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CD-Besprechung

Rhapsody featuring Christopher Lee: The Magic Of The Wizard´s Dream

CDS (Steamhammer/SPV)
VÖ: März 2005



Sommer, Sonne - und haufenweise Beinaheverunfallungen im Straßenverkehr aufgrund exzessiven Schielens nach leichtgeschürzten Vertreterinnen des anderen Geschlechtes, dessen bloße braungebrannte Existenz nicht nur den klebrigen Schweiß der Geilheit aus sämtlichen Körperöffnungen treibt, sondern auch reichlich Rohmaterial für all jene schmutzigen kleinen Streifen liefert, die im direkt angrenzenden Aufnahmestudio des imaginären Pornokinos bevorzugt immer dann gedreht werden, wenn ich zur Freude meiner Arbeitgeberschaft konzentriert und fleißig das mir übertragene Tagwerk zu verrichten scheine. Völlig unabhängig davon könnte vieles ganz arg toll sein, gäbe es nicht wieder den notorischen Lustfeind, welcher wirklich jeden Quell der Erbauung zum abrupten Versiegen bringt und sich einmal mehr das zumindest Selbstschutz garantierende Präservativ eines Labels überstülpt, offenbar versuchend, die bereits äußerst großzügig bemessene akustische Debilitätsgrenze neu zu definieren.

Der mittels Textbausteinen aus dem Räumungsverkauf des literarischen Vakuums gewohnt stolprig vorformulierte Pressebierfilz setzt den in Arglosigkeit Verweilenden zunächst davon in Kenntnis, dass ein italienisches Konglomerat namens Rhapsody das angeblich eigenständige Genre des „Film Score Metal“ begründet haben möchte - was immer das im Einzelnen sein mag. In diesem Zusammenhang verwundert es aber nicht, wenn sich der mediterrane Bodensatz ausgerechnet der Unterstützung eines abgehalfterten Akteurs zu bedienen wusste, welcher schon auf dem Höhepunkt seiner Vampirdarstellerkarriere wegen diverser tuntiger Affigkeiten für manch unbeabsichtigten Lacher sorgte. Erwartungsgemäß wirkt des Zauberers Traum dann freilich auch nicht die Bohne magisch und ist der Empfehlung nur denjenigen Kreaturen wert, die ihrem erbärmlichen Randgruppendasein durch fantastische Rollenspiele zu entfliehen suchen, so sie nicht gerade das infolge Nichtstuns ersessene Sozialgeld für als Gipfel mysteriöser Finsternis empfundenen, klang gewordenen Scheißdreck wie HIM, Nightwish oder Apocalyptica auszugeben pflegen.


Daniel Dohmel - red. / 7. August 2005
ID 00000001987
Spielzeit: 20:41 Min.

Line-Up:
Fabio Lione: Gesang
Christopher Lee: Gesang
Luca Turilli: Gitarre
Alex Staropoli: Keyboards
Patrice Guers: Bass
Alex Holzwarth: Schlagzeug
Manuel Staropoli: Flöte

Produziert von Joey DeMaio
Label: Magic Circle Music / SPV

Tracklist:
1. The Magic Of The Wizard´s Dream (english version)
2. The Magic Of The Wizard´s Dream (german version)
3. The Magic Of The Wizard´s Dream (album version)
4. Lo Specchio D´Argento
5. The Last Angels´ Call


Siehe auch:
http://www.mightyrhapsody.com/




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