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1. Attac-Sommerakademie mit 800 Teilnehmern zu Ende gegangen

Pressemitteilung Attac Deutschland Fulda, 5. August 2007



* Das hat Folgen: 800 Menschen bei Attac-Sommerakademie in Fulda
* Bahnprivatisierung und Energiekonzerne Themen der kommenden Monate

Mit rund 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist die sechste Attac-Sommerakademie in Fulda am heutigen Sonntag zu Ende gegangen. "Das wird Folgen haben", lautete das Motto der zentralen Bildungsveranstaltung des globalisierungskritischen Netzwerkes. In rund 50 Vormittagsseminaren, 90 Workshops, bei 15 großen Podiumsdiskussionen und vielen phantasievollen Aktionen beschäftigten sich die Attac-Aktiven mit den Ursachen und Auswirkungen der Globalisierung, entwickelten Alternativen weiter und bestimmten neue Positionen.

Im Zentrum stand die Frage nach den Folgen der breiten Proteste gegen den G8-Gipfel für die globalisierungskritische Bewegung. Einen Höhepunkt mit mehr als 500 Zuhörerinnen und Zuhörern bildete dabei die Podiumsdiskussion mit Heiner Geißler und weiteren Attac-Vertretern zu "Alternativen zum Neoliberalismus - Perspektiven für Attac".

In die Sommerakademie integriert war der Attac-Ratschlag am Sonntag, bei dem sich die Aktiven auf die Themen der kommenden Monate verständigten. Besonderes Gewicht wird weiterhin die Kampagne gegen die Privatisierung der Deutschen Bahn haben. Attac gehört zu den Initiatoren und zentralen Akteuren des Bündnisses "Bahn für Alle", das seit Frühjahr 2006 gegen den Ausverkauf der Bahn kämpft. Ziel der Kampagne ist eine verbesserte Bahn in öffentlicher Hand. Vor der anstehenden endgültigen Entscheidung über das Schicksal der Bahn will Attac den Druck auf die politisch Verantwortlichen noch verstärken.

Die Forderung nach Zerschlagung und demokratischer Kontrolle der vier großen Energiekonzerne E.On, Vattenfall, EnBW und RWE wird einen weiteren wichtigen Schwerpunkt der Attac-Aktivitäten bilden. Die Monopolstellung und enge Verflechtung der Verschmutzerindustrien mit der Politik verhindert nach Ansicht von Attac eine echte Energiewende in Deutschland hin zu einer dezentralen und klimafreundlichen Stromerzeugung.

Mit der Kampagne "Stop EPAs" setzt sich Attac gegen die von der Europäischen Union angestrebten regionalen Wirtschaftsabkommen (Economic Partnership Agreements) mit den AKP-Staaten (Afrika, Karibik und Pazifik) ein. Die Abkommen würden einen tiefen Einschnitt in die demokratische Selbstbestimmung der AKP-Staaten bedeuten und die Armut dort dramatisch verschärfen.

Gemeinsam mit weiteren Organisationen ruft Attac zu der für den 15. September in Berlin geplanten Demonstration "Bundeswehr raus aus Afghanistan" auf.

Frauke Distelrath Pressesprecherin Attac Deutschland, August 2007
ID 3384


Siehe auch:
http://www.attac.de/





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