|
Tork Pöttschke - LESEPAUSE (!)
Prosaische VerseEpla; Auflage: 1 (25. Juni 2008) ISBN 3940554154
|
Warning: mysql_result() [function.mysql-result]: Unable to jump to row 0 on MySQL result index 12 in /mnt/web9/10/22/5329622/htdocs/literatur/literatur/rezensionen/tork_poettschke_lesepause_epla2008.php on line 41
Intellektuelle Spielchen, wahre Herzenssachen
Tork Pöttschke veröffentlicht vierten Gedichtband bei EPLA
Dortmund. „Nachts, wenn der Tag erwacht, fährt der Porschefahrer sich in seinem als BMW getarnten Benz zu Tode. Und wenn er im Stadtpark täglich seiner Wege geht, sieht er im Auftrag des Herrn den Kinderwahnsinn. Nur gut, dass es da auch einen Neubeginn gibt, der durch den am Winterabend krähenden Hahn verkündet wird.“
Das – oder so ähnlich – ist die komprimierte Klappentext-Zusammenfassung des neuen Gedichtbandes LESEPAUSE (!) des Dortmunder Dichters Tork Pöttschke, erschienen im norddeutschen EPLA-Verlag, ISBN 978-3-940554-15-4. Der 28jährige Jungautor, der nebenbei auch noch als Journalist, Musiker und Telefonist arbeitet, findet: „Das ist mein bislang bestes Buch.“ Und tatsächlich: Nur sporadisch an Reimen orientiert, untersuchen seine „prosaischen Verse“ die Welt aus einem Hintergründigen Blickwinkel. („Da sitzt der Hahn auf seinem Mist/sieht bunt gefärbte Wolken …“) Freilich, wie das gerade bei Dichtern meist ist, steht das Alte Ego oft im Vordergrund und, was sonst(?), die Liebe. („Wenn es Liebe gäbe – würdest du mich lieben(?)“) Wunderschön und auch handwerklich gut gemacht ist etwa der „Winterabend“, an dem Pöttschke „allein durch das nächtliche Treiben“ geht und „Ungeheuer hinter nikotingelben Gardinen“ gewahr wird.
Pöttschke: „Es ist klar, dass dieser Verlag nicht meiner Weisheit letzter Schluss ist.“ Verlangt er doch für eine Veröffentlichung einen (geringen) Druckkostenzuschuss. Das Geld ist wieder einzuholen, etwa, wenn Pöttschke in der Straße in sein Saxophon bläst und dabei seine Bücher feilbietet. „Auch Goethe und Schiller“, so der Autor, „haben ihre ersten Bücher selbst finanziert.“ So sei eben der Beginn einer Schriftstellerkarriere. Und: Einen weiteren Schritt hat Tork Pöttschke bereits getan. „Jetzt gibt’s bald Gedichte von mir in einem ordentlichen Verlag, den ich auf der Leipziger Buchmesse zu Beginn dieses Jahres kennenlernte.“ Aber ein Anfang ist ja mit den Ideenfeuerwerken bei EPLA schon gemacht.
Und in der Tat hat sich der Dortmunder mit der Zeit schon weiter entwickelt. Seine Texte kratzen in der LESEPAUSE (!) nicht mehr so an der Oberfläche, wie noch bei den auch teilweise gelungenen RÖDELREIMEN, REIMHEITEN oder auch der KURZSCHRIFT. „Man geht in die Tiefe“, sagt Pöttschke, „je mehr man sich ernsthaft mit Literatur beschäftigt.“ Auch wenn das nicht immer das primäre Ziel sein müsse.
Fazit: LESEPAUSE (!) ist eine gelungene Ansammlung intellektueller Spielereien und wahrer Herzenssachen. Die prosaischen Verse sollte man in müßigen Stunden zur Hand nehmen.
cd - red / 23. Juli 2008 ID 00000003937
LESEPAUSE(!): Prosaische Verse
von Tork Pöttschke (Autor)
Epla-Verlag, Juni 2008
www.epla-verlag.de
Siehe auch:
http://www.tork.poettschke.de.vu/
|
|
 |
Kurzgeschichtenwettbewerb - Schreiben gegen den Weltuntergang 2012
Sponsored by
Kurzmeldungen
Buchrezensionen
Feuilleton Bücher und mehr
Porträts
Wortmetzen... Reihe von Arnd Moritz
Leserbeiträge LITERATUR online
Aktuelle Veranstaltung:
Hamburg: SEX & CRIME ... und sonst gar nichts!!
Veranstaltungs-Kalender
Termine können auch selbst hinzugefügt werden!
Aktuelle Ausschreibung:
: Die bizarre Welt des Edgar Allan Poe
Ausschreibungen
Termine können auch selbst hinzugefügt werden!
|