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Vom Teufel geritten
Gestriegelt und auf Zack gebracht,
verliebter Blick ins Spiegelbild
Ich gehe auf die Jagd heut Nacht
auf derbes oder zartes Wild
Geleckt das Haar, Parfümgeträufel,
ein Kaffee und die Nerven wippen
In meiner Brust ein junger Teufel,
ein loses Liedchen auf den Lippen
O wenn sich Lippen mir ergeben,
die Lippen erst und dann das Mieder
Man kann es noch so oft erleben,
ein Wunder ist es immer wieder
Es wird getanzt bis in den Morgen,
man fühlt sich jung, man fühlt sich frei
Die Weichgestänge sind verborgen
durch ungeheure Gleisnerei
Die Kleine mit den roten Lippen,
sie sermoniert den größten Mist
so selbstbewußt wie Brandungsklippen
Mal sehn, ob sie es wirklich ist
Der Busen wogt, die Strapse knallen,
mein Herzschlag schlägt Sekundenhiebe
Kontrolle, Mann! Kein geiles Lallen,
erzähl` ihr lieber was von Liebe
Von Sternenaugen, Seelenfurz
und ausfahrbaren Vaterrollen,
von Partnerschaft und Treue, kurz:
Erzähle, was sie hören wollen
"Liebst du mich?" Ja, ja, natürlich,
komm her, mein Schatz, und zieh dich aus
Ich liebe dich nicht nur figürlich,
auf deine Seele bin ich aus!
Her und Hin, wie schön sie singt,
sie glüht noch nach, mich kotzt es an
Was heute wohl das Fernsehn bringt?
Ich glaub, ich mach den Flattermann
Wohin ich geh`?
Den Abend retten
Ich tu dir weh?
Nimm Schmerztabletten!
Sie wird nun bleich und übertrieben
Hab ich vielleicht was unterschrieben?
Dass du mich liebst hast du gesagt,
das hat mich an- und ausgezogen
Nun ja, mein Schatz, sei nicht verzagt,
mit Liebe wird sehr gern gelogen
Francesco Madeo
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