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CD-Besprechung

Chris Rea: (Blue Guitars)

EarBook
Navybeck Ltd./edel records



Die nicht nur bei anderen festzustellende Altersmilde gibt bisweilen Rätsel auf, gar keine Frage: So ertappt man gerade sich selbst immer öfter dabei, bezüglich der an Debilität verhältnismäßig üppig ausgestatteten öffentlich-rechtlichen Programminhalte zufrieden in der ersten Reihe zu sitzen und unabhängig hiervon für dereinst mit Recht gering geschätzte Kreaturen der Leinwand wie Steven Seagal oder auch Jean Claude Van Damme ein gewisses Verständnis entwickelt zu haben, welches dann und wann mit warmen Wogen ehrlich empfundener Zuneigung einhergeht - aber seltsamerweise erst, seit jene deutlich sichtbare Anzeichen von Unbeweglichkeit, Verfall und Abhalfterung aufweisen. Und bestimmte Tonträger gewisser Leute, die in juvenilen Phasen akustischer Kühnheit allenfalls mit einem verächtlichen Lächeln abgestraft worden wären, wirken jetzt im Ergebnis eigentlich nicht mehr ganz so übel.

Für mich gehörte der Barde Chris Rea stets der Kategorie der letztgenannten Künstler an, wobei ich rückblickend sagen kann, dass dessen Werke zumindest niemals nervtötend gewesen sind - im Gegensatz zu denjenigen beispielsweise des Eric Clapton, der, soweit ich mich entsinne, irgendwann selbst den Unfalltod des eigenen Balges eiskalt ausnutzte und darob ein weinerliches Liedchen trällerte, was ihm nicht nur finanziellen Segen brachte, sondern auch noch als „Ehrlichkeit“ ausgelegt wurde. Hinzukommt, dass der eingangs Erwähnte erst unlängst erhebliche persönliche Sympathiepunkte gewinnen konnte, nachdem ich einige seiner Stücke aus den Achtziger Jahren in reichlich dubiosen, klar discoinfizierten und zwingend tanzbaren Maxi-Mixen auf diversen noch dubioseren Kopplungen entdecken durfte. Mit dem vorliegenden Album - welches im wahrsten Sinne des Wortes eines ist, denn es besteht aus insgesamt elf neuen Tonträgern und manch anderem mehr - hat er jedenfalls schon zu Lebzeiten das definitive Vermächtnis hinterlassen. Den Blues in vermutlich all seinen Spielarten zelebriert er hier, thematisch breit angelegt und wohl jeweils recht souverän gemeistert. Eben die Musik der Einsamen, Gestrandeten - und nicht zuletzt auch Altersmilden.

Daniel Dohmel - red. / 16. Dezember 2005
ID 2178
Chris Rea
'Blue Guitars'

Album

Inhalt:
CD1 BEGINNINGS
CD2 COUNTRY BLUES
CD3 LOUISIANA AND NEW ORLEANS
CD4 ELECTRIC MEMPHIS BLUES
CD5 TEXAS BLUES
CD6 CHICAGO BLUES
CD7 BLUES BALLADS
CD8 GOSPEL SOUL BLUES AND MOTOWN
CD9 CELTIC AND IRISH BLUES
CD10 LATIN BLUES
CD11 60s / 70s
CD12 DVD STONY ROAD


Siehe auch:
http://www.chrisrea.de/




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