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Veranstaltungskalender | Musik
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Musik || September_2010
28195 Bremen

Bremer Philharmoniker starten in die 186. Konzertsaison


WAS
1. Philharmonisches Konzert
„wenn komponisten träumen“

WANN
Montag, 20. September 2010, 20 Uhr
Dienstag, 21. September 2010, 20 Uhr

WO
Konzerthaus Glocke
Domsheide 4/5
28195 Bremen


Zu Beginn ihrer 186. Konzertsaison präsentieren die Bremer Philharmoniker Träumer und Helden: Auf dem Programm stehen das Klavierkonzert Nr.1 d-moll von Johannes Brahms und „Ein Heldenleben“ von Richard Strauss.

Ob der erste Satz des Klavierkonzertes „durch und durch verpfuscht“ ist, wie der junge Johannes Brahms an Clara Schumann im November 1857 schrieb, wird die russische Pianistin Anna Vinnitskaya hinterfragen, wenn sie den „Stempel des Dilletantismus“ vorträgt. Brahms befand sich zu jener Zeit in einer durchaus selbstkritischen Phase auf der Suche nach dem großen symphonischen Klang. Er träumte von einem Klavierkonzert, dass „furchtbar schwer und groß“ sein sollte. Die niederschmetternden Reaktionen anlässlich der Uraufführung kratzten an seinem Selbstbewusstsein. Heute weiß die Musikwelt die Neuartigkeit seines Klavierkonzertes durchaus zu schätzen und das harte Urteil des Komponisten und des damaligen Publikums zu widerlegen.

Unbeirrbar, fast selbstverliebt, jedoch mit einer Portion Humor ist dagegen der Umgang von Richard Strauss mit seinen Kritikern. Er verlacht sie in „Ein Heldenleben“ und stellt sich kampfeslustig und wagemutig als wahren Sieger und Friedensbringer dar. Seine Heldentaten werden unter der musikalischen Leitung von Bremens Generalmusikdirektor Markus Poschner von den Bremer Philharmonikern als effektvolles, berauschendes Klanggemälde vorgestellt.

Das Publikum darf sich auf einen höchst unterhaltsamen, musikalischen Exkurs in die Traumwelten von Johannes Brahms und Richard Strauss freuen.


Das Programm

Johannes Brahms (1833-1897)

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 d-moll op. 15
Maestoso – Poco più moderato
Adagio
Rondo. Allegro non troppo – Più animato – Tempo I.
Komponiert von Anfang 1856 bis Ende 1857; Uraufführung am 22. Januar 1859 in Hannover

Richard Strauss (1864-1949)
Ein Heldenleben – symphonische Dichtung op. 40
Der Held –
Des Helden Widersacher –
Des Helden Gefährtin –
Des Helden Walstatt –
Des Helden Friedenswerke –
Des Helden Weltflucht und Vollendung
Komponiert vom Frühjahr bis 27. Dezember 1898; Uraufführung am 3. März 1899 in Frankfurt am Main


Es spielen die Bremer Philharmoniker.

Dirigent
Markus Poschner

Solistin
Anna Vinnitskaya, Klavier


Bremer Philharmoniker GmbH | Plantage 13 | 28215 Bremen
www.bremerphilharmoniker.de | www.musikwerkstatt-bremen.de

Anna Vinnitskaya



http://www.bremerphilharmoniker.de

Bremen, 7. September 2010
ID-Referenz:
http://www.kultura-extra.de/kalender.php?pid=7361
Input-Date: Tuesday September 07th, 2010 06:51 PM



Musik || September_2010
10557 Berlin-Tiergarten

Zero 'n' One. Komponieren im digitalen Zeitalter

Konzerte, Composer Lectures, Performances, Vorträge, Diskussionen
15.-18. September 2010
Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin-Tiergarten, Tel. 030 200 57-2000

Tagesprogramm Eintritt frei, Abendprogramm Euro 12/6, Festivalticket Euro 30/15

Ein Projekt der Akademie der Künste und des Elektroakustischen Studios der Akademie der Künste in Kooperation mit dem ZKM I Institut für Musik und Akustik, Karlsruhe

Was geschieht mit Musik, wenn wir sie in Nullen und Einsen verwandeln? Der Computer ist für das musikalische Schaffen und Erleben heute längst unentbehrlich geworden. Von der Klanggestaltung bis hin zu neuen Darbietungs- und Rezeptionsformen hat der binäre Code die Welt der Musik in ihren Prozessen fundamental verändert. Zero 'n' One fragt nach den Konsequenzen und Chancen dieses digital turns. Wie reagieren Komponisten und Musiker auf die neuen Technologien? Wie „musikalisch“ ist der Computer? Und beeinflussen Geräte- und Softwarehersteller die Fantasie der Komponisten?

Das viertägige Festival, das die Akademie der Künste gemeinsam mit dem ZKM | Institut für Musik und Akustik und dem Elektroakustischen Studio der Akademie veranstaltet, unternimmt einen Streifzug durch die facettenreiche Szenerie digital gestützten Musikschaffens. In Composer Lectures, Konzerten, Podiumsdiskussionen und Performances stellen sich Pioniere der Computermusik wie Johannes Goebel ebenso vor wie einige der interessantesten Vertreter jüngerer und jüngster Entwicklungen, darunter Michel van der Aa, Ludger Brümmer, Robert Henke (Monolake), Hanspeter Kyburz, Enno Poppe, Hans Tutschku und Jan St. Werner (Mouse on Mars).

Die Konzerte und Performances an der Schnittstelle von Elektronik, Musik, Tanz und Video präsentieren unterschiedliche Aspekte einer digitalen Ästhetik im Bereich der komponierten und experimentellen Musik. Außer Konkurrenz und mit beträchtlichem Vergnügungsfaktor starten die musizierenden Roboter-Virtuosen des OMax-Projekts.


www.adk.de/zero_one
info@adk.de

Berlin, 31. August 2010
ID-Referenz:
http://www.kultura-extra.de/kalender.php?pid=7351
Input-Date: Tuesday August 31st, 2010 02:30 PM



Musik Film || August_2010 September_2010
10117 Berlin

Akademie der Künste

Politische Körper. Robert Wilson: Dancing in My Mind – für Suzushi Hanayagi
Videoporträt ab 26. August
Performance und Dokumentarfilm 12. September

26. August bis 12. September 2010

Akademie der Künste
10117 Berlin
Pariser Platz 4

Öffnungszeiten : Di–So 11–20 Uhr
(sowie bis zum Ende von Veranstaltungen).
Die Passage zur Behrenstraße ist täglich von 10-22 Uhr geöffnet.

Suzushi Hanayagi, Osaka 2008. Foto Robert Wilson



Robert Wilsons "Videoinstallation Dancing in My Mind" ist eine Hommage an die Choreographin und Tänzerin Suzushi Hanayagi (geb. 1928). Ausgebildet in klassischen Stilen des Kabuki und Nô und inspiriert von der Fluxusbewegung kam sie Anfang der 1960er Jahre alleine von Osaka nach New York – auf der Suche nach neuen Impulsen für ihre Kunst, deren poetische Abstraktion sie liebte, deren Formalität sie jedoch als erstarrt empfand. Als Akteurin des Judson Dance wurde sie Mittelpunkt eines avantgardistischen Kreises, kreierte Tanzstücke mit Carla Blank, arbeitete mit Merce Cunningham und Yoko Ono, verfolgte daneben in Japan ihre klassische Karriere weiter. Anfang der 1980er Jahre traf sie Robert Wilson, der in ihr eine kongeniale Partnerin, die Mit-Erfinderin seiner magischen Bewegungssprache fand. Für ihn choreographierte sie bis 1999 u.a. "Alkestis", "Hamletmaschine", "The Knee Plays", "The Forest" und "Dr. Faustus Lights the Lights".

Die Wiederbegegnung mit Suzushi Hanayagi 2008 in einem Heim für Demenzkranke, ihre wortlose Erinnerung an Gesten des Tanzes bewegte Wilson, ihre Kunst gemeinsam mit befreundeten Künstlern in einem dreiteiligen Gedächtnisbild festzuhalten.

In der "Installation "dancing in my mind – für suzushi hanayagi" setzt Robert Wilson die Künstlerin in einem Videoporträt in Szene. Filmische Bilder, gespielt auf eine Vielzahl unterschiedlich großer Monitoren, reflektieren Tanz und Persönlichkeit von Suzushi Hanayagi. Die "Performance "KOOL" (12.09., Hanseatenweg) für sechs Tänzer aus New York und Djakarta führte Robert Wilson mit der Choreographin Carla Blank und anderen künstlerischen Freunden von Suzushi Hanayagi aus deren New Yorker Avantgardezeit zusammen. Choreographien von Hanayagi, traditionelle und neue, zur traditionellen Tanzkunst Ostasiens in Beziehung stehende Soli verbinden sich mit Film- und Bildprojektionen zu einer Inszenierung von großer Transparenz. Nach den Performances wird jeweils der "Dokumentarfilm "KOOL – Dancing in My Mind" von Robert Wilson und Richard Rutkowski gezeigt. Der Film, der in der Begegnung zwischen Wilson und der heute an den Rollstuhl gefesselten Künstlerin seinen Ausgangspunkt nimmt, ist Bild einer außergewöhnlichen Frau und bewegendes Dokument einer Künstlerfreundschaft zugleich.

http://www.adk.de/de

Berlin, 28. August 2010
ID-Referenz:
http://www.kultura-extra.de/kalender.php?pid=7338
Input-Date: Saturday August 28th, 2010 03:31 PM



Kunst Musik || August_2010 September_2010
Berlin

„Kunstraum AVUS Dreieck Funkturm 2010“

Künstlerische Interventionen am Tag des offenen Denkmals

Sonntag, den 12. September 2010, 15 bis 20 Uhr


Die Initiative temporäre Kunsträume e.V. lädt am 12. September 2010 zum dritten Mal an die AVUS Berlin. Unter dem Titel „Dreieck Funkturm“ verwandeln Künstlerinnen und Künstler den Autobahnabschnitt vor der stillgelegten Tribüne, das ehemalige Rennleitungszimmer im heutigen AVUS-Motel und das ICC-Parkhaus Messe Süd in Schauplätze für ortsbezogenene Kunst im öffentlichen Raum.








Vier Positionen aus den Bereichen Bildende Kunst, Darstellende Kunst und experimentelle Musik kommunizieren mit den ausgewählten Orten zum Thema „Kultur in Bewegung“, Räume der Flüchtigkeit und Wege der Mobilität.

Die Berliner Künstlerin Christin Lahr initiiert „FINE RED LINE“, ein temporäres Mo(nu)ment auf der A115. Fahrer/innen roter Autos sind aufgerufen zwischen 15 und 16 Uhr den Streckenabschnitt zwischen Funkturm und Abfahrt Hüttenweg zu befahren, um eine rote Spur zu legen. Das dynamische Mo(nu)ment verdichtet sich zwischen zwei steinernen, denkmalgeschützten Zeitzeugen - dem einstigen Zielrichterturm (AVUS-Motel) und der alten Zuschauertribüne gegenüber der ehemaligen Nordkurve, von der aus einst die Helden bejubelt wurden. Die fahrenden Autos werden aus unterschiedlichen Positionen mit Videokameras aufgezeichnet. Die „Automobil-, Verkehrs- und Übungs-Straße“ ist ein in vielerlei Hinsicht geschichtsträchtiges Wahrzeichen und Projektionsfläche für ambivalente, ungebremste Phantasien. Ein Symbol für Hochleistung und heldenhafte Sieger, Selbstüberschätzung und Größenwahn, Abgrenzung und Ausgrenzung, Grenzenlosigkeit und Freiheit, Transite und Grenzüberschreitungen. „Erinnern meint Handeln“, sagt die Künstlerin und bittet, sich in die Spur zu begeben.

Die Künstlerin Claudia Brieske wird ab 16 Uhr im Motelzimmer 501, dem ehemaligen Rennleitungszimmer im Rundturm des AVUS-Motels, eine Video-Klang-Collage installieren, die das beständige Durchreisen und die Flüchtigkeit des Ortes thematisiert. Der audio-visuelle Erinnerungsstau entlädt sich in der Umkehrung von außen und innen. Fortsetzung findet die Partitur durch eine performative Überleitung in das ICC-Parkhaus.

Michael Rauter und Volker Hormann vom Solistenensemble Kaleidoskop werden ab 18 Uhr im ICC-Parkhaus ihre eigens für den Ort entwickelten Klangkompositionen präsentieren. „5x5“ (a Tribute to The Flaming Lips) ist ein Orchesterstück von Michael Rauter für 25 CD-Player und Autoradios, bei dem das gesammte Gebäude zum Klangkörper wird. Die Autos der Besucher und Teilnehmer des Projektes „Dreieck Funkturm 2010“ sind aufgefordert im Parkhaus zu parken und an der Umsetzung der Komposition mittels Radio, CD-Player oder MP3 mitzuwirken. Die abzuspielenden Medien werden vor Ort verteilt und abgespielt. Die Betonwände und –decken der Ebenen dienen als Resonanzfläche, die dem Ort ungewohnte Klänge einschreiben. Volker Hormann präsentiert das Stück „1“ für Gesang und Kopfhörer, welches im Innenhof des Parkhauses aufgeführt wird.

Der Tänzer und Choreograph Mikel Aristegui entwickelt mit Profitänzern und jugendlichen Laiendarstellern eine ortsbezogene Tanzimprovisation, die zwischen 19 und 20 Uhr im ICC-Parkhaus zur Aufführung gebracht wird. Durch die Verbindung aus Erfahrung und Unerfahrenheit wird ein Transformationsprozess sichtbar, aus dem sich Synergien generieren und Visionen entwickeln lassen.

Die ehemalige Automobil-Rennstrecke AVUS Berlin war bis zu ihrer Stilllegung 1998 die erste Motorrennstrecke Europas. Im Jahre 1921 wurden die ersten Rennen auf der damals 19 km langen Strecke gefahren. Im ersten AVUS-Rennen im September 1921 schoss Fritz von Opel als Erster über die Ziellinie, im letzten 1998 Stefan Kiessling – beide Gewinner saßen in einem roten Opel. An der heutigen A 115 flankiert die legendäre –nun funktionslos gewordene– Nordkurve das heutige AVUS-Motel, sowie die ungenutzte AVUS Tribüne mit ca. 4000 Sitzplätzen. Die Zukunftspläne des erst 1979 fertig gestellten ICCs variieren seit 2005 zwischen Sanierung, Abriss und anderen Umbaumaßnahmen.

Die Tanzimprovisation erfolgt in Koproduktion mit der Sasha Waltz & Guests Tanzcompagnie.

Das Projekt „Kunstraum AVUS Dreieck Funkturm 2010“ wird gefördert durch die Schering Stiftung.

Nach „Kunstraum AVUS Motel 2008“ und „Nordkurve 2009“ findet die Trilogie an der AVUS mit der diesjährigen Veranstaltung ihren vorläufigen Abschluss.

In Kooperation mit dem Georg-Kolbe-Museum ist dort am 30.09.2010 um 18 Uhr ein Künstlergespräch zum Thema „Räume der Flüchtigkeit, Wege der Mobilität“ geplant, in dem die interdisziplinären Ansätze und unterschiedlichen Herangehensweisen der künstlerischen Positionen im Kunstraum AVUS analysiert und diskutiert werden.

Orte:
AVUS-Motel und Restaurant, BAB 115 - Ausfahrt Messedamm, 14055 Berlin
ICC-Parkhaus, Messedamm 22, 14055 Berlin
Georg-Kolbe-Museum, Sensburger Allee 25, 14055 Berlin

www.kunstraum-avus.de

Berlin, 25. August 2010
ID-Referenz:
http://www.kultura-extra.de/kalender.php?pid=7334
Input-Date: Wednesday August 25th, 2010 03:40 PM



Kunst Musik || September_2010 Oktober_2010
53119 Bonn

MATHIEU RONSSE

la passion inutile


Unterstützt wird die Eröffnungsfeier durch drei befreundete Punk-Rock bands des Künstlers : Faceneck, Spleen und Posessed Factory
http://www.bonner-kunstverein.de
kontakt@bonner-kunstverein.de

23. August 2010
ID-Referenz:
http://www.kultura-extra.de/kalender.php?pid=7330
Input-Date: Monday August 23rd, 2010 02:51 PM



Musik || August_2010 September_2010
14197 / 13189 Berlin

lab.or.a 2010

Festival für Zeitgenössische Orgelmusik im Dialog
Vom 27. August bis 18. September 2010 wird mit acht Konzerten erstmals in Berlin ein Festival stattfinden, das als Klangforschungswerkstatt die Möglichkeiten Zeitgenössischer Orgelimprovisation im Dialog auslotet:
freitags in der Lindenkirche Wilmersdorf und samstags in der Hoffnungskirche Pankow.

Zeitgenössisch meint: die Integration der spieltechnischen, klanglichen und performativen Neuerungen, die seit den Aufbrüchen der Avantgarde, der Neuen Musik, der Postmoderne und alles Experimentellen die aktuelle Musik zu Beginn des 21. Jahrhunderts ermöglichen.

MusikerInnen verschiedener Provenienz werden in den Dialog mit der Orgel treten und neben der Improvisation auch jeweils eine Komposition integrieren, deren Gesamtheit einen Bogen spannt von der engagierten Moderne bis hin zu den Grenzbereichen neueren Komponierens.

Unser Anliegen ist: Neue Musik, Neue Orgelmusik und das Instrument Orgel vorzustellen als sinnliche, spannende und erlebenswerte Erfahrung.

Foto: Martin Daske


Freitags, 20 Uhr: Lindenkirche Wilmersdorf

27. August 2010 … Tuba und Orgel
Pauline Boeykens und Thomas Noll: Improvisation
Paul Hindemith: Sonate (1955)

3. September 2010 … Trompete und Orgel
Ulf Marcus Behrens und Thomas Noll: Improvisation
Martin Herchenröder: zungen reden (2000 / rev.2002)

10. September 2010 … E-Gitarre und Orgel
Hannes Buder und Thomas Noll: Improvisation
Helmut Oehring: in erinnerung an (2010) / UA

17. September 2010 … Cimbalom und Orgel
Enikö Ginzery und Thomas Noll: Improvisation
Istvan Lang: Movimento (2001 / 2010) / EA
... im Anschluss Jour Fixe der BGNM (www.bgnm.de)...

Lindenkirche Wilmersdorf: Homburger Str. / U3 Rüdesheimer Platz

Samstags, 20 Uhr: Hoffnungskirche Pankow

28. August 2010 … Stimme und Orgel
Claudia Herr und Thomas Noll: Improvisation
Marina Newskaja: Stufen (1988)

4. September 2010 … Kontrabass und Orgel
Lena Sperrfechter und Thomas Noll: Improvisation
Mauricio Kagel: GENERAL BASS (1971 / 72)

11. September 2010 … Viola und Orgel
Nikolaus Schlierf und Thomas Noll: Improvisation
Martin Daske: foliant 20 (2010) UA / foliant 12 (1989) / EA

18. September 2010 … Horn und Orgel
Noam Yogev und Thomas Noll: Improvisation
Helmut Zapf: schmutz (2010) / UA

Hoffnungskirche Pankow: Elsa-Brändström-Str. / U2 Vinetastraße

Eintrittspreise: € 10,00 / ermäßigt € 6,00 / Sozialpass € 3,00
Festivalpass: € 50,00 / ermäßigt € 30,00 / Sozialpass € 15,00
KVV (030) 54 71 40 83
Künstlerische Leitung: Thomas Noll
Veranstaltungsmanagement: Florian Nadvornik
lab.or.a 2010 ist ein Projekt von dis-position, organworks und zeitwerk – Büro zur Vermittlung zeitgenössischer Musik und wird gefördert von der
Initiative Neue Musik Berlin e.V. und dem Kulturbeirat Charlottenburg-Wilmersdorf.
http://www.labora-2010.de

Berlin, 23. August 2010
ID-Referenz:
http://www.kultura-extra.de/kalender.php?pid=7328
Input-Date: Monday August 23rd, 2010 12:22 AM



Kunst Musik || August_2010 September_2010
Berlin

singuhr – hoergalerie erstmals zu Gast im Meinblau Kunsthaus

maßnahmenpaket von Serge Baghdassarians und Boris Baltschun (D)

25. 08. bis 12. 09. 2010,

Mittwoch bis Sonntag 14 bis 20 Uhr

Eröffnung am Dienstag, 24.08. um 19 Uhr

Meinblau Kunsthaus
Pfefferberg Haus 5
Berlin Prenzlauer Berg



Die singuhr - hoergalerie ist erstmals im Berliner Meinblau Kunsthaus zu Gast. „maßnahmenpaket“ ist der Titel der Ausstellung von Serge Baghdassarians und Boris Baltschun. Gemeinsam entwickeln die in Berlin lebenden Künstler vor allem Arbeiten, in denen minimalistisch anmutende Anordnungen alltäglicher Dinge mithilfe von Bewegung sinnlich aufgeladen werden. „Konservatorische Maßnahmen“ nennen sie eine Werk- und Installationsreihe, die seit 2006 entsteht. Im Kunsthaus Meinblau wird nun mit „maßnahmenpaket“ die komplette Werkgruppe erstmals präsentiert.

Mechanisch-kinetische Prozesse bilden die Grundlage der Installationen. Auf jeweils unterschiedliche Weise werden die klanglichen und strukturellen Merkmale von alltäglichen Dingen beleuchtet. In „maßnahmenpaket“ entstammen diese der Lagerung, dem Transport oder dem Bau. Ihrer eigentlichen Funktion beraubt, erzeugen die Gegenstände eine um sich selbst kreisende, permanente Inventur. Durch Um- und Verkehrung, Ergänzung und Entleerung entstehen dabei temporäre Konstellationen mit überraschenden mechanischen Wendungen und verblüffenden Klängen. Blechdosen, Glasplatten, Sandpapier, Magnete, Bohrmaschinen und Schnüre bewegen sich oder werden bewegt und klingen teils simultan, teils nacheinander, teils rauschend und teils schnurrend im Galerieraum nach einer vorgegebenen Choreographie.

Parallel dazu laufen in den beiden historischen Wasserspeichern in Prenzlauer Berg die Installationen „Extended Drops“ des belgischen Klangkünstlers Pierre Berthet und „Around the Word / The Probable Flight Path of AF 447“ des amerikanischen Medienkünstlers Paul DeMarinis, der derzeit Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD ist.

In „Extended Drops“ sind die Geräusche von Wassertropfen Impuls- und Klanggeber für das im Raum verzweigte Netz der Resonatoren. Die analogen Tropfgeräusche und ihre elektronische Bearbeitung erzeugen ein breites rhythmisches und klangliches Spektrum. Ein hochvariables, räumliches Perkussionsinstrument entsteht – eine Hommage an die einstige Funktion des Raumes als Wasserreservoir.

„Around the World“ ist eine Arbeit, die von Samuel Morses Erfindung des elektrischen Telegraphen inspiriert ist. In den 34 Einzelkammern des äußeren Rings im Wasserspeicher ist ein Kreis von auf Lichtsignale reagierenden Relais installiert. Wie beim Telegraphen aktiviert ein Relais das jeweils nächste in der Reihe – es sei denn, die Besucher kreuzen die Signalwege und unterbrechen die Übertragung. „Around the World“ wird damit zur fasslichen Allegorie über Prozesse des Informationstransfers und der Präsenz des Individuums.

In der Installation „The Probable Flight Path of AF447“ werden Klänge aus korrodierendem Aluminium und Kupfer gewonnen. Die Metalle werden dazu in eine spezielle Salzlösung getaucht. Der Korrosionsprozess bringt elektrische Signale hervor, die DeMarinis in dichte, tieffrequente Klänge umwandelt. Diese Klänge wandern in unterschiedlicher Richtung durch die kreisförmige Ringarchitektur des Speichers. Ihre Intensität beeinflusst dabei auch die Lichtintensität von 40 Neonröhren. Die vielschichtige Klang-Licht-Installation erinnert an den mysteriösen Absturz der Air France-Maschine 447 im vergangenen Jahr. Die Metallteile dieses Flugzeugs senden immer noch Signale aus, selbst vom Grunde des Atlantiks. Daher versteht DeMarinis diese Installation als eine Metapher über die Suche nach verborgenen Signalen.

Zur Langen Nacht am 12. September werden alle drei Ausstellungen bis 24 Uhr geöffnet sein.

25.08. bis 12.09. Ausstellung im Meinblau Kunsthaus Serge Baghdassarians und Boris Baltschun (D) maßnahmenpaket – Klanginstallationen
Vernissage: 24.08. um 19 Uhr, Mittwoch bis Sonntag 14 bis 20 Uhr, Lange Nacht: 12.09. bis 24 Uhr, Eintritt frei

singuhr – hoergalerie im Meinblau Kunsthaus, Prenzlauer Berg, Christinenstraße 18/19, Auf dem Pfefferberg Haus 5, 10119 Berlin
Verkehrsanbindung: U Senefelderplatz


Bis 12.09. Ausstellungen in den beiden Wasserspeichern Paul DeMarinis (USA), Around the World / The Probable Flight Path of AF447 – Zwei Installationen, Großer Wasserspeicher
Pierre Berthet (B), Extended Drops – Klanginstallation, Kleiner Wasserspeicher
Mittwoch bis Sonntag 14 bis 20 Uhr, Lange Nacht: 12.09. bis 24 Uhr, Eintritt: 3 Euro/ 2 Euro
Kleiner Wasserspeicher: Eingang Diedenhofer Straße, Großer Wasserspeicher: Eingang Belforter Straße
Verkehrsanbindung: U Senefelderplatz, M2 Metzer Straße

Weitere Informationen unter:


http://www.singuhr.de

Berlin, 20. August 2010
ID-Referenz:
http://www.kultura-extra.de/kalender.php?pid=7327
Input-Date: Friday August 20th, 2010 02:42 PM





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