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25. Juni 2007, Bremer Weserstadion

Bremen gibt alles!

Grönemeyer begeistert gut 30 000 Bremer im Weserstadion!

Eine raue Stimme, niedliche Tanzbewegungen und extravagantes Aussehen - Herbert Grönemeyer ist sich stets bewusst, wie er sein Publikum begeistern kann.
Die Fans im fast ausverkaufte Bremer Weserstadion, in dem man sonst eher die grün-weißen Profis des Bundesligisten antreffen kann, waren jedenfalls mehr als zufrieden um nicht zu sagen völlig aus dem Häuschen.


Foto: Benjamin Kramer


Der Abend nahm seinen Lauf, als eine völlig überdimensionierte Uhr, deren Zeiger auf fünf vor Zwölf gestellt war, auf die Leinwand, die sich bis dahin im Hintergrund der Bühne befand projiziert wurde.Pünktlich um “12” fiel der zweite “Vorhang” und Grönemeyer betrat vor gut 30 000 grölenden Fans die Bühne. Aber das war nicht alles um seinen Fans näher sein zu können führte ein gut 30 Meter langer Steg mitten in den Innenraum des Stadions und damit auch mitten in die Menschenmasse. Das vorher noch so trüb scheinende Wetter änderte sich wie durch Geisterhand. Bei strahlendem Sonnenschein setzte sich Grönemeyer an den ebenfalls in der Menschenmenge platzierten Flügel und begann sein atemberaubendes Konzert, gespickt mit einer Vielzahl von Licht, Laser und Soundeffekten mit dem Song “Leb in meiner Welt”.Um das zunächst noch etwas träge Publikum richtig in Stimmung zu bringen, animierte Grönemeyer die Fans mit dem Satz “ Kopf hoch, tanzen “, der auch Titel des nächsten Songs war. Es folgte ein “Ein Stück vom Himmel “ bevor er sich dann zunächst von seinem neuen Album “12” abwendete und Klassiker wie “Bochum”, Alkohol und “Musik nur wenn sie laut ist” das begeisterte Publikum zum mittanzen und singen verleiteten. Grönemeyer verstand es dabei ohne Zweifel Moderne und Vergangenheit perfekt miteinander zu kombinieren. Sympathisanten des neuen Albums “12” kamen also genauso auf ihre Kosten, wie der Teil der Fans, die die Klassiker zum Beispiel aus dem Album Mensch bevorzugten.
Verfolgt man den aktuellen Diskurs in den Medien so wird einem aufgefallen sein, dass Grönemeyer auch vor der Politik nicht halt macht. So auch gestern bei seinem Konzert in Bremen nicht. Zur Sprache brachte er, natürlich immer im Kontext einer seiner Songs, die Probleme, die der G8 Gipfel mit sich brachte und auch die Länder der “3 Welt” durften nicht zu kurz kommen. Grönemeyer nannte es ein Unding, ja sogar von unterlassener Hilfeleistung war die Rede im Bezug auf den Umgang mit Aidsmedikamenten die entweder nicht ausgeliefert oder wenn dann nur in zu geringer Anzahl vorhanden sind. In seinem Album “12” hat er sich dieser Problematik mit dem Stück “Marlene” gestellt. Marlene ist ebenfalls eine dieser Personen vor denen das Schicksal nicht halt gemacht hat. Auch ihrer Familie fehlt es an lebensnotwendigen Medikamenten und so kann sie nur überleben weil ihr Mann auf die Tabletten verzichtet und sich damit gleichzeitig für den eigenen Tod entscheidet.
Auf diese Weise schaffte es Grönemeyer immer wieder das Publikum durch kleine Anekdoten zum Nachdenken anzuregen ohne, dass dabei die eigenen Songs zu kurz gekommen wären.
Ein weiterer Pluspunkt den man dem gigantischen Konzert keinesfalls absprechen kann war die ausgefeilte Lichttechnik, die jedoch leider erst relativ spät voll zur Geltung kommen konnte.
Nach gut einer Stunde und 40 Minuten verabschiedete sich Grönemeyer dann zum ersten Mal von seinen Bremer Fans um kurz darauf noch einmal für gut 30 Minuten weitere Songs zum Besten zu geben. Meiner Meinung nach eine nicht ganz kluge Entscheidung, da viele der Zuschauer nichts davon wussten und so fälschlicher Weise das Stadion verlassen haben und somit den vielleicht schönsten Teil des Konzertes verpassten. Verursacht allerdings, so Grönemeyer wurde das plötzliche Unterbrechen des Konzertes durch Magenprobleme, die ihn zu einer unvorhergesehenen Pause zwangen.

Abschließend bleibt zu sagen, dass sich ein Besuch bei diesem “Megaevent” wirklich gelohnt hat und keiner der Fans an diesem Abend enttäuscht worden ist - im Gegenteil die Erwartungen vieler wurden sogar weitaus übertroffen.


Benjamin Kramer - red / 26. Juni 2007
ID 3317

Weitere Infos siehe auch: http://www.mlk.com/artists/57/tours/517/backstages/204





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