Fängst du mich auf?
Ich stehe vor den Abgrund, tief, schwarz.
Ich will mich frei fühlen,
bin gefangen, gezügelt von meinen Kopf.
Ich finde mein Herz nicht mehr,
es ist vergraben, und wehrt sich bei Zuneigung,
aus Angst vor völliger Zerstörung.
Wenn ich meinen Mut wieder habe,
werde ich springen?
Ich habe Angst zu fallen,
dabei will ich doch fühlen, will ich doch lieben.
Wartest du auf mich im Abgrund?
Bist du das Licht?
Fängst du mich auf?
Ich vertraue,
ich hoffe.
Und dann springe ich.
Meine Augen geschlossen,
wie ein Kind träume ich.
Träume ich wie du mich auffängst.
Dann erkenne ich die Realität:
ICH FLIEGE !
Frei von Gefühlen, Schmerzen und Gedanken.
Ich habe mich befreit von dir.
Ich bin glücklich.
Keiner muss mich auffangen, weil ich selbst fliegen kann.
Und sollte einer da sein, der mitfliegen will - dann werde ich ihm vertrauen.
Und wir werden unsere Freiheit genießen.
Selina, 17 Jahre, 25. Juni 2009 ID 4356
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