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Frühes Rokoko
Seitwärts der kleinlichen Stadt, irgendwo zwischen den Mooren,
Direkt am Scheitel der Au', zeigt sich die seltsame Pracht,
Einer geordneten Frühe; ihrem Jahrhundert verloren,
Endet sie in sich und trägt Züge verschwendeter Macht;
Fast ein beschauliches Glück, spürbar im herbstlichen Park,
Als die Epoche sich selbst unbewußt selber gebar.
Und so erhob sich ein Dasein, Säulen, mehr stützend als Starke,
Hielten ein zartes Gebälk, ehrlich und aufrecht und wahr
Prangte die lichte Vergoldung, und in den Spiegeln der Decken,
Lebt eine Welt wie ein Wunsch, der sich im Wünschen erfüllt;
Blieb auch nicht wie es so oft blieb, nur ein gewolltes Erwecken,
Einer verderblichen Kraft, die sich als fruchtlos enthüllt,
Nein, es glich eher den Blicken, die sich im Innren entdecken,
Die mit entfremdeter Hand tasten am eigenen Bild.
Michael Schöne / 12. Juli 2001
michaelschoene@allesklar.de
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