Ein Hamburgergedicht
Mit Tortannesmütz, garnoberrot
offenbart sich das gequetschte Brot,
schladert dazwischen das braune Geseich.
Die Temperatur hält es sadig und weich.
Tief dünsert der graue Schleif die Wogen,
moliert seine Rifte im siffigen Schrind.
Denn der Pappes war gen Westen gezogen
wo Döner noch längst keine Hamburger sind.
Allzulang schon regt Blabern das Reiben,
sodaß das verzerfte Gewilft
auch hier nicht mehr hilft,
denn Blabern beherrscht das Geneiden.
Doch wenn erst die Rette kommt,
wird manches sich wenden;
wird grinsend der Taber den Ekel beenden.
Dann ist es vorbei, und hoffentlich früh
seriert hier die kotige Meladerie!
Denn ein's ist gewiß,
und ich sag's auch für Blinde:
verdrängt der Taber die siffigen Schrinde.
Der Pappes versinkt, wenn es gelingt,
den Vorbiß zu hindern,
wo Eßkultur stinkt!
Hans Blaubard / 5 Juli, 2002
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