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Rezension

Stephan Valentin: Weiße Eichen

Roman
Pfefferkorn Verlag, Heidelberg - 1.Auflage 2007
ISBN 978-3-9807298-5-7


Elf unterschiedliche Personen geben in ständig wechselnden „Momentaufnahmen“ Einblick in ihr momentanes Leben. In der ungewohnten literarischen Form von „Shortcuts“ schildert der Autor undramatisch, fast beiläufig kurze, blitzlichtartige Episoden aus ihrem Alltag und dokumentiert über 48 Stunden die Seelenzustände und Lebensphasen der handelnden Personen. Das Ergebnis ist ein „Mosaik“ des Lebens. Einzelne Episoden verdichten sich zu einer atemlosen Reise durch die Seelenlandschaft unterschiedlichster Charaktere. Die präzise, starke Sprache wirkt auch dadurch, dass sie das Offensichtliche bisweilen übergeht, nicht benennt.

Im Laufe der Lektüre kristallisieren sich Zusammenhänge und Verbindungen zwischen den einzelnen Personen heraus und verknüpfen sich: Jürgen ist Liebhaber von Jacqueline und Arzt von Livia; Dominik arbeitet als Barmann in dem Nachtclub, in dem Jacqueline als Tänzerin auftritt; das Lesbenpaar Jeanne und Mona sieht in Dominik einen möglichen Samenspender für ihr Wunschkind; Johann, der Großvater von Ludwig, hat Alzheimer und wird von seiner ein wenig sadistischen Frau Gerda gepflegt; Frau Vidal ist Haushaltshilfe bei Gerda und Mutter von Philipé, der eben aus der Haft entlassen wurde.

Die Situationen dramatisieren sich und alles läuft auf die Katastrophe zu ...

Manche eigenwilligen Formulierungen haben mich besonders angesprochen. Beispiele: „Er und Ben reiten mit dem Besteck auf ihrem Steak.“ – „In der Mitte betreibt das kümmerliche Alpenveilchen vom Fensterbrett Fotosynthese.“ – „Adrenalin erobert ihren Körper und entweicht mit einem entsetzten Schrei.“

Prädikat: lesenswert!


Der Autor:
Stephan Valentin lebt in Paris, wo er Schauspiel und Psychologie studiert hat. Ehrenamtliche Einsätze in Armenkrankenhäusern führten ihn bis an die Elfenbeinküste und nach Bombay.
Sein Debütroman „Der Ameisenfeind“ wurde bereits mehrmals übersetzt und steht kurz vor der Verfilmung.




a. d. - red. - 18. März 2007
ID 3067


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