Deutscher
Rock & Poppreis 2003
Twain in Hamburg wieder dabei
Heidenheim
Auch dieses Jahr ist die Heidenheimer Formation Twain wieder bei der Bundesausscheidung um den Deutschen Rock & Pop-Preis 2003 vertreten - und das gleich viermal in den Kategorien Rock, Pop, beste Studioproduktion und Song. Letztes Jahr erreichte die Band noch in zwei Kategorien das Halbfinale und im Finale den 3 Platz in der Sparte Pop. Obwohl sie im Landesfinale Baden-Württemberg der Weg direkt ins Bundesfinale nicht geschafft hat, möchte die Bundesjury die Band in Hamburg dabei haben und berief sie aufgrund des vorliegenden Materials ins Halbfinale.
Der deutsche Rock & Pop-Preis wird dieses Jahr zum 21. Mal ausgetragen und besitzt in der Musikbranche einen ausgesprochen guten Ruf. Jedes Jahr werden die Preisträger aus vielen tausend Bewerbern ausgesucht. Diese Aufgabe übernimmt in Hamburg eine Jury, in der neben Produzenten und A&R Managern der großen Plattenfirmen auch namhafte Musiker wie Rudolf Schenker von den Scorpions sowie aus der Band von Udo Lindenberg und Peter Maffay vertreten sind. Zu gewinnen gibt es Bandcoaching für ein Jahr, Studiowochenenden und Sachpreise.
Twain ist derzeit mit Studioarbeiten für ihre zweite offizielle CD beschäftigt, die voraussichtlich im ersten Quartal des nächsten Jahres veröffentlicht wird. Verläuft alles nach Plan, werden die sechs Heidenheimer Musiker zu einer kleinen Tour starten - nach einer großen Releaseparty für die Fans in Heidenheim.
Twain steht für geradlinigen Rock und Pop, mitreißend und einfühlsam zugleich.
Mal geht es in bester Hardrockmanier richtig zur Sache, dann wieder lässt man sich tragen von den Harmonien gefühlvoller Rockballaden. Nicht zuletzt überzeugen Twain durch eine Vielzahl von Songs mit Hitcharakter: Mehrstimmige einprägsame Refrains, tanzbare Grooves und viel Gefühl sorgen dafür, dass einem die Twain–Melodien nicht so schnell aus dem Ohr gehen.
Interview mit Twain am 29.Oktober 03
| | Sascha
Mesic – Leadsänger, Rockröhre von Twain, mit 16 Jahren Bühnenerfahrung
Christian
Vaida – Pianist, Keyboarder und Sänger
von Twain, Berufsmusiker
Steffen
Hehrer – Leadgitarrist, Steffen studiert Gitarre an der Jazz- und Rockschule
Freiburg
Michael
Mack – Rhythmusgitarrist, Gesang
Jan
Grünenpütt – Bass, Gesang
Felix
Vaida – Schlagzeug, Perkussion
|
K-Extra Wie seid ihr auf den Namen "Twain" gekommen?
Twain Der
Der Name Twain stammt ursprünglich von unseren „zwei“ Frontmännern Sascha und Christian, deren „zwei“ Leadstimmen sich abwechseln und „zwei“-stimmig sehr gut harmonieren.
K-Extra Wo
und mit wem produziert ihr eure Alben?
Twain Mit
unserem Tontechniker Markus Pfeiffer in Christian Vaidas Tonstudio cvmusic.
K-Extra War es schwer, alle Mitglieder für die Band zusammenzukriegen ? Gab es Anlaufschwierigkeiten?
Twain Am Anfang war es sehr schwierig, Musiker zu finden, die zur Band passen. Anfangsschwierigkeiten? Es gibt laufend Schwierigkeiten in einer Band, die in der Gemeinschaft ausgetragen und gelöst werden müssen, was bei 6 total unterschiedlichen Charakteren nicht so einfach ist.
K-Extra Habt ihr
in der nächsten Zeit eine Deutschlandtour geplant?
Twain Wir wollen nach unserer CD-Release nächstes Jahr im März eine Süd-Deutschlandtour starten.
K-Extra Habt ihr viel Resonanz auf die Verleihung des 3. Preises letztes Jahr in Hamburg erhalten?
Twain Anfangs ja, auch die Nachfrage nach Auftritten war enorm. Das hat sich aber innerhalb einiger Monate wieder gelegt. Der Preis ist was Schönes, aber deshalb fliegen einem als Band keine Auftritte ins Haus.
K-Extra Seid ihr stolz, dieses Jahr wieder in Hamburg nominiert zu sein? Immerhin spielt ihr dieses Jahr eine Sonderrolle!
Twain Ja, wir sind sehr glücklich und stolz, wieder dabei zu sein. Vor allem auch darauf, dass wir durch unser vielfältiges Spektrum verschiedener Stilrichtungen gleich in vier Kategorien nominiert wurden.
K-Extra Welche Gruppen oder Künstler inspirieren euch am meisten?
Twain Das ist sehr schwierig zu sagen. Unsere Songs werden meistens von drei Bandmitgliedern komponiert. Manchmal bringt einer allein einen fertigen Song, dann wieder wird eine Idee gemeinsam ausgearbeitet. Alles, was in Rock und Pop Rang und Namen hat, beeinflusst indirekt. Keinesfalls aber schreiben wir Songs mit dem Hintergedanken „Der Song soll jetzt klingen wie ....“ Unsere Songs entstehen, weil wir damit unsere Gefühle, Lebenssituationen, Probleme ausdrücken und verarbeiten. Sehr oft werden wir mit Bon Jovi verglichen, aber das liegt wohl eher an der Stimme von Sascha.
K-Extra Gibt es ein neues Album? Wenn ja, wie heißt es und wann kommt es raus?
Twain Ja, im März 2003. Der Titel steht noch nicht fest.
K-Extra In welche musikalische Richtung wollt ihr in Zukunft steuern?
Twain Wir lassen uns nicht von Trends beeinflussen, wir machen das, was wir können und was uns Spaß macht. Vorerst bleiben wir auch aus diesem Grund bei unserem jetzigen Stil. Aber wer weiß, vielleicht machen wir in ein paar Jahren ganz andere Musik. Geplant ist da nix.
Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg bei der Preisverleihung.
s.w. - red / November 03