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Feuilleton

Hannah-Arendt-Veranstaltung im Leverkusener Studienzentrum der FernUni

18.Oktober - 11. November 2006




Großes Interesse galt einem Hannah-Arendt-Abend im Leverkusener Studienzentrum der FernUni Hagen. Anlässlich des 100. Geburtstags der Philosophin am 14. Oktober hatte Leiterin Gabriele Pucher für vergangenen Mittwoch gemeinsam mit dem Frauenbüro der Stadt Leverkusen, vertreten durch die Leverkusener Frauenbeauftragte Simone Fey-Hoffmann, sowie Christine Weihermüller von der Buchhandlung „Zentral Antiquariat“ eine kleine, aber feine Ausstellung zu Hannah Arendt zusammengestellt und Uta D. Rose für einen Vortrag eingeladen. 50 Zuhörer hatten den Weg in das Zentrum der FernUni Hagen am Mittwochabend gefunden und den Vortragsraum damit bis zum letzten Platz gefüllt.

Für die Ausstellung zeichneten neben Weihermüller die Leverkusener Historikerin Cordula Lissner sowie Birgit Kohlhaas und Peter Schönfeld verantwortlich, Lissner bezeichnete die Ausstellung, die unter anderem mit Leihgaben aus der „Germania Judaica“ der Kölner Stadt-Bibliothek sowie vom Literaturarchiv Marbach glänzt, als eine „Independent-Produktion“.

Referentin Rose gab zunächst einen Überblick über das Leben Arendts, bevor sie der Philosophin selbst das Wort überließ: Den Beginn des legendären Interviews mit Günter Gaus vom Oktober 1964 zeigte sie den Zuhörern, die sich so von der Schlagfertigkeit und dem wohlbestimmten Auftreten der streitbaren Frau überzeugen konnten. Rose riss anschließend verschiedene Themen an, die im Denken und der intellektuellen Auseinandersetzung Arendts zentrale Rollen einnahmen, und sparte dabei nicht mit Anekdoten. Auf besonderes Interesse im Publikum stießen, natürlich neben Arendts Beziehung zu dem kurze Zeit mit den Nazis sympathisieren den Philosophen Martin Heidegger, besonders die Auseinandersetzung Arendts mit Adolf Eichmann sowie ihr eigenes Verhältnis zum Judentum.

Nach dem knapp 90-minütigen Vortrag hatte jeder Zuhörer einige neue Anregungen zur eigenen Auseinandersetzung mit der Philosophin, die sich selbst nicht als Philosophin bezeichnete, mit nach Hause nehmen können – oder gleich am Büchertisch das eine oder andere Buch ergattern können. Gemäß Arendt, die in dem Gaus-Interview sagte: „Ich will verstehen. Und wenn andere Menschen verstehen, im selben Sinn, wie ich verstanden habe, dann gibt mir das eine Befriedigung wie ein Heimatgefühl.“

Die kleine Hannah-Arendt-Ausstellung in den Räumen der FernUni ist noch bis zum 10. November, jeweils von 16 bis 19 Uhr, und schließlich noch am Samstag, 11. November, von 10 bis 17 Uhr zu besichtigen.

Stefan Andres - red / 20. Oktober 2006
ID 2746

Leidenschaftliche Querdenkerin
Hannah Arendt (1906-1975). Zum 100. Geburtstag der deutsch-jüdischen Denkerin.

Fernstudienzentrum Leverkusen
Friedrich-Ebert-Platz 11
51373 Leverkusen

Die Ausstellung wird verlängert: Sie wird nun wochentags noch bis zum 10. November, jeweils von 16 bis 19 Uhr, und schließlich noch am Samstag, 11. November, von 10 bis 17 Uhr zu besuchen sein.

Siehe auch:
http://www.fernuni-hagen.de/STZ/leverkusen/aktuelles/



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