Der goldene Herbst
Wenn du weißt,
Wo die Grenze ist,
Zwischen Moor und sicherer Heide,
Dann warte, bis die Sonne dich nicht mehr blendet,
Nimm Maß und spring!
Aber ich springe nicht, ich fliege über das Moor,
Nicht mehr beschwert vom eigenen Gewicht,
Nicht mehr gequält von irgendeiner nicht auslotbaren Traurigkeit,
Die mich lähmte.
Sicher lande ich im Sand zwischen den duftenden Heidebüscheln.
Da wartet mein Söhnchen und singt:
Mat, mußt nicht traurig sein!
Das ist der goldene Herbst.
Ursula Heelein
|