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Rezension

Steve Mosby - "Schwarze Blumen"

Thriller
Droemer Verlag, 2011
ISBN 978-3-426-19927-5


„Dies ist nicht die Geschichte von einem kleinen Mädchen, das verschwindet.“ Dies ist eine etwas andere Geschichte von einem Mädchen, das auftaucht... Steve Mosby entführt den Leser in seinem neuen Thriller Schwarze Blumen in ein Wirrwarr aus Fiktion und Realität.

Neil Dawsons Vater ist gestorben – alles deutet auf Selbstmord. Als Neil im Haus seines Vaters stöbert, findet er ein altes Exemplar von „Die schwarze Blume“ von Robert Wiseman: Es ist das Jahr 1977, als ein junges Mädchen von fünf oder sechs Jahren plötzlich auf der Promenade auftaucht. Der Polizist Sullivan nimmt sich ihrer an. Das kleine Mädchen erzählt, dass sie ihrem Vater entlaufen sei, der Frauen auf eine Farm entführe und tötete. Im ersten Moment ist es nur ein Buch, doch als Neils schwangere Freundin entführt wird, erhält er einen seltsamen Anruf. Ein Mann namens Cartwright schlägt Neil einen Tauschhandel vor: Neils Freundin gegen das Mädchen aus dem Buch. Ist die „Die schwarze Blume“ mehr ist, als nur eine Geschichte?

Gleichzeitig spinnt sich die Geschichte auch um Hannah Price, Ermittlerin bei der Polizei. Der Fund von Leichen, der Tod ihres Vaters und das Auftauchen von belastendem Material, ziehen Hannah ebenfalls in die „Die Schwarze Blume“. Ergänzt werden diese beiden Handlungsstränge noch durch Ausschnitte aus „Die Schwarze Blume“ von Robert Wiseman.

Steve Mosbys neuester Thriller ist anders, aber genial. Allein der Einstieg in die Geschichte ist ungewöhnlich: Im Zentrum steht nicht, wie so oft, das Verschwinden eines Mädchens, sondern ihr Auftauchen. Dies ist der rote Faden, der sich durch das Buch zieht. Der Einstieg nimmt einen sofort gefangen, doch Mosby lässt einen zappeln. Er wechselt die Perspektive zu Neil Dawson, dann zu Hannah Price und wieder zurück zu dem kleinen Mädchen... Er wirft dem Leser kleine Häppchen an Informationen zu und macht es einem damit schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Der Mix aus verschiedenen Perspektiven schafft in kurzer Zeit eine fesselnde Spannung. Dennoch ist es nicht immer einfach, den Überblick über die einzelnen Perspektiven zu behalten. Durch diesen Wechsel und Ausschnitten aus „Die Schwarze Blume“, weiß man bald nicht mehr, was ist Realität und was Fiktion; die Grenzen verwischen zunehmend, je weiter das Buch voranschreitet. Mosby schickt den Lesen zwischendurch auch auf falsche oder doch richtige? - Fährten, die sich allerdings am Ende des Buches mit einem „Aha“-Gefühl auflösen.

Während des Lesens hat man auch mit den vielen Namen im Buch und den kleinen Häppchen an Informationen zu „kämpfen“; teilweise ist es schon verwirrend diese auseinander zu sortieren. Zwar schreibt Mosby mit einer klaren, einfachen Sprache, doch er fordert den Leser – es ist kein Buch, das man eben mal schnell liest; man muss sich konzentrieren, um den Überblick zu behalten. Und obwohl es an manchen Stellen etwas anstrengend und verwirrend wird, ist Schwarze Blumen ein Buch, das zu lesen sich lohnt!


Tanja Albert - 13. Februar 2012
ID 5763


Siehe auch:
http://www.droemer-knaur.de





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