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Feuilleton


Parkleuchten tauchen den Essener Grugapark in neues Licht



Bereits zum dritten Mal brachte der Lichtkünstler Wolfgang Flammersfeld Farbe in die eher karge Winterlandschaft des Essener Grugaparks. So sollen vor dem eigentlichen Beginn der Outdoor-Saison trotz der Spaziergänger-feindlichen Temperaturen Besucher auf das riesige Parkareal im Herzen des Ruhrgebiets gelockt werden. Und beim Erkunden der vielen kleinen Kunstobjekte, die sich als ,Lichtinseln’ im Park verteilen, vergisst man tatsächlich, wie frisch noch der Wind des abklingenden Winters ist.

Jede dieser Lichtinseln wirkt dabei verschieden. Manche der Installationen beziehen die natürliche Umgebung des Parks mit ein, andere arbeiten eher gegen sie und erscheinen in diesem Kontext vielmehr irritierend. Wiederum andere Lichtinseln laden den Besucher nicht nur zum Vorbeispazieren und Betrachten, sondern auch zum Mitmachen ein: Dass Schattenspiele nicht nur etwas für Kinder sind, wird spätestens klar, wenn Erwachsene diversen Alters sich vor der Schattenwand tummeln, um die Umstehenden mit Verrenkungen zum Lachen zu bringen.




Sie wechseln ihre Farbe und sind dennoch kein bunt zusammen gewürfelter Haufen – Foto © Lisa Krawczyk


Ein - im wahrsten Sinne des Wortes - Highlight ist ferner die Installation von bunt angeleuch-teten Fahrrädern, die auf in der Dunkelheit verborgenen Fahnenstangen hoch in der Luft schweben. In dieser Form sieht man Fahrräder im Grugapark sicherlich sonst nie. Normalerweise werden sie höchstens im Augenwinkel beim Vorbeirauschen wahrgenommen, nun stehen sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Aus einem alltäglichen Gegenstand wird so ein Objekt der Lichtkunst. Das Vehikel, welches wir uns gewöhnlich Untertan machen, überragt uns. So sehen wir nicht nur den Park, sondern auch Gegenstände des alltäglichen Lebens in neuem Licht.

Weniger kontrastiv und dafür umso harmonischer wirkt die Installation, bei der die den Weg säumenden Bäume und Büsche mittels weißem Klebeband und blauen, unauffällig angebrachten Scheinwerfern in eine dschungelähnliche und gleichzeitig fantastische Landschaft verwandelt werden. Hier wird deutlich, dass es manchmal lediglich einfachster Mitteln bedarf, um einen großen Effekt hervorzurufen. Bei manchen Installationen kommt außerdem atmosphärische Musik zum Einsatz. So tut sich eine ansonsten unscheinbare Baumgruppe schon mal als Unterwasserwelt hervor.



Eindrücke, wie aus einer Märchenwelt - und das mitten im Ruhrgebiet – Foto © Lisa Krawczyk


Generell scheint keine der zahlreichen Lichtinseln auf den ersten Blick besonders extravagant oder allzu komplex zu sein. Doch genau diese Schlichtheit ist es, die überzeugt. Einfachste Gegenstände können in der Interaktion mit der Umwelt neue Räume eröffnen - Räume, die teilweise einladend wirken und zum Mitmachen bewegen, und auch Räume, die man lieber von außen mit etwas Abstand betrachten und hinterfragen möchte. Wie dem auch sei, mit den Parkleuchten liefern der Künstler Wolfgang Flammersfeld und Reinhard Hartleif von der F & H Event Company viele Gründe dafür, auch im Winter Zeit an der frischen Luft zu verbringen.

Vergangenen Sonntag, am 18. März 2012, öffnete der Gruga Park zum letzten Mal seine Tore, um sich nach Einbruch der Dunkelheit als Lichterwald zu präsentieren. Doch zum Glück soll dort auch wieder im nächsten Jahr durch innovative Installationen Licht in die dunklen Wintermonate gebracht werden.




Lisa Krawczyk – 20. März 2012
ID 5813

Weitere Infos siehe auch: http://www.grugapark.de/2012/parkleuchten.html


http://www.world-of-lights.eu/



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