herausforderungen der Gegenwart vor. Die auftretenden Probleme sind massiv und es werden laufend Menschenrechte verletzt, als meistgenanntes wohl das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu genießen, kurz das Asylrecht.

Festgeschriebene Rechte werden in den europäischen Ländern laufend missachtet und laufen Gefahr, weiter an Bedeutung zu verlieren:
  • Recht auf soziale Sicherheit
  • Recht auf Arbeit und Schutz vor Arbeitslosigkeit
  • Recht auf einen Lebensstandard, der Gesundheit und Wohl gewährleistet
  • Recht auf Bildung
Das Projekt „Land of Human Rights“ will aus künstlerischen Perspektiven Beiträge zur Diskussion rund um die Menschenrechte leisten und das Bewusstsein bei den Menschen dafür erhöhen, dass sie täglich von Menschenrechtsfragen umgeben sind und es sich daher lohnt, besser Bescheid zu wissen.



Jeder Einzelne von uns sollte sich mal mit dem Thema „Menschenrechte“ befassen.
Man muss nicht unbedingt immer zu der dritten Welt blicken, auch vor unserer Haustüre finden Menschenrechtsverletzungen statt. Z.B. Konzerne im Einzelhandel, die ihre Angestellten ausbeuten – bestes Beispiel dafür: die Diskontkette KIK.
Konzerne wollen verdienen und zwar viel verdienen und die Bevölkerung ist ständig auf der Suche nach „Schnäppchen“. Wenn man es aber genau betrachtet, ist es ein Teufelskreis: die Menschen die für diese Konzerne arbeiten, erhalten einen Spottlohn, werden ausgebeutet und können sich im Endeffekt nichts leisten und müssen wieder auf die „Billigschleuderer“ zurückgreifen.
Das wirft die Frage auf, wie könnte man dem Entgegenwirken? Die Politik wäre hier gefordert. Aber leider sind unsere Politiker nur mehr die Marionetten der Wirtschaft und dies schon seit 20 Jahren. Kein Wunder also, wenn die Wirtschaft den Ton angibt. Wo sind sie die Persönlichkeiten der Politik mit markantem geistigen Zuschnitt und Rückgrat?

Es gäbe eine Menge solcher Beispiele. Wir sollten uns schon beim Kauf der Waren darüber Gedanken machen.

Achtung vor jedem Menschen Der Grundstein hierfür sollte schon im frühen Kindesalter gelegt werden, um vielleicht so aus dem Schlamassel, dass zur Zeit vorherrscht einmal herauszukommen und für ein Leben miteinander und nicht gegeneinander zu gestalten.

Christa Linossi - red / 25. Januar 2008
ID 00000003670


Siehe auch:
http://www.landofhumanrights.eu





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