Lyrikland.
Aus der Reihe DER LAUTSPRECHER Band 5.1
Lautsprecher Verlag 2003 Stuttgart
Herausgeber: Johannes Finke
ISBN 3.932902.25.4 12,90 Euro
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Acht jüngere bis junge AutorInnen (Jahrgänge 1964 bis 1981) lassen in diesem Lyrikbändchen Anteil nehmen an ihrer Weltsicht, ihrem Lebensgefühl, ihren Hoffnungen und Verzweiflungen - und ihrem Frust. Mit ihren Gedichten stehen sie sozusagen mit dem Rücken gegen eine Welt, die immer mehr kommerzialisiert und ent-menschlicht wird. „Der Mensch als kleinste wirtschaftliche Einheit“ nennt es Björn Kuhligk. Sie versuchen, sich in „lyrischer Kriegsführung“ (Vorwort des Herausgebers) dagegen zu stemmen.
„Lasst die Worte wachsen ... jeder Versuch ist gut ist wichtig & verdient Respekt“ - so das Bekenntnis von Nadine Barth zu Sprache und Dichtung in der hektischen Welt der Medien.
Heimatlos - sinnlos - ziellos - lieb-los - hoffnungslos muten viele der Texte an. Da sind die verzweifelten und oft vergeblichen Versuche, in der Liebe und im Sex etwas zu finden, das Bestand und Dauer hat. „wer stillt den Hunger wer?“ fragt Mathias Bach und weiß keine Antwort. Die Reise geht weiter, die Suche geht weiter - wie in „Autobahn“ von Andrea Maria Bohn: „... und zuhause ist da - mal hier ... nirgendwo“.
Man wird nicht unbedingt fröhlicher, wenn man dieses Bändchen liest. Es zeigt die realistische Sicht junger Menschen auf unsere Welt, wie sie heute schon ist. Und wie sie morgen noch mehr sein wird, wenn sich nichts ändert.
a.d. - red. / 13. Februar 2004
www.lautsprecherverlag.de
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