| Konzertbericht: SNAPCASE - Stuttgart, Röhre 16.10.2000 |
SNAPCASE - Stuttgart, Röhre 16.10.2000
Wer Snapcase vor ca. einem Jahr in Schorndorf schon gesehen hatte, ist vielleicht in die Röhre gekommen, um dort bei einer besseren Soundqualität diese Band noch einmal anzuhören. Das Problem war aber wieder das gleiche: Meiner Meinung sind Snapcase nicht in der Lage ihre Qualitäten, die sie auf Platte besitzen, live umzusetzen. Nachdem `97 ihr Zweitling "Progression through unlearnig" erschien, war jedem klar, dass diese Band in einer neuen Liga im Hardcorebereich spielt. Niemals zuvor wurde pure Aggression und Energie mit einem perfekten, straightem Rhythmus so verbunden. Entstanden ist damals ein Werk, mit dem sich Snapcase zurecht weltweit (vor allem in den USA) Respekt verschaffen konnten.
Über das dritte Werk "Designs vor Automotion" kann man sich bestimmt streiten. Sicher ist jedoch, dass sich eine positive Entwicklung bezüglich des Songwritings feststellen lässt.
Foto: b.w. - red
Live ist jedoch meiner Meinung jegliche Dynamik, Spielwitz und Energie nur noch in abgeschwächter Form zu genießen. Auch was die Stimme von Daryl Salemi angeht, so hatte ich den Eindruck, dass er einfach überfordert ist, 60, 70 Minuten durchzuhalten. Einziger Höhepunkt war dann am ehesten noch "Incarnation", die Hardcore-Hymne eines jeden Snapcase-Anhängers schlechthin. Bezeichnend ist vielleicht, dass dieses Stück auf der ersten Platte zu finden ist. Da war dann auch die Vorband Avail ein wenig tröstender Anheizer. Schade eigentlich.
t.h. - red / 25.10.2000
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