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NEU IM SKULPTURENPARK bei Graz

YOKO ONO

Painting to Hammer a Nail in / Cross Version 2005 (1990, 1990, 2000)

© Landesmuseum Joanneum Graz Skulpturenpark



Der Skulpturenpark in Graz ist um eine internationale Künstlerin reicher geworden. Es handelt sich um Yoko Ono (geb. 1933 in Tokio), wurde heuer 75 Jahre alt und sie gehörte der Bewegung der Fluxuskünstler an. 1964 hat sie mit ihrem Buch „Grapefruit“ neue künstlerische Wege beschritten, sie galt als Vorreiterin der Konzept-Kunst.
In Grazer Skulpturenpark installierte sie eine Art Kalvarienberg mit 3 Kreuzen. Der Titel dieser Installation „Painting to Hammer a Nail in / Cross Version 2005“ wurde abgeleitet aus ihrer erste Version die 1961 entstanden ist. Diese erste Version war eine weiße Leinwand, der sie einen Hammer und Nägel beistellte, mit der Anweisung an die Besucher, einen Nagel in diese Leinwand zu schlagen. Die Kleine Mauer Arbeit hängt in der Galerie LVAC. Die zwei bis drei Dutzend mittlerweile rostigen Nägel, die in der Leinwand stecken, weisen auf eine konsequente und irrationale Praxis der Performance-Kunst hin.
In Graz gab Yoko Ono eine ähnliche Handlungsanweisung, in dem sie die Besucher auffordert, einen Nagel in das Kreuz zu schlagen. Sie zielt darauf ab, dass der Besucher selbst in die Täterrolle schlüpft und so an die Kreuzigung Christi unbewusst oder bewusst erinnert wird.
Es ist eine Aufforderung über Symbole und Aktivitäten nachzudenken.
Yoko Ono die 1969 John Lennon heiratete, löste, zusammen mit ihrem Ehemeann, in der Zeit der Hippies eine Protestbewegung gegen den Vietnamkrieg aus. So erregten John und Yoko mit ihrem „bed-in“ , einer Demo gegen den Vietnamkrieg, die Gemüter und gründeten die Plastic Ono Band, mit den von ihnen komponierten Friedensaufruf „Give Peace a chance“. Auch ihr Spruch „Make Love not War“ ging ebenfalls rund um die Welt.

In den letzten fünfzig Jahren spielte Yoko Ono eine entscheidende Rolle. Sie war eine der wenigen Frauen im internationalen Kontext, die sich mit der experimentellen Kunst und der Avantgarde auseinander setzte. Verschiedene Strömungen beeinflussten sie wie z.B. Conceptual Art, Performances, Fluxus und Happenings. Sie arbeitete interdisziplinär und brach mit traditionellen Grenzen zwischen den Kunstdisziplinen.
Ihr Arbeitsprozess: Worte dienten ihr als Basis jeden Konzeptes und die Beschreibung galt als Definition. Durch dieses Vorgehen trennte sie künstlerisches Konzept und materialistische Form und hob somit gleichzeitig ihre subjektiven als meditativen Qualitäten hervor.


Christa Linossi - red / 2. Mai 2008
ID 3826
Siehe auch unsere ausführliche Berichterstattung über den Skulpturen-Park vom 09.Oktober 2007

Weitere Infos siehe auch: http://www.skulpturenpark.at/





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