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Musik Spezia - Interviews

CD Review

Tama Waipara: Triumph of Time

(Obliqsound Records)
VÖ: 20.10.03
mit einem Interview mit Tama Waipara

Nach langen Jahren der erfolgreichen Musikproduktionen kommt Tama Waipara nun mit seinem Debütalbum über den großen Teich nach Europa. Durch die harmonische Gestaltung von jazzigen und elektronischen Elementen gibt der Künstler mit seiner charismatischen Stimme ein außergewöhnliches Werk ab.

Als studierter Musiker an der Manhattan School of Music in New York und bekanntester Künstler Neuseelands mit zahlreichen Konzerten ist dieses Album von Tama Waipara die Essenz seiner bisherigen Laufbahn. Texte des Dichters W. Shakespeare und A.C. Swinburne werden mit treibenden perkussivem Rhythmus, mit den Klängen der Maori unterlegt und in neuer Formation vorgestellt. Die Interpretation von unerwideter und neuerwachter Liebe und pulsierenden Beats sprechen für sich.

Die meisten Kompositionen stammen vom Obliqsound Produzenten Ralf Schmid und Michele Locatelli, jedoch stellt Tama Waipara in drei Liedern seine hervorragenden Fähigkeiten als Songwriter unter Beweis. Man hört den Maori Ursprung in seinen Liedern heraus, sie fügen sich jedoch elegant in ein perfektes Gebilde verschiedener musikalischer Herangehensweisen.

Das Album ist als “enhanced CD” erhältlich, mit filmischen Einlagen eines Livekonzerts und eines Interviews.

Auch wenn diese CD beim ersten Hören schwer zu beurteilen ist, so kann man sich doch schließlich leicht mit diesen Klängen identifizieren. Es ist eine gelungene Neuorientierung alter Maori-Tradition mit neuen Elementen.

s.w. – red / 1. Dezember 2003
siehe auch: www.obliqsound.de || www.brainzone.de

eMail Interview mit Tama Waipara, 28. November 2003

(Übersetzung s.w. – red)

K-Extra: Wann hast du dich das erstemal mit Musik beschäftigt?

Tama Waipara: In jungen Jahren gab es immer Musik in unserer Familie. Mein Vater sang und spielte Gitarre und meine Mutter ist eine ausgebildete Flötenspielerin.

K-Extra: Wer sind deine musikalischen Idole?

Tama Waipara: Ich habe großen Respekt vor Björk und Künstlern wie Nina Simone oder Stevie Wonder. Eben Musiker, die man in keine richtige Kategorie einordnen kann.

K-Extra: Welche Erfolge hast du schon gehabt?

Tama Waipara: Ich arbeite seit langer Zeit als Sänger und Klarinettist in Neuseeland mit den verschiedensten Künstlern. Vor kurzem nahm ich das Album “Epsilon Blue” mit Künstlern der elektronischen Musik auf und war auf Tour mit Moana und The Tribe.

K-Extra: Wer hat dich und deine Musik nach Europa gebracht?

Tama Waipara: Das Label Obliqsound hat mich hierher gebracht. Ausserdem wohnt einer meiner Produzenten in München.

K-Extra: Legst du viel Wert auf eine Mischung aus elektronischen und akustischen Elementen?

Tama Waipara: Am liebsten mag ich natürlich akustische Klänge. Da ich mit diesen aufgewachsen bin, ist es für mich wichtig, dass sie auch mit den elektronischen Elementen zusammenpassen.

K-Extra: Würdest du ein bisschen über dein soziales Engagement bei “Books in Home” erzählen?

Tama Waipara: Ich kam dazu, kurz bevor ich nach New York ging. Ich arbeitete in einem Modellprojekt und förderte Literatur und Bildung in Schulen, bei denen Kinder nur begrenzten Zugang dazu hatten. Ich reiste durch das ganze Land - in einigen Fällen zu den entfernst gelegensten Küstenschulen mit gerade mal 25 Kindern, bis zu den viel größeren Schulen. Ihr Enthusiasmus für neue Informationen hat mich sehr berührt und inspiriert.

K-Extra: Welche Ideen bewegen dich am meisten? sozial, politisch, geistig:

Tama Waipara: In wuchs in einer sehr politischen Familie auf, wo mein Vater für einige Jahr Abgeordneter war. Meine Eltern erzogen mich dazu, verantwortlich zu sein und meine Rolle in der Gesellschaft zu finden. Mein Vater ist Maori und meine Mutter irisch-englischen Ursprungs. Zu ihrer Zeit gaben sie damit eine politische Stellungnahme ab. Ich glaube an die Rechte aller, in Würden und Frieden zu leben.

K-Extra: Ist eine Tour in Europa geplant?

Tama Waipara: Absolut. Ich habe einen großen Respekt vor der Vielfalt in Europa und kann es gar nicht erwarten, hier neue Erfahrungen zu machen und meine mit den Leuten zu teilen. Alles läuft gut, und ich hoffe im März 2004 da zu sein.

K-Extra: Inwiefern versuchst du, die Traditionen der Maori weiterzutragen?

Tama Waipara: Ein Maori zu sein bedeutet vor allem zu verstehen woher du kommst und welche Kraft dir das gibt, über das Erbe der Ahnen bis hin zu spirituellen Glaubensformen. Ich denke, das ist die universelle Idee. Darum versuche ich wirklich ehrlich und offen mit meiner Musik zu sein und darüber hinaus zu zeigen, dass ich verstehe und akzeptiere, wer ich bin und woher ich komme.


Vielen Dank für dieses Interview.
s.w. - red / 01. Dezember 2003

 

K-Extra: When did you deal the first time with music?

Tama Waipara: From an early age there was always music in our family home. My father sang, played guitar and my mother was a classically trained flautist.

K-Extra: Who are youre musical idols?

Tama Waipara: I have a great respect for Bjork, and artists like Nina Simone and Stevie Wonder. People who could not neatly be categorised into a box.

K-Extra: Which kinds of success did you already have in New Zealand?

Tama Waipara: I have worked in New Zealand as a performer of both vocal music and clarinet for a long time now and collaborated with many artists there. Recently I recorded with electronic artists "Epsilon Blue", and toured with Moana and The Tribe.

K-Extra: Who brought you and your music to europe?

Tama Waipara: OBLIQSOUND, which is the label I am signed to. One of my producers, Ralf Schmid, is based in Munchen.

K-Extra: How necessary is the mix between accoustic- and electric-sound for you?

Tama Waipara: My first love will always be acoustic based music. Having grown up with those sounds, it is important for me to fit them into whatever I am doing with my music.

K-Extra: Would you tell me a bit about youre social engagement at "Books in Home?"

Tama Waipara: I became involved with Books In Homes before I left New Zealand to study in New York. I worked as a role model, promoting literacy and education in schools where children had limited access to a lot of things. I travelled all around the country from the very remote coastal schools with only 25 children in some cases, to much larger schools. The enthusiasm for new information was touching and inspiring.

K-Extra: Which ideas social, politics or spiritual: do touch you most?

Tama Waipara: I grew up in a very political household with my father being a member of council for some time. My parents taught me to believe in accountability and were my role models. My father is Maori and my mother has Irish/English heritage. This is itself was a political statement at the time they married. I believe in the rights of all to live with dignity and in peace.

K-Extra: Do you plan a tour in europe?

Tama Waipara: Absolutely. I have a great fondness for the diversity of Europe and can't wait to explore and share some new experiences with the people there. All going well, I hope to be there in March of 2004.

K-Extra: In which way do you try to spread or give to other people: the Maori-tradition?

Tama Waipara: The key thing about being Maori is understanding where you come from and how that gives you strength, from ancestral heritage to spiritual belief systems. I think this is a universal idea, so I really try to be honest with my music and be open with it, but also show that I understand and accept who I am and where I come from.

Thanks for the Interview

s.w. – red / 1. Dezember 2003


 

 



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