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Kulturnotiz

Generali Foundation als neuer Partner für das MdM!

Der clevere Schachzug einer Frau


Foto (C) Museum der Moderne


Auf der Pressekonferenz vom 17. Jänner 2014 verkündete Sabine Breitwieser, die neue Direktorin des Museums der Moderne in Salzburg, dass sie die Generali Foundation als Partnerin gewinnen konnte. Diese Partnerschaft ist zunächst auf 25 Jahre (Leihgaben) ausgelegt und umfasst mehrere Bereiche.

Ein cleverer Schachzug!

Das Haus der Generali Foundation in Wien war an seine Grenzen gestoßen und suchte nun einen Partner, um seine Sammlung auch in Zukunft würdig und im größeren Ausmaß zu präsentieren und zu archivieren. Die Generali Gruppe Österreich entschied sich somit bewusst für das Museum der Moderne in Salzburg. Einerseits als neuen strategischen Standort und andererseits, um über das Museum ein breiteres Publikum zu erreichen.

„Wir möchten mit dieser vorbildlichen Kooperation zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft eine Vorreiterrolle übernehmen und gemeinsam zur Förderung zeitgenössischer Kunst internationalen Formats beitragen. Das Museum der Moderne Salzburg ist für uns ein idealer Partner mit einem beeindruckenden Haus mitten im Herzen von Europa“, so das Argument des Vorstandsvorsitzenden der Generali Holding Vienna AG und der Generali Versicherung AG Dr. Peter Thirring.

Die Generali wird ihr Budget für Ankäufe und die Betreuung der Sammlung einbringen, konkrete Summen wollte der Versicherer aber nicht nennen.

Die Sammlung der Generali Foundation ist hochkarätig und international anerkannt. Sie zählt mit rund 2.100 Werken von 250 international renommierten KünstlerInnen zu den bedeutendsten privaten Sammlungen in Österreich und enthält Werke der Fotografie, Film, Video und Installationen - eine Pionierarbeit, die sich zeigen lassen kann. Konzeptkunst sowie medien- und gesellschaftskritische Werke aus den 1960er- und 1970er Jahren treten darin in Dialog mit Arbeiten einer jüngeren Künstlergeneration.

Das Ziel von Sabine Breitwieser ist, mit dieser Sammlung das Museum der Moderne international zu positionieren, während erstklassige zeitgenössische Kunst präsentiert wird - was wiederum internationales und kunstinteressiertes Publikum nach Salzburg lockt.

Zitat Breitwieser: „Mit einem Schlag können wir jetzt Defizite der bestehenden MdM Sammlung ausgleichen. Das wäre ohne die Partnerschaft mit Generali niemals möglich gewesen. Diese Sammlung hat scharfes Profil und ist für die Zeit von den 1960er-Jahren bis heute international bedeutend.“

Die Übersiedelung der Sammlung von Wien nach Salzburg soll innerhalb von zwei Jahren über die Bühne gebracht werden. Ein großes Problem ist allerdings noch zu lösen: das Depot für die Sammlung. Dieses wird schon seit 2005 gebaut und ist immer noch nicht fertig. Jetzt brennt der Hut! Das Land muss – ob es will oder nicht - endlich das Geld für den Bau auf „der grünen Wiese“ zur Verfügung stellen. Der nächste Skandal wäre sonst vorprogrammiert.

Generali würde sich vermutlich einen neuen Partner suchen, und Salzburg würde wieder auf der Strecke bleiben wie seinerzeit, als das Gugenheim Museum Salzburg ins Auge fasste und ein Museum für zeitgenössische Kunst entstehen lassen wollte. Damals schlug man von Salzburger Seite die Türen zu und schaute durch die Finger; heute beispielsweise hat das Gugenheim in Bilbao einen enormen internationalen Publikumszustrom.
Christa Linossi - 28. Januar 2014
ID 7554
Weitere Infos siehe auch: http://www.museumdermoderne.at/


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